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Ikea: Außergewohnlicher Dienstag – Überlebensstrategie

Gestern war bei Ikea „außergewohnlicher Dienstag“, an dem jede Woche ein bestimmtes Produkt extrem günstig verhökert wird. Gestern gab es […]

Gestern war bei Ikea „außergewohnlicher Dienstag“, an dem jede Woche ein bestimmtes Produkt extrem günstig verhökert wird. Gestern gab es das Bettsofa Klamby für 59 Euro. Und da meine Freundin das haben wollte und ich Zeit hatte, machte ich mich gegen halb 10 auf zu Ikea. Kein Problem, dachte ich mir, du gehst da rein, suchst das Teil und legst dich mal zum Testen drauf. Ist es einigermaßen bequem, guckst du wo es steht, lädst es auf und gehst zur Kasse.
Am Eingang war auch gleich ein Plakat, auf dem stand, dass das Sofa in der Möbel-SB-Halle bereitsteht. Vor mir standen ca. 30 andere Leute, die gemächlich die Ausstellungsflächen betraten, als eine Ikea-Verkäuferin die Türen öffnete. Ich ging also durch die Ausstellung durch und kam nach ca. 5 Minuten in der SB-Halle an – diese war gefüllt mit ca. 100 Leuten und etwa genauso vielen leeren Wägen. Weiter vorne konnte ich ein Ausstellungsstück des Sofas sehen, umringt von einigen leeren Euro-Paletten. Ich weiß nicht, wie die Leute alle so schnell hierher gekommen sind, aber offenbar war ich nicht der einzige, der das Sofa kaufen wollte – und die erste Ladung war schon weg. Irgendwie schaffte ich es dann, mich mit dem Wagen bis zu dem Ausstellungsstück durchzuschlagen, das bereits ziemlich mitgenommen aussah. Jedoch schien es recht bequem zu sein, und ich beschloss, es auf jeden Fall zu kaufen, wenn es noch eines gibt.
Gab es auch. Allerdings am Ende eines Ganges, in dem mindestens 300 Leute standen. Ich lies meinen Wagen zurück, da die Sofas direkt aus dem LKW auf Wägen geladen und direkt den Kunden gegeben wurden, und stellte mich an. Spontan wurde ich an Szenen der iPhone-Einführung erinnert. Erstaunlich, mit welchen Tricks die Leute versuchen, ein Schnäppchen zu machen – der Klassiker war wohl »Ich habe schon eines, ich will hier nur raus«, oft gehört auch »Ich möchte nur zu meiner Frau da vorne…«. Zwar war es nicht ganz so schlimm, wie bei der berühmten Media-Markt-Eröffnung (Video), aber Ausdauer und Ellenbogen brauchte man schon.
Hatte ich auch. Nach nur 30 Minuten Anstehen hatte ich das Sofa, und da ich – im Gegensatz zu vielen anderen – ein genügend großes Auto dabeihatte, musste ich auch nicht nochmal beim Transportservice anstehen.
Die Qualität ist übrigens wirklich in Ordnung, und für den Preis sehr gut. (Gibt es überhaupt irgendwo Bettsofas für unter 60 Euro?)
Folgende Punkte gilt es jedoch für Interessenten des außergewohnlichen Dienstags zu beachten:

Nächsten Dienstag gibt es eine Kommode. Dann allerdings ohne mich.

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