Monatsarchiv: Juli 2009
[singlepic id=115 w=320 h=240 float=right]Im zweiten Teil meiner kleinen Serie werde ich mich um die (mitgelieferte) Software des iPhone 3GS kümmern, also iPhone OS 3.0.
- Das Gerät
- Die Software
- Der App-Store
- Fazit
Die Software ist die große Stärke von Apple. OS X ist das stärkste Argument, sich einen Mac zu kaufen. Und so verspricht es auch das iPhone: die Hardware auf das nötigste reduziert, die große Stärke ist das iPhone OS.
Touch it
Das iPhone OS ist speziell für Touchscreens entwickelt worden, und das merkt man. Im Gegensatz zu Konkurrenzgeräten, wo z.B. bei Nokia einfach Symbian genommen und hinter einen Touchscreen geknallt wurde, ist das iPhone OS perfekt für die Bedienung mit den Fingern geeignet.
Dabei reagiert es Apple-typisch wie auch OS X viel direkter als man das gewohnt ist, beim Scrollen mit dem Finger besteht null Verzögerung.
Und dann gibt es natürlich Multi-Touch, was insbesondere in Safari sehr nützlich ist, da damit sehr einfach und intuitiv gezoomt werden kann.
Fehleingaben werden dabei auch gut als solche erkannt, der Touchscreen reagiert tatsächlich nur, wenn man mit den Fingern ankommt, ein versehentliches “darüberwischen” mit dem Handballen wird richtigerweise ignoriert.
Die Tastatur ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gut bedienbar. Wer besonders dicke Finger hat, muss vielleicht etwas öfters in den Widescreen-Modus ausweichen, wo die Tasten gut doppelt so groß werden, normalerweise reichen aber die normalen. Super finde ich, dass Sonderzeichen sehr einfach erreichbar sind, auch unbekannte (aber unter typografischen Gesichtspunkten sehr wichtige) wie …, – oder ».
Nett ist die kontextsensitive Darstellung der Tastatur. Im Browser gibt es zum Beispiel einen TLD-Button, der direkt .com, .org oder .de schreibt. Im E-Mail-Adressfeld werden Sonderzeichen, die in E-Mail-Adressen gar nicht vorgesehen sind, direkt gar nicht erst angezeigt. Super!
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Standby
Per Standby-Taste wird das iPhone gesperrt, entsperrt wird es durch eine beliebige Taste (also Home-Button oder Standby-Taste) und eine anschließende Fingerbewegung. Die Uhrzeit wird auch ohne die Fingerbewegung angezeigt. Nach einigen Sekunden ohne Eingabe springt das iPhone automatisch wieder in den Standby-Modus.
Einstellungsmöglichkeiten
Apple-typisch gibt es sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten. Themes etc. gibt es nicht, nicht einmal Hinweistöne können geändert werden – lediglich Klingelton, SMS-Ton und der Weckton lassen sich einstellen. Jedoch ist die Wahl durchweg gut, der E-Mail-Ton ist zum Beispiel der gleiche wie am Mac. Klingelton habe ich noch den Voreingestellten, der ist ganz gut anhörbar und ich habe mich noch nicht mit der Klingelton-erstellen-oder-über-iTunes-kaufen-Thematik befasst. Keine MP3s als Klingelton? Who cares? Ich mag schlichte Klingeltöne, die auch klar als solche erkennbar sind.
[singlepic id=118 w=320 h=240 float=right]Genauso ist es mit Themes. Es gibt für mich keine Veranlassung, da etwas ändern zu wollen, es ist alles schon schlicht genug und sieht dabei schick aus. Sicher mag das manchen missfallen. Mir nicht.
Etwas seltsam finde ich, dass ausgerechnet der Flugmodus (kein WLAN und kein Handynetz) ganz oben in den Einstellungen ist – wann braucht man den schon? Besser fände ich da häufig benötigte Einstellungen, wie zum Beispiel Tethering. Dieses funktioniert übrigens ziemlich gut, wenn der Provider es zulässt.
