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Keynote-Bilanz

Gestern war wieder einmal der wichtigste Tag des Jahres für Apple: Dienstag MacWorld-Keynote von Steve Jobs mit neuen Produktvorstellunen. Das […]

Steve Jobs mit MacBook AirGestern war wieder einmal der wichtigste Tag des Jahres für Apple: Dienstag MacWorld-Keynote von Steve Jobs mit neuen Produktvorstellunen. Das Event, wo letztes Jahr das iPhone auf die Menschheit losgelassen wurde.

Und da das hier sowieso immer mehr zum Apple-Blog verkommt, hier meine persönliche Bilanz der gestrigen Keynote, die übrigens wie immer bei Apple angeschaut werden kann.

Vier Dinge hatte Steve Jobs für uns.

1.: Time Capsule. Eigentlich nur eine AirportExtreme-Basisstation mit integrierter Festplatte und dunklem Apfel. Hauptzweck neben den Router-Funktionen: TimeMachine-Backups von bis zu fünf Macs – kabellos. Also das, was Leopard allen Besitzern einer normalen Extreme-Basisstation zunächst versprochen hatte. Leider funktionierte es dann aber doch nicht und so ist meine MacBook-Festplatte noch immer ohne TimeMachine-Backup. Interessant bleibt hier, ob doch irgendwann ein Update kommt, dass solche Backups auch auf der „normalen“ Airport Extreme ermöglicht – sonst bleibt nur sparen, die 1TB-Variante der Zeitkapsel kostet nämlich stolze 499 €.

2.: iPhone- und iPod-Touch-Updates. Der „Home Screen“ kann nun angepasst werden, außerdem kann Google Maps nun die Position lokalisieren, obwohl kein GPS eingebaut ist. Interessant daran ist, dass der Telekom-Mensch bei der iPhone-Einführung schon davon überzeugt war, dass das iPhone das damals schon konnte… wohl ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum, sowas soll ja vorkommen. Fazit: Hübsche Sache, das iPhone wird also schön gepflegt. Bitter dabei: das Update für den Touch kostet, während das für das iPhone kostenlos ist.

3.: Neues AppleTV und Filmverleih bei iTunes. Letzteres ist einigermaßen revolutionär: Momentan zwar nur in den USA verfügbar, aber soll noch in diesem Jahr auch international möglich sein.
Dies könnte die Art, wie wir Filme schauen, revolutionieren: Anstatt DVDs oder überteuerte BluRayDiscs zu kaufen, mieten wir uns den Film, den wir anschauen können, einfach kurz über iTunes. Natürlich in HD. Hoffentlich auch bald hierzulande.

4.: Das MacBook Air. Komischer Name (mir hätte MacBook nano ja besser gefallen…), geiles Design. Apple hat also die Erwartungen erfüllt und das dünnste Notebook der Welt auf den Markt gebracht. 13-Zoll-Monitor, 0,4-1,9 cm dick und ohne optisches Laufwerk. Das Trackpad hat dabei neue Multitouch-Gesten gelernt, die hoffentlich bald per Firmware-Update auch für die „alten“ MacBooks möglich werden (unwahrscheinlich).
Von der Zielgruppe ist das MacBook Air klar von den beiden anderen MacBooks abzugrenzen: Es ist definitiv kein Desktop-Ersatz, das MacBook ist und bleibt vielseitiger als das neue Air. Hat man zuhause jedoch einen iMac, ist des MacBook Air perfekt als Zusatz für Unterwegs. Teuer ist es übrigens auch.

Das ist also zusammen mit dem neuen Mac Pro von letzter Woche das Ergebnis der ersten beiden Wochen 2008 für Apple. „50 more to go“, sagt Steve. Wir können gespannt sein.

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