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Europawahl 2009

Am 7. Juni 2009 findet in der EU die Wahl zum europäischen Parlament statt. Leider ist diese Wahl recht unbekannt […]

Am 7. Juni 2009 findet in der EU die Wahl zum europäischen Parlament statt. Leider ist diese Wahl recht unbekannt und findet nur wenig Beachtung, insbesondere bei jüngeren Menschen. Doch gerade diese sollten unbedingt zur Wahl gehen, sonst ändert sich ja nie etwas.

Europawahl? Lohnt es sich überhaupt, dort hinzugehen?

Natürlich! Das europäische Parlament ist die europäische Entsprechung des Bundestages. Hier werden Gesetze und Richtlinien verabschiedet, die für die europäischen Länder verbindlich sind. Daher sollen seine Mitglieder auch von allen europäischen Bürgern gewählt werden.

Und wen soll man dort wählen?

Zur Wahl stehen in Deutschland die üblichen Parteien: SPD, CDU, Grüne, Linke, FDP, aber auch unbekanntere Parteien wie die Violetten, die Piraten oder die Partei FBI. Und natürlich wollen auch die alten, braunen Bekannten vom rechten Rand mitmischen.
Insgesamt werden sage und schreibe 32 Parteien auf dem Wahlzettel stehen.
wahlomat_europawahl09Da kann die Entscheidung natürlich schwer fallen, daher gibt es wie bei jeder Wahl wieder den „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich empfehle jedem, die dortigen Fragen einmal durchzugehen, dabei können wirklich interessante und überraschende Ergebnisse herauskommen. Nach der Bewertung von 38 politischen Standpunkten können bestimmte Themen, die einem besonders wichtig sind, doppelt gewichtet werden. Schließlich können acht Parteien ausgewählt werden, mit denen man seine Standpunkte vergleichen lassen möchte. Hier empfiehlt es sich, per Zurück-Button des Browsers möglichst alle Parteien einmal durchzuprobieren, gerade von den kleinen unbekannten Parteien kann man teilweise sehr überraschende Ergebnisse erhalten. Drei Parteien haben sich leider geweigert, beim Wahl-O-Mat teilzunehmen, aber das spricht dann wohl auch für sich. Wer so rückständig ist und sich dem Internet derartig verweigert, hat es sicher nicht verdient, gewählt zu werden.

Natürlich ist das Ergebnis des Wahl-O-Mat nicht als Wahlempfehlung zu verstehen, sondern eher als Anregung. So hatte ich eigentlich für mich schon entschieden, welcher Partei ich am 7. Juni meine Stimme geben werde, und wurde nun durch den Wahl-O-Mat auf zwei weitere Parteien aufmerksam, die sogar noch näher an meinen Standpunkten liegen als die Partei, die ich eigentlich wählen wollte. Ich werde es mir auf jeden Fall nochmal überlegen.

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