Die übrigen Einstellungsmöglichkeiten sind in Ordnung. Alles was man einstellen können muss, kann man auch einstellen.
Safari
Die wohl wichtigste Anwendung: der Internetbrowser. Positiv fällt auf, dass Seiten sehr schnell laden (wie am Desktop, eine schnelle Verbindung vorausgesetzt) und auch genauso aussehen. Java funktioniert ebenfalls wunderbar, Lesezeichen und Tabs wurden auch schön umgesetzt.
Negativ fällt auf, dass Flash fehlt. YouTube-Videos lassen sich zwar mit der mitgelieferten App angucken, aber andere Flash-Inhalte fehlen. Einen Werbeblocker gibt es auch nicht, da keine Plugin-Schnittstelle zur Verfügung steht.
Schade ist außerdem, dass zwar Lesezeichen vom Desktop-Safari synchronisiert werden, aber keine gespeicherten Passwörter. Das ist absolut unverständlich und unverzeihlich.
iPod
Zuerst sei die verwirrende Namensgebung angesprochen. Ich bin es vom Mac gewohnt, dass iTunes Musik spielt. iTunes auf dem iPhone kann aber nur Musik kaufen. Musik spielt die App “iPod”.
Die Navigation darin finde ich etwas kompliziert, wüsste aber auch keine bessere Lösung. Im Quer-Modus gibt es Cover Flow. Wie beim iPod kann man aber nicht einstellen, wonach dieses Cover Flow sortiert ist. Was genau, konnte ich noch nicht rausfinden, aber es ist jedenfalls nicht “Alben nach Jahr”, meine favorisierte iTunes-Einstellung, die Alben chronologisch nach Interpreten ordnet.
Unverständlich ist außerdem, warum Webradio nicht funktioniert. Die entsprechende Wiedergabeliste aus iTunes wurde einfach nicht mit synchronisiert.
Mail
Der Mailclient ist funktional, hat aber auch ein paar Schwachpunkte. So kann keine Absenderadresse angegeben werden – selbst wenn in Mail am Mac mehrere angegeben wurden und die Einstellungen rübersynchronisiert wurden. Sehr ärgerlich!
Unverzeihbar ist auch, dass keine Form von Verschlüsselung möglich ist, nicht einmal S/MIME wie am Mac. Außerdem beherrscht das Programm zwar scheinbar “echtes” Push, jedoch funktioniert das mit Google Mail nicht. Es fragt alle paar Minuten beim Server nach, aber die Mails kommen nicht einfach von selbst. Hier müssen Updates her!
Telefon und SMS
[singlepic id=114 w=320 h=240 float=left] [singlepic id=116 w=320 h=240 float=right]Wieder verwirrende Namensgebung: hinter einer App mit dem Namen “Nachrichten” erwarte ich vielleicht die Tagesschau, aber sicher keine SMS-App. Warum heißt sie nicht einfach “SMS” oder meinetwegen “SMS & MMS”?
Ansonsten kann man nicht meckern, im Gegenteil, die Chat-artige Darstellung (sieht aus wie in iChat) finde ich schön. Ach ja: warum ist eigentlich nicht gleich noch iChat vollwertig integriert?
Die Telefon-App ist unspektakulär. Schön finde ich die Favoriten-Ansicht, auch die Mailbox-Integration mit dem Namen Voicemail ist hübsch.
Kamera, Sprachmemos und Fotos
[singlepic id=112 w=320 h=240 float=right]Der AV-Bereich ist gleich mit drei Apps vertreten: zum einen ist da natürlich die Kamera. Sie dreht automatisch mit und kann zwischen Foto- und Videomodus umgestellt werden. Außerdem kann man per Finger auf einen bestimmten Bereich fokussieren, was ganz gut klappt. Videos können direkt geschnitten werden. Unten rechts kommt man in die Galerie, die es auch als eigenständige App (“Fotos”) gibt. Darin lassen sich sowohl die mit dem iPhone gemachten Fotos ansehen (“Film”), als auch Fotos, die von iPhoto rübersynchronisiert wurden. Leider gibt es hier keine Unterstützung von Ereignissen.
Sprachmemos können mit der entsprechenden App einfach aufgezeichnet werden, unspektakulär aber nützlich.
Maps & Kompass
Google Maps ist standardmäßig dabei und funktioniert dank GPS bestens. Mithilfe des Kompass wird die Karte dabei auf Wunsch richtig ausgerichtet. Diesen gibt es auch in einer extra App, was ganz cool aussieht.
[singlepic id=113 w=320 h=240 float=left] [singlepic id=110 w=320 h=240 float=right]Navigation ist möglich, allerdings nicht “turn by turn”. In der Praxis sieht man die Karte, lässt sie mitdrehen (was im Auto allerdings nicht immer klappt) und folgt als blau leuchtender GPS-Punkt einer lila eingezeichneten Wegstrecke auf der Karte. Mehr braucht man eigentlich nicht… aber das iPhone geht dabei trotzdem in den Standby, das ist störend, da man dann während der Fahrt ständig entsperren muss.
Sprachsteuerung
[singlepic id=117 w=320 h=240 float=right]Die Sprachsteuerung ist ziemlich cool, sie ist nämlich komplett in Deutsch. Man kann dem iPhone Befehle wie “Ruf Steve Jobs an”, “Spiel Musik von Farin Urlaub”, “Was läuft gerade?” oder auch “Spiel mehr Lieder wie dieses” (iTunes-Genius-Funktion) sagen – und meist klappt das dann auch. Es muss allerdings in der Umgebung ziemlich ruhig sein, und man sollte niemanden im Adressbuch haben, den man nicht gerne anruft. Denn es erkennt gerne völlig andere Namen. Dadurch ist es nur bedingt praxistauglich.
Aber dafür umso cooler: hat jemand mehrere Nummern, fragt es nach, auf welcher Nummer es anrufen soll. Dabei ist die Aussprache der männlichen iPhone-Stimme super, Namen werden in der Regel perfekt ausgesprochen.
Der Rest
[singlepic id=111 w=320 h=240 float=right]Daneben gibt es noch ein paar kleinere Apps, die stark an die Dashboard-Widgets von OS X erinnern: Wetter, Notizen, Uhr/Wecker, Rechner und Aktien. Außerdem gibt es natürlich einen Kalender und das Adressbuch nochmal extra, es ist allerdings auch aus der Telefonier-App direkt zugänglich.
Darüber ist kaum etwas zu sagen, es sind eben die kleinen Tools, die man erwartet und verwendet, ohne darüber nachzudenken.
Synchronisation mit iTunes
Das iPhone passt sich perfekt in die sterile, weiße, funktionierende Apple-Welt ein. Die Synchronisation funktioniert mit iTunes perfekt, Musik, Videos, Fotos, Kontakte, Notizen, Kalender, Bookmarks und leider keine gespeicherten Passwörter werden synchronisiert. Schade: die Synchronisation ist nur per Kabel möglich, nicht über Bluetooth. Übrigens können auch keine Dateien über Bluetooth verschickt werden, aber das nur am Rande.
Fazit
Durch iPhone OS ist das Gerät super bedienbar. Die mitgelieferten Apps sind schön, können aber teilweise etwas wenig (E-Mail-Verschlüsselung, iPhoto-Ereignisse, iChat). Leider können solche Funktionen auch nicht über den App-Store hinzugefügt werden, da Programme, die dem gleichen Zweck dienen wie die nativen iPhone-Programme, nicht in den Store aufgenommen werden. Das ist durchaus verständlich, doch dann sollten die Apple-Programme bitte auch alles notwendige können!
Ansonsten liefert iPhone OS eine gute Basis als Betriebssystem, die zwar noch Potential hat, aber jetzt schon besser bedienbar ist als jedes Symbian, Android oder Windows Mobile.
Das war Teil 2 meiner iPhone-Serie, in Teil 3 wird es dann um den App-Store gehen und ich werde einige Programme vorstellen.
Farin Urlaub, Sänger der Ärzte und seit einiger Zeit solo aktiv
, war am Samstag in meiner Fast-Heimatstadt Esslingen zu Gast. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte.
Gleichzeitig war das Konzert der erste große Feldeinsatz für mein iPhone, mit dem einige Fotos und Videos entstanden sind. Diese wurden zum Leidwesen meiner Mit-Konzertgänger (“jetzt lass doch mal dein iPhone in der Tasche”) teilweise natürlich auch direkt getwittert.
Hier meine Fotos:
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Und “Unter Wasser” als Video (mit der Lautstärke war das iPhone-Mikrofon leider etwas überfordert):
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=_UfTs1P9b64[/youtube]
Einen ausführlicheren Bericht gibt es bei verenita, die mit ihren Klausuren schon fertig ist und daher mehr Zeit hat…
Über hombertho bin ich auf die Aktion Mach’s grün! von kaufda aufmerksam geworden.
Dort kann man einen Baum pflanzen lassen, um den CO2-Ausstoß des eigenen Blogs zu kompensieren. Finde ich eine coole Aktion.
Selbst wenn die Werbeprospekt-Website kaufda damit vielleicht nur Werbung für sich selbst machen will – ein paar neue Bäume sind immer gut.
Außerdem kann man sich Bitte-Keine-Werbung-Aufkleber für den Briefkasten bestellen, um die sinnlose Ressourcenverschwendung durch massenhaft verteilte Papier-Flyer einzudämmen (alternativ kann man sich ja bei kaufda über regionale Angebote informieren).
Dies ist der erste Teil einer Serie, in der ich mich ausführlich mit meinem ersten iPhone – dem neuen iPhone 3GS 32 GB in schwarz – beschäftige. In diesem Teil wird es vor allem Fotos geben.

- Das Gerät
- Die Software
- Der App-Store
- Fazit
Vorüberlegungen
Das erste iPhone war das Gerät, durch das ich ursprünglich auf Apple aufmerksam wurde – damals, im Januar 2007. Die Keynote kann man als legendär bezeichnen:
Steve Jobs fand die üblichen, bescheidenen Worte:
»Today Apple is going to reinvent the phone.«
Jedoch machte sich Ernüchterung breit, als die Details bekannt wurden. Nur EDGE-Geschwindigkeit. Keine offene Plattform für Fremdanwendungen. Keine MMS. Keine Videos. Kein GPS. Da war die Konkurrenz in Form von Nokia+SymbianOS einfach besser – der Rest ist Geschichte, ich entschied mich recht bald für ein Nokia E65.
Doch nun, mit der dritten Inkarnation des Apple-Telefons, ist es endgültig konkurrenzfähig geworden. Ja, es dürfte die Konkurrenz nun größtenteils hinter sich gelassen haben. Also habe ich bestellt.
Nach 3 Wochen Wartezeit kam es dann auch.
Auspackzeremonie

Die Packung ist Apple-typisch auf das Nötigste zusammengeschrumpft.


Lieferumfang außer dem iPhone: USB-DockConnector-Kabel, USB-220V-Stecker, Headset, Bedienungsanleitungen, Apfel-Sticker und ein kleines Werkzeug, um die Simkartenschublade aufzubekommen.

Das ist das gute Stück. Relativ groß, aber dabei schön dünn.
Etwas kritisch sehe ich den Plastik-Rücken. Alu wäre mir da lieber. Jedoch würde dann wohl die Sende- und Empfangsleistung in den Keller gehen.

Die 32 Gigabyte sind für mich notwendig. Endlich kann ich die gesamte iTunes-Mediathek mitnehmen, das war bei meinem 8GB-iPod nicht möglich.

Das Display ist der Hammer. Dank einer Schutzschicht (die übrigens bei dieser Version zum ersten Mal zum Einsatz kommt) sind Fingerabdrücke praktisch nicht sichtbar. Kombiniert mit einer Raedan-Schutzhülle, die innen aus Mikrofaser besteht, ist es praktisch immer wie frisch aus der Packung, ohne einen einzigen Fettfleck.

Neben dem “Home-Button” auf der Vorderseite benötigt das iPhone nur noch einen Standby-Knopf auf der Oberseite (hier nicht sichtbar), zwei Lautstärke-Tasten und einen Schalter für den Lautlos-Modus.
Insbesondere benötigt es keinen Stift, wie fast alle Konkurrenzgeräte. Nochmal Mr. Jobs:
Natürlich ist das iPhone auch ein iPod – wohl der beste der Welt, nebenbei. Dafür (und für das kabelgebundene Headset) existiert ein Standard-Klinkenanschluss. Seltsam finde ich, dass dieser auf der Oberseite platziert ist – unten, wie beim iPod nano, fände ich es sinnvoller.

Die Kamera auf der Rückseite ist winzig und beherrscht leider keinen Zoom und hat auch keinen Blitz. Jedoch kann sie im iPhone 3GS endlich Videos aufzeichnen und per Finger-Touch fokussieren. Dabei ist die Qualität super, wie wir später noch sehen werden (3 Megapixel).

Soweit Teil 1 meiner kleinen Serie. In Teil 2 werde ich mich der (mitgelieferten) Software zuwenden, in Teil 3 dem App-Store und in Teil 4 schließlich ein Fazit ziehen.
Nun ist auch das erste Spiel auf meinem <a href="iPhone“>iPhone gelandet: Need for Speed Undercover. (iTunes-Affiliate-Link)
[singlepic id=100 w=320 h=240 float=right]Die »Need for Speed«-Serie kenne ich noch gut von früher, seinerzeit Ende der 90er mit »Brennender Asphalt« und NFS Porsche. Die neueren Teile, die im Milieu der illegalen Straßenrennen spielen, habe ich dann nicht mehr mitverfolgt (was wohl auch daran liegt, dass es sie nicht für OS X gibt).
Aber jetzt auf dem iPhone musste ich für 5,49 € einfach zugreifen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Grafik ist super und unglaublich für ein Mobiltelefon. Es läuft auf meinem 3GS super flüssig und ist kein einziges Mal abgestürzt.
Gesteuert wird durch Bewegen des Gerätes nach links und rechts, bei einer starken Bewegung beginnt der Wagen zu driften, was Bonuspunkte gibt. Beschleunigt wird konstant, bremsen geht durch einen Finger auf dem Display (muss man allerdings fast nie). Zusätzlich gibt es Nitro und Zeitlupe.
Die Hintergrundstory wird durch eingespielte Filmsequenzen erzählt, die Rennen sind nur selten klassische Rundkursrennen, meist muss man ein Auto heil ins Ziel bringen und die Polizei abhängen oder die Gegner durch Rammen außer Gefecht setzen. Für gewonnene Rennen gibt es Geld, mit dem man sich neue Autos kaufen und aufrüsten kann.
Leider ist das Spiel insgesamt recht einfach, ich schätze, das ich es in ungefähr 3-4 Stunden durchgespielt haben werde. Natürlich kann man dann die Rennen nochmal fahren um mehr Geld zu verdienen, bis man irgendwann alle Autos besitzt. Ein Multiplayer-Modus fehlt leider auch.
Fazit: EA hat ganze Arbeit geleistet und gewohnte Qualität abgeliefert. Ein einstellbarer Schwierigkeitsgrad, mehr Levels und ein Multiplayermodus wären zwar schön, können allerdings bei dem Preis nicht erwartet werden. Der Gesamteindruck ist super und den Preis wert.
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Nach 3 Wochen Wartezeit konnte mir die Telekom nun endlich mein iPhone 3GS zuschicken. Und natürlich ist es sehr geil. Ein ausführlicherer Bericht wird noch folgen, sobald die anfängliche Euphorie nachlässt. Vorerst nur Folgendes:
- Wer ein iPhone möchte soll bitte, bitte einfach in den T-Punkt oder in einen Elektronikmarkt gehen und versuchen, dort eines zu bekommen. Die Chancen dafür sind um einiges höher, als wenn man online bzw. per Hotline bestellt – die bekommen nämlich noch viel weniger Geräte als die Shops. Daher sind 2-4 Wochen Wartezeit üblich.
- Eigentlich bin ich ja der Meinung, die Telekom sei alles in allem immer noch die sinnvollste Wahl für einen Mobilfunk- und DSL-Provider. (Abgesehen mal davon, dass sie nicht in die Gänge kommt.) Und ja, mich stört es nicht wirklich, dass das iPhone nur bei der Telekom zu haben ist, ich hatte da ja auch vorher schon einen Vertrag. ABER: Es kann einfach nicht sein, dass ich am ersten Verkaufstag des iPhones in den Laden gehe, wo sich die Geräte türmen, aber keines mitnehmen kann, weil man den Vertrag vorzeitig nur per Hotline verlängern kann.
- Jailbreak ist blöd. Ich wüsste nichts, was ich vermisse, um einen Jailbreak zu rechtfertigen – customizen möchte ich da auch nichts, das ist wie schon beim Mac. Wenn ein Produkt nahezu perfekt aussieht, muss man nicht ständig irgendwelche Farben, Buttons und Icons ändern. Dazu kommt, dass ein Jailbreak Sicherheitslücken öffnet und alles in allem einfach die Usability kaputt macht und daher nicht Apple-Like ist.
- Es ist erstaunlich, wie niedrig die Hemmschwelle ist, sich irgendwelche Apps zu kaufen. Zumindest im Vergleich zu Mac-Programmen. Liegt wohl am Preis.
- Push ist bis jetzt noch nicht wirklich umgesetzt. Google Mail jedenfalls kann es nicht wirklich, ebensowenig der Twitter-Client meiner Wahl (Twitterrific) oder die StudiVZ-App. Leider gibt es auch keinen eigenständigen Google Reader, der Pushen kann (ist aber vielleicht auch besser so).
- Ein Kompass im Handy erscheint nur auf den ersten Blick unnütz. Eigentlich ist es ein Must-Have. Schon alleine um Nicht-3GS-Besitzer zu nerven. „Guck mal, da ist Norden!“
Als Kunde der deutschen Telekom bekommt man immer deutlicher zu spüren, dass die fetten Jahre vorbei sind. Ja, teilweise kommt man sich schon vor wie in einem Entwicklungsland, was Deutschland auch tatsächlich in einigen Bereichen ist. Zum Beispiel:
DSL
Die Telekom stellt die allermeisten Internet- und Telefonanschlüsse in Deutschland bereit. Ob man diese dann später mit einem Produkt der Konzernsparte T-Home oder eines anderen Providers nutzt, ist ja erstmal egal – zunächst muss die Telekom für die Verkabelung sorgen. Macht sie aber nicht.
Es wird zwar immer auf ländliche Gebiete verwiesen, doch auch einigermaßen gut entwickelte Gebiete, in denen es sogar UMTS-Mobilfunk gibt, müssen teilweise noch immer auf schnelle Internetanschlüsse verzichten (z.B. einige direkte Nachbargemeinden der Landeshauptstadt Stuttgart, mitten in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands).
Das Problem ist aber auch die Definition von “schnellem Internetanschluss”. Alles was über der ISDN-Geschwindigkeit von max. 128 KBit/s liegt, gilt bei der Telekom bereits als “Breitbandanschluss”. Ein Anschluss mit max. 384 KBit/s läuft als “DSL 1.000″ (was laut Definition eigentlich 1.024 KBit/s haben müsste) und wird meist in Form von Breitband-Paketen, die mindestens DSL 6.000 oder gar 16.000 versprechen, verkauft. Man kann sogar ein VDSL-Paket bestellen, das eine Datenrate jenseits der 50.000 verspricht, und bekommt dann zum gleichen Preis, wenn man ungünstig wohnt, nur 384, also weniger als 1% der versprochenen Leistung.
Während in den meisten Industrieländern (und auch schon in vielen Entwicklungsländern) längst Geschwindigkeiten um die 50 MBit/s oder höher üblich sind, ