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Jahresarchiv: 2008

Weiße Weihnachten

WebcamNachdem ich in Ulm schon den ganzen Dezember in den Genuss von Schnee gekommen bin, geht es nun mit weißen Weihnachten weiter – freilich nicht in Deutschland, welches ich heute bei +3°C und leichtem Nieselregen verlasse, sondern in der Schweiz.

In diesem Sinne: Schöne Weihnachten!

Feeds in OS X

Safari, Standard unter OS X, ist ein eher mittelmäßiger Browser. Tatsächlich nutze ich ihn nur aufgrund seiner Geschwindigkeit und der Integration in das System (Stichwort Schlüsselbund). Was in Safari gar nicht schön gelöst ist, sind Feeds.
Eigentlich möchte ich durch Feeds nur benachrichtigt werden, wenn in einem abonnierten Blog ein Beitrag geschrieben wurde – lesen möchte ich den Beitrag dann aber auf dem Blog selbst.
Da das in Safari nicht so ohne weiteres möglich ist, machte ich mich schon vor einiger Zeit auf die Suche nach einem guten Feedreader für OS X. Dabei dominieren zwei Namen: NetNewsWire und Vienna.
NetNewsWire hatte mir nie so richtig zugesagt (ich glaube auch, mich zu erinnern, dass das Programm nur in Englisch vorlag), Vienna dagegen lies sich so konfigurieren, dass es meine Erwartungen fast erfüllte. Durch einen integrierten Browser lassen sich Beiträge direkt auf der Website lesen. Abgerundet wird das Programm mit einem Symbol in der Menüleiste und Growl-Unterstützung (das sind die kleinen Benachrichtigungen, die man von Adium kennt). So weit so gut.
Zwei Nachteile kristallisierten sich bei längeren Benutzung von Vienna aber heraus: Erstens wird der Reader immer langsamer, je mehr Beiträge er enthält, und zweitens lassen sich die Feeds nicht mit einem Online- oder Handy-Reader synchronisieren.
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Daher habe ich nun beschlossen, einen weiteren Teil meines Selbst an die Google Inc. zu verkaufen und von nun an den Google Reader zu benutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ich brauche kein extra Programm, sondern lese die Feeds dort, wo sie eigentlich hingehören (im Browser), außerdem kann ich auf die Feeds auch von einem fremden PC oder vom Handy aus zugreifen und habe sie immer synchron. Und dank dem kleinen Tool Reader Notifier lassen sich neue Beiträge direkt in der OS-X-Menüleiste anzeigen. Growl-Unterstützung ist ebenfalls an Bord, sogar bessere als bei Vienna. Und obendrein lassen sich Beiträge direkt öffnen, ganz ohne den Umweg über den eigentlichen Google Reader.
Ich bin zufrieden. :)

Briefmarken zum Selbstdrucken

Edit: Der hier getestete Dienst wurde mittlerweile eingestellt. Online-Briefmarken gibt es nun beim neuen Post-Dienst „Internetmarke“.

Neulich musste ich einige Dokumente verschicken – auf analogem Wege, da gedruckte Originale verlangt waren. Der Haken am etablierten Prepaid-System (Briefmarken…) ist, dass es eher auf Power-User ausgelegt ist. Es lohnt sich für mich aber nicht, Briefmarken zuhause zu haben, da ich nicht so oft etwas verschicke und wenn, dann meist nicht zum Standardpreis von 55 Cent. Die Alternative wäre ein Briefmarken-Automat oder der Postschalter. Beides nicht ideal.
Tatsächlich bietet die Post aber auch einen Online-Frankierdienst an, der auf den klingenden Namen Stampit Web hört. Genau das richtige für mich, dachte ich mir, und habe mich gleich mal angemeldet.
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Doch schon beim ersten Anmelden auf der Post-Webseite macht sich Ernüchterung breit. Unterstützt wird nur Windows bis XP (32 Bit) und OS X 10.4 mit den Browsern Internet-Explorer ab 5.5 oder Firefox “1.5 oder höher”. Ein klassischer Fall von Unfähigkeit, sich dem Medium Internet anzupassen. Nicht nur, dass der Nutzerkreis von vornherein beschränkt wird indem (veraltete) Betriebssysteme und Browser vorausgesetzt werden, nein. Hier wird nicht getestet, ob die verwendete Umgebung in der Lage wäre, den Webdienst zu nutzen, es wird einfach behauptet, dass es NUR in den genannten Umgebungen nutzbar ist. Da es keinen “egal, trotzdem fortfahren”-Link gibt, bleibt nur der Griff zu Firefox. Immerhin scheint das Betriebssystem nicht wirklich überprüft zu werden, unter OS X 10.5 gab es dann mit Firefox 3.0.4 nämlich keine Probleme mehr. Das lässt darauf hoffen, dass es auch unter Vista und Linux funktioniert, wenn man Firefox einsetzt.

Zehn Jahre zurück
Nach dem Login geht es allerdings munter weiter mit der Bevormundung des Nutzers – als erstes wird ein neues Fenster geöffnet, in dem die eigentliche Webseite dann läuft (sonst würde der Nutzer ja die Hauptseite der Post verlassen, was wirklich sehr schade wäre). Man fühlt sich fast um zehn Jahre zurückversetzt. Außerdem wird man noch darauf hingewiesen, dass unbedingt der Original Adobe Acrobat Reader installiert sein muss. Im Übrigen wird man nach spätestens zehn Minuten ausgeloggt – etwas übertrieben meiner Meinung nach, schließlich handelt es sich nicht um Onlinebanking.

Formular
Das Formular, mit dem dann die Onlinebriefmarke erstellt wird, erscheint dagegen aufgeräumt und funktional auf einer einzigen Seite – entwickelt in Kooperation mit Adobe. Die Empfängeradresse kann dabei auf Wunsch verifiziert werden, außerdem kann über Angaben zu Maßen und Gewicht der Sendung das Porto automatisch berechnet werden. Zusätzlich verlangt das Formular das Absendedatum, hier muss man sich also festlegen. Außerdem muss hier schon das Druckmedium gewählt werden, zur Auswahl stehen mehrere Briefumschlagsformate, einige Etiketten bekannter Hersteller sowie ein A4-Einlegeblatt für Fensterumschläge. Bei Etikettenbögen kann ausgewählt werden, welches Etikett bedruckt werden soll.

Druckprobleme
Weiter geht es dann mit einer Druckvorschau, die gleich testweise gedruckt werden kann. Genau wie auch beim “richtigen” Druck läuft das über eine dynamisch erzeugte PDF-Datei, die im Acrobat Reader geöffnet werden muss (mit Vorschau.app geht es tatsächlich nicht). Der empfängt gleich mit der Frage, ob man dem Dokument erlauben möchte, mit dem Post-Server Verbindung aufzunehmen, wo dann die Druckberechtigung verifiziert wird. Gleich im Anschluss öffnet sich ein Java-Fenster, in dem man den Drucker auswählen muss. Dieses ist sehr schlampig umgesetzt, so werden die internen Bezeichnungen für die Drucker verwendet und nicht die systemweit verwendeten, anpassbaren Bezeichnungen. Man muss also genau wissen, wie der Drucker heißt. Doch selbst dann kann es zu Problemen bei der eindeutigen Identifizierung kommen, wenn ein Drucker mehrfach installiert ist (z.B. für eine Kabel- und eine WLAN-Verbindung). Hat man den richtigen Drucker gefunden, wird sofort gedruckt, den Druck-Dialog des Acrobat Readers bekommt man nie zu Gesicht. Interessanterweise wird das Druckergebnis jedoch trotzdem von diesem beeinflusst, offenbar werden immer die zuletzt verwendeten Druckeinstellungen des Acrobat Readers verwendet. Dadurch kann es beim Druck auf Etiketten vorkommen, dass man mehrere Probedrucke verpulvert – selbst bei den “offiziellen” Etiketten: Nach der Anmeldung bei Stampit bekommt man einen großen Umschlag von der Post, der neben Rücksendeumschlägen für falsche Frankierungen auch drei unterschiedliche Herma-Etikettenbögen enthält, die laut Aufschrift alle drei für Stampit geeignet sind. Leider taucht aber nur einer der Bögen in der Auswahlliste für das Druckmedium auf, und selbst als ich das richtige gewählt und in den Drucker eingelegt habe, wurde die Onlinebriefmarke, die übrigens aus einem 2D-Code, dem Post-Logo und Absender- und Empfängeradresse besteht, falsch gedruckt – über vier Etiketten hinweg. Es mag sein, dass das auch an meinem HP-Drucker lag. Erst als ich auf gut Glück ein anderes Druckmedium ausgewählt hatte, landete der Druck auf einem einzelnen Etikett, und auch dann nicht genau in der Mitte. Bleibt also nur, auf ein normales DIN-A4-Blatt zu drucken und entweder einen Fensterumschlag zu verwenden oder die Marke auszuschneiden und von Hand auf den Umschlag zu kleben.
Beim Druck auf einem virtuellen PDF-Drucker wurde mit einer Fehlermeldung abgebrochen – damit gibt es keine Möglichkeit, die Onlinebriefmarke punktgenau in einem Dokument zu platzieren.

Portokasse
Als weiterer Negativpunkt ist zu erwähnen, dass bei Anschriften, die aus mehr als vier Zeilen inklusive Straße und Ort bestehen, die oberste Zeile “unter” das Post-Logo rutscht und nicht mehr richtig lesbar ist.
Bezahlt wird nicht “on demand”, sondern prepaid. Es gibt eine “Portokasse”, von der die gedruckten Marken abgebucht werden. Leider ist diese Portokasse nur per Lastschrifteinzug aufladbar. Hier wäre eine Zahlung per Kreditkarte wünschenswert, wie es auch sonst überall im Internet möglich ist – zumal es sich ja um sehr kleine Beträge handelt.
Bei der Benutzung von Stampit Web bekommt man das Gefühl nicht los, dass alles nur halbherzig umgesetzt wurde, damit der Nutzer möglichst schnell auf das kostenpflichtige Stampit Home oder Business umsteigt, das ein eigenständiges Desktop-Programm mit Integration in Microsoft Office beinhaltet.
Erwähnenswert ist außerdem noch, dass bei mit Stampit frankierten DHL-Paketen (nicht Post-Päckchen) das Port um einen Euro günstiger ausfällt.

Fazit
Alles in allem leidet der Onlinefrankierdienst an der Angst seitens der Post, dass die Marken gefälscht werden. Dabei ist das im Prinzip nicht möglich, da jeder generierte 2D-Code neben Wert und Empfängeradresse auch eine einmalige Nummer beinhaltet. Anhand dieser Nummer könnte gewährleistet werden, dass auch nur eine Sendung mit der gedruckten Marke verschickt wird. Die krampfhaften Versuche, das Drucken nur einmal zu ermöglichen, scheitern schon an einem einfachen Kopierer und enden bei Barrieren, die die meisten Nutzer wohl davon abbringen werden, Stampit weiter zu nutzen – dass es selbst mit den von der Post selbst als Willkommensgeschenk verschickten Etiketten nicht richtig funktioniert, ist wirklich peinlich, von der Festlegung auf bestimmte Betriebssysteme und Programme ganz zu schweigen.
Dabei könnte alles so einfach sein und funktionieren: die Bahn macht es mit ihrem Online-Ticket vor.

Obamerica

Nun wird also Barack Obama der Nachfolger von George W. Bush. Und damit nicht nur mächtigster Mann der Welt, sondern auch der Präsident eines Landes, das das “alte Europa” unter seinem Vorgänger hassen gelernt hat.
Als Bush sein Amt einnahm, war ich gerade 12. Damit war er, seit ich mich für Politik interessiere, immer US-Präsident – wodurch er das Bild, das ich noch immer von den USA habe, nachhaltig prägte. Das Bild der bösen Super-Weltmacht, die ihren Kapitalismus auf der ganzen Welt ausbreitet und aus lauter Habgier den Irak angegriffen hat. Bush wurde zum Symbol für alles Böse, was von Amerika ausgeht, seien das nun Soldaten, CO2-Emissionen, religiöser Fanatismus oder einfach pure Dummheit.
Jetzt ist Bush weg – aber mit ihm auch das miese Image, das sich hierzulande in viele Köpfe eingebrannt hat? Die hiesigen Medien arbeiten ja fleißig daran und haben hohe Erwartungen – es wird allgemein davon ausgegangen, dass Obama ein neuer Über-Präsident wird, der der ganzen Welt Frieden und Wohlstand bringen wird.

Leider wird es dazu aber nicht kommen. Sicher ist Mr. Obama ein fähiger Politiker, und ich bin wirklich gespannt auf seine Politik. Aber ob er seinem Volk Dinge wie Toleranz, Umweltbewusstsein und soziale Gerechtigkeit beibringen kann, ist zu bezweifeln. Im Übrigen ist Obama nach wie vor für den Afghanistaneinsatz, für die Todesstrafe und sieht sich als gläubigen Christen.

Java, die alte Zicke

Im Rahmen meines Studiums beschäftige ich mich nun mit der Programmiersprache Java. Das Tolle an Java ist, dass darin geschriebene Programme plattformunabhängig sind und daher theoretisch auf einem Mac genauso wie auf einem Windows- oder Linux-PC, einem Handy oder einem Toaster laufen.
Wer bei Java gleich an JavaScript, AJAX und Web 2.0 denkt (so wie ich bis vor kurzem), wird allerdings herb enttäuscht. Das, was ich zur Zeit mit Java mache, erinnert mich eher an den unsäglichen C-Kurs, in dem ich während meiner Schulzeit Spaß hatte (zwar nicht mit C, aber das tut hier nichts zur Sache…). Also 80er-Jahre-Kommandozeilenprogrämmchen, nichts mit grafischer Oberfläche oder so.
Das Ganze würde auch einigermaßen Spaß machen, wenn – ja wenn Java nicht so eine unsägliche Zicke wäre. Zwar muss ich mich im Gegensatz zu C nicht um Speicherverwaltung kümmern, im Gegensatz zu PHP allerdings um ziemlich viel. Zur Erinnerung: PHP ist eine wahrhaft geniale Skriptsprache, die auf UNIX-basierten Webservern zum Einsatz kommt und zum Beispiel auch dieses Blog steuert. Eine Sprache, die ich sogar relativ gut kann. Und eine Sprache, die ziemlich intelligent ist. So interessiert es PHP nicht, ob eine Variable vom Typ Float, Integer oder String ist – bei Bedarf wird sie einfach umkonvertiert. Ich kann also 3.5-2.5 rechnen und erhalte 1, was wiederum dem boolschen Wert true entspricht. PHP ist es auch völlig egal, ob man and oder && schreibt.
Java ist da ganz anders: Variablen werden bitteschön mit dem richtigen Typ deklariert und initialisiert, und auch alles andere muss genau nach Vorgabe geschrieben sein. and geht gar nicht, und den Datentyp String schreibt man bitte groß. int muss aber klein sein. Liegt daran, dass String eigentlich eine Klasse ist. Egal. Trotzdem.
Alte Zicke.

Zivildienst beim Menüdienst

Letzten Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag als Zivildienstleistender. Zeit, endlich mal zu bloggen, was ich eigentlich die neun Monate gemacht habe.

Meine Dienststelle war der “Menüdienst”, also die Einrichtung, die Essen auf Rädern bereitstellt. Da denkt man gleich an den typischen Zivi-Job, nämlich Essen auszufahren. Jedoch war ich “Büro-Zivi” und als solcher ziemlich selten draußen unterwegs. Tatsächlich war es ein typischer Bürojob, wie man sich das z.B. bei Beamten vorstellt. Morgens um viertel vor Acht gehts los, um 15 Uhr ist man fertig. Und das von Montag bis Freitag. Langweilig? Nein, überhaupt nicht. In der Tat kann ich mir sehr gut vorstellen, auch später in dieser Form zu arbeiten. Das Schöne daran ist nämlich: man hat pünktlich Feierabend, und den kann man frei gestalten, ohne einen Gedanken an den Job zu verschwenden.
Außerdem hatte ich das Glück, wirklich sehr nette Kollegen zu haben, mit denen es immer viel zu Lachen gab.
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Zu meinen Aufgaben gehörte sehr viel Büroarbeit. Leider war die Essensverwaltungssoftware ein graues Windows-Programm, das locker 10 Jahre alt ist. Dementsprechend funktioniert es nur selten richtig, ist überhaupt nicht intuitiv zu bedienen und hat auch kein einheitliches Interface. Eine Qual. Im krassen Gegensatz dazu stand MS Office 07, das ich nach anfänglicher Skepsis kennen und schätzen gelernt habe (!).
Außerdem durfte ich sehr viel telefonieren – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass ich nun kein Problem mehr damit habe, irgendwo anzurufen und zu diskutieren (Telekom-Hotline-Mitarbeiter, nehmt euch in Acht!).
Angenehm war, dass ich eine ziemlich gute Position im Team hatte und volles Mitspracherecht hatte oder auch Dinge nach meinem Geschmack ändern (lassen) konnte. Diese Tatsache wurde noch dadurch verschärft, dass meine Arbeitsstelle ein gemeinnütziger Verein ist und daher immer wieder Besuch von netten Menschen bekommt, die man normal eher vom Bahnhof kennt und die gerne ihre Sozialstunden bei uns ableisten wollen. Diesen armen Socken musste ich dann Tag für Tag sagen, was sie putzen sollten. Das war eine schöne Gelegenheit, zu lernen, wie man Anweisungen gibt – das ist nämlich gar nicht so einfach, wenn man es mal ernsthaft muss. Vor allem, wenn die Anzuweisenden kaum Deutsch können und auch keine Lust haben, etwas zu tun.
Neben den Büroarbeiten musste ich auch manchmal Essen in den Ofen schieben oder in Wärmeboxen packen, den Fahrern den Weg zu einem Kunden erklären oder auch mal bei Metro einkaufen gehen. Auch ein ca. 30-minütiger Besuch im Kühlhaus war zweimal die Woche obligatorisch, und gegen Ende meiner Dienstzeit bin ich auch des Öfteren selbst ins Auto gestiegen und habe zwei bis drei Stunden am Tag Essen an alte Menschen verteilt.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden, die neun Monate vergingen wie im Fluge und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Dazu kamen meine lieben Kollegen, mit denen es immer sehr lustig war und die ich auch vermissen werde, und die Möglichkeit, auch in Zukunft am Wochenende als Aushilftskraft dort zu arbeiten und ein paar Euro nebenbei zu verdienen.

Nun gehts direkt weiter mit meinem Studium der Medieninformatik in Ulm. Yippie!

Mallorca

War irgendwie klar, dass ich keine ganze Woche Offline durchhalte. Hier also eine Meldung von mir, wie ich gerade unter Palmen am Hotelpool auf Mallorca liege.
Mein erster “richtiger” Urlaub (mit Meer etc.) seit 11 Jahren – und das auch noch geschenkt. Übrigens bin ich durchaus positiv überrascht: das Hotel ist wirklich ordentlich (4 Sterne), keine Mogelpackung also, wie man das bei einem Gewinnspiel erwarten könnte. All inclusive wäre zwar noch besser, aber man kann ja nicht alles haben und Sonne, Strand und Meer machen das locker wett.
Da erträgt man auch das täglich genau gleiche Animationsprogramm und die aus 5 Titeln bestehende Musikplaylist gerne.
Jetzt steht noch ein Ausflug mit dem Fahrrad an (übrigens finde ich es diskriminierend, dass Autovermietungen immer ein Mindestalter von 21 Jahren verlangen), um noch etwas mehr von der Insel zu sehen; außerdem eine Besichtigung von Palma vor dem Rückflug. Das war dann auch schon mein Jahresurlaub, danach steht noch der Endspurt als Zivi an und dann gehts endlich ans Studieren.
Soweit der Bericht von der Urlaubsfront, sonnige Grüße (auch an meinen Mobilfunkprovider…) an alle, die bei herbstlichen Temperaturen auf dem deutschen Festland sitzen.

August

Der August war für mich ein stressiger, arbeitsreicher, aber auch ein kurzweiliger und richtungsweisender Monat.
Zum einen bin ich nun komplett umgezogen. Das neue Zuhause ist in fast allen Aspekten eine Verbesserung gegenüber der alten Wohnung. Einziger Haken: sie ist weit weg von der Zivilisation, direkt neben dem Flughafen.
Gearbeitet habe ich auch viel in diesem Monat, zuletzt 12 Tage am Stück, gefolgt von noch einem Umzug (im hohen Norden) und jetzt weiteren vier Tagen Arbeit. Da freut man sich doch mal auf ein freies Wochenende.
Immerhin macht die Arbeit Spaß und fordert. Mehr dazu wird noch folgen… spätestens bis Oktober.
Dann nämlich ist meine Zivizeit vorbei und ich beginne frisch motiviert mit meinem Studium der Medieninformatik in Ulm.
Nächsten Monat gilt es dann, die neue Wohnung komplett einzurichten; möglicherweise noch eine Wohnung bzw. Unterkunft in Ulm zu finden und zu beziehen; herauszufinden, wie das eigentlich alles funktioniert mit so einem Studium und nicht zuletzt, in Urlaub zu fliegen.

Eintausend

Ich bin zur Zeit kaum online – der Grund ist mein aktueller Umzug. Heute schließlich war der Telekom-Techniker in der neuen Wohnung. Fünf Minuten und alles funktioniert. Jetzt sitze ich erschöpft auf dem Balkon (auf dem man, im Gegensatz zum alten, die übelste Aussicht hat) und “genieße” mein Internet.

Ja, DSL 1000. Das ist schon bitter, vor allem wenn man bedenkt, dass mein erster Internetanschluss bereits doppelt so schnell war. Ich kann nur hoffen, dass VDSL bald kommt (versprochen wurde es mir ja).
Ich habe schon ganz vergessen, wie es sich anfühlt, wenn man einer Internetseite dabei zusieht, wie sie sich aufbaut. Zu YouTube habe ich mich noch nicht gewagt.

Auf den Punkt

[…] Auch das neue iPhone hat einen fest eingebauten, nur vom Service wechselbaren Akku und keinen Slot für Speicherkarten. Es kennt kein MMS und seine Kamera nimmt keine Videos auf. Videofonieren über UMTS – Fehlanzeige. Über Bluetooth spricht das iPhone nur gewöhnliche Headsets an, sonst nichts. Kein Stereo-Kopfhörer, kein Datenaustausch, keine Nutzung als Funkmodem am Notebook. Der Webbrowser beherrscht weder Flash noch Java. […]

Die c’t bringt es in ihrer aktuellen Ausgabe 16/08 mal wieder auf den Punkt. Plötzlich verliert das neue iPhone einiges an Glanz und man kann den Hype sehr viel nüchterner betrachten.
Klar war es nie einfacher, mobil zu surfen, und das Multitouch-Display ist auch was hübsches. Aber die genannten Punkte, zusammen mit den nach wie vor völlig überteuerten T-Mobile-Tarifen sind dann doch das Killerargument gegen das Über-Handy aus Cupertino. Schade, dass beim iPhone nicht die gleiche Professionalität an den Tag gelegt wurde wie bei den Macs. Symbian/Nokia hat es da einfach mehr drauf. Noch.