Die Banking-App für diverse Apple-Geräte, (i)OutBank, feiert heute Jubiläum und kostet nur die Hälfte. Das sind zwar gerade am Mac auch immer noch 20 €, allerdings dürfte sich die Investition für Leute mit mehreren Konten und häufigen Bankgeschäften lohnen. Die iPhone-App nutze ich persönlich mittlerweile anstelle von CashTrails, um einen Überblick über Ein- und Ausgaben zu bekommen.
Mac:
OutBank - Die Online-Banking-App Hersteller: stoeger it GmbH
Wer nicht so der Heavy-User ist, wird mit MoneyMoney auf dem Mac glücklich werden. Für 15 € (kein Aktionspreis) bekommt man hier zwar etwas weniger Features als bei Outbank (beispielsweise gibt es keine Kontakteverwaltung, lediglich eine Auswahlliste der zuletzt benutzten), aber dafür ein schöneres Interface.
Ich habe ja schon seit Längerem eine Nespresso-Maschine. Inzwischen ist das Kapselsystem gefühlt extrem weit verbreitet und es regt sich teilweise Widerstand: Nespresso sei böse, hört man immer häufiger. Prominent wurde diese Meinung durch ein YouTube-Video der NGO Solidar Suisse.
Original-Nespresso-Kapseln
Kritikpunkte: die Kaffeebauern würden ausgebeutet und die Kapseln seien eine ökologische Katastrophe. Auch Greenpeace schlägt auf Nespresso ein und pocht auf Verpackungsvermeidung – da bleibt dann aber nur noch die Kilotüte Espressobohnen. Da die Nespresso-Maschinen aber nunmal Kapseln benötigen, fällt diese Lösung flach.
Ethical-Coffee-Kapseln
Bleiben alternative Kapseln. Seit kurzem gibt es bei Rewe Nespresso-kompatible Kapseln der Ethical Coffee Company. Diese sind biologisch abbaubar, können also auf den Biomüll. Ob das auch die Plastikfolie umfasst, die die Kapseln beinhaltet, lässt sich leider nicht sagen. Auch scheint sich das „ethical“ nur auf die ökologischen Teil zu beziehen, nicht auf den sozialen – ein FairTrade-Siegel fehlt wie bei den Original-Nespresso-Kapseln auch, über den Herkunft des Kaffees schweigt sich die Ethical Coffe Company aus. Nespresso behauptet zumindest, die Kaffeebauern gut zu bezahlen.
Für einen Vergleichstest habe ich eine 10er-Packung „Espressivo“ gewählt, die eine Intensität von 5/6 hat und damit wohl am vergleichbarsten mit den Nespresso „Arpeggio“ ist (Intensität 9/10).
Die Packung kostet bei Rewe 2,99 € – was einen Kapselpreis von rund 30 Cent ergibt. Kein so großer Unterschied zu Nespresso, wo die Kapsel 35 Cent kostet. In der Woche (10 Kaffees) spare ich also rund 50 Cent.
Beim Auspacken fällt als erstes auf, dass die Kapseln etwas seltsam riechen – ein bisschen nach feuchter Pappe mit Kaffeeflecken.
Die ethische Kapsel geht etwas schwerer in die Maschine, da die Form vermutlich nicht so perfekt ist wie die der Alukapseln von Nespresso. Es funktioniert aber dennoch wie erwartet und der Kaffee fließt. Die Kapsel fiel bei meiner Krups XN 2120 auch korrekt in das Müllfach, angeblich ein Problem bei Nicht-Originalkapseln.
Ethical Coffee
In der Tasse fällt optisch direkt auf, dass die Crema der Ethical-Coffee-Kapseln sehr viel dünner und flüssiger ausfällt als beim Arpeggio von Nespresso und schneller zerfällt. Aber sie ist dennoch ausreichend vorhanden.
Zum Vergleich: Original-Nespresso
Geschmacklich ist Ethical Coffee durchaus trinkbar. Allerdings schmeckt er insgesamt etwas nach Konserve und nicht ganz so frisch wie der Nespresso, bei dem ich nie geschmeckt habe, dass der Kaffee aus der Kapsel kommt und nicht gerade eben frisch geröstet und gemahlen wurde.
Um ihn als Espresso zu trinken, würde ich eher abraten. Einer Verwendung im Cappucchino o.ä. steht aber nichts im Wege.
Fazit: für 5 Cent weniger bekomme ich Biomüll-Kapseln, die nicht ganz so gut schmecken wie der Nespresso und ich noch weniger weiß, woher der Kaffee kommt. Lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Dennoch ist es natürlich gut zu wissen, dass ich nun im Notfall im Rewe Kapseln kaufen kann, wenn ich die Nespresso-Bestellung vergessen habe (Nespresso-Boutiquen sind ja leider nach wie vor recht rar).
Da ich meine Nespresso-Kapseln schon immer korrekterweise in den gelben Sack entsorge, damit das Aluminium wiederverwertet werden kann, kann ich damit leben, weiterhin den „bösen“ Nespresso zu kaufen. Und die 5 Cent Aufpreis sind mir die Qualität wert.
Ganz unverhofft ist iTunes Match nun auch in Deutschland verfügbar. Zwar gibt es, wie üblich bei Apple, Startschwierigkeiten und eine Pressemitteilung steht auch noch aus, doch bei den meisten funktioniert es mittlerweile.
Ich habe nach wie vor amerikanisches iTunes Match – dessen Auto-Verlängerung habe ich soeben gestoppt und werde natürlich künftig auch meinen deutschen iTunes-Account Match nutzen. Selbst ausprobieren kann ich es aufgrund des 90-Tage-Geräte-Locks noch nicht.
Die Benutzung von iTunes Match auf dem iPhone ist nach wie vor eine etwas zweifelhafte Geschichte – unbegrenztes, schnelles mobiles Internet wird fast vorausgesetzt, um Match (sinnvoll) zu nutzen. Derzeit verwende ich es nur auf dem iPad, das meist spontan als Beschallungsgerät im Bereich von WiFi dient. Hier ist die strömende Musik natürlich perfekt.
Hauptgrund für die meisten iTunes-Match-Käufer dürfte aber nach wie vor die Legalisierung ihrer Musikbibliothek sein – für einmalige 24,99 € ein (sehr) guter Deal.
Der wohl am meisten genutzte Technologiemix, um dynamische Websiten zu machen, ist die bewährte HTML-CSS-PHP-MySQL-Geschichte. Das dürfte vor allem daran liegen, dass PHP eine relativ „einfache“ Programmiersprache ist und – meist auch gleich zusammen mit MySQL – auf fast jedem Webspace vorinstalliert ist.
Dabei ist ein MySQL-Server, auf dem nur eine Datenbank mit ein paar Tabellen für eine kleine Website läuft, oftmals übertrieben. Denn seit PHP 5 ist SQLite implementiert.
SQLite ist eine Datenbank, die ohne Datenbankserver läuft – praktisch nur im Datenbanktreiber der jeweiligen Programmiersprache. Gespeichert wird sie komplett in einer einzigen Datei. Anstatt also einen Datenbankserver mit Nutzerverwaltung etc. aufzusetzen, genügt es, in unser Programm oder unser PHP-Script eine kleine Datei einzuwerfen, in der die Datenbankdaten gespeichert sind.
Die Grenzen von SQLite sind bei der Nebenläufigkeit (nur ein Prozess kann auf die Datenbank zugreifen) und bei der Rechteverwaltung (es gelten die Rechte des Dateisystems). Für große Systeme ist SQLite also ungeeignet. Um aber einfach ein paar Daten abzulegen, genügt es völlig. Der SQL-92-Standard wird sonst fast komplett unterstützt, auch „advanced“ Features wie Subqueries, Views, Trigger etc.
Angelegt wird eine SQLite-Datei am besten über die Kommandozeile:
sqlite3 db.sqlite
Der Dateiname ist dabei, genau wie die Endung, egal.
Anschließend können ganz normale SQL-Queries abgesetzt werden.
Nehmen wir an, wir erstellen eine Tabelle ‘test’ mit einem ‘name’-Feld:
sqlite> CREATE TABLE test (name varchar(255));
sqlite> INSERT INTO test VALUES ('My Name');
Nun haben wir die Volksabstimmung über Stuttgart 21 also hinter uns. Und, oh Wunder, die Mehrheit ist für das Projekt. Eine Mehrheit, die ich schon immer gefühlt habe, deren Existenz aber von den allwöchentlich die Stadt lautstark lahmlegenden Wutbürgern und der Presse stets angezweifelt wurde. Die rechtlich fragwürdige Volksabstimmung hat nun aber gezeigt: den Protestlern fehlt nicht nur landesweit, sondern auch in der Hauptstadt selbst die Mehrheit, für die sie ihrer Meinung nach immer sprachenschrien.
Ich unterstelle der grünen Regierung, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Eine Mehrheit gegen das Projekt wäre in rechtlichen Scherereien resultiert, eine Mehrheit dagegen ohne das 33%-Quorum hätte überhaupt nichts verändert. Jetzt ist den Gegnern der Wind in Form von Unterstützung aus dem Volk aus den Segeln genommen und es besteht die Chance auf Frieden in Stuttgart.
Und Baden-Württemberg hat eine erfolgreiche Volksabstimmung durchgeführt, was jetzt von allen Seiten als Erfolg gewertet wird, selbst von der CDU. Ich sehe direkte Demokratie zwar immer noch kritisch, siehe Schweiz, aber bin auch selbst etwas davon beeindruckt, dass die Gegner trotz lautem Auftreten und besserer Plakatkampagne keine Mehrheit sammeln konnten, sondern die Leute offenbar wirklich in der Sachfrage abstimmten.
Zumindest hoffe ich das. Leider wird das Thema von der Presse gerne überpolitisiert – so wurde gestern die „Wahlparty“ der Befürworter gezeigt, ausgerichtet von der CDU. Natürlich könnte die Mehrheit den CDU-Wählern der letzten Landtagswahl entsprechen (welche, obwohl in der Opposition, nach wie vor die stärkste Fraktion bildet). Allerdings ist dieses Bild falsch: ich kenne viele, die nie im Leben CDU wählen würden, und trotzdem gestern mit „Nein“ (also FÜR das Projekt) stimmten – weil das Projekt nichts mit einer politischen Gesinnung zu tun hat.
Nun kann die Bahn also endlich weiterbauen, und die Regierung kann die Baustelle endlich guten Gewissens beschützen. Dass es bei einer grünen Regierung zu einer Eskalation wie letzten Herbst kommt, ist hoffentlich unwahrscheinlich. Ohnehin hoffe ich, dass dem Protest nun neben der Legitimation auch bald die Masse fehlt. Sicher werden einige Gegner nie Ruhe geben, und ich bin mir sicher, dass auch die Eröffnung des neuen Bahnhofs noch von Protesten begleitet werden wird. Aber das Volk hat, wie es so schön heißt, gesprochen.
Bleibt die Kostenfrage. Das Projekt wird natürlich teurer werden. Jedes Bauprojekt wird am Ende teurer, als ursprünglich geplant. Aber das Projekt ist es wert. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.
Wer immer noch Zweifel am Sinn hat – hier lang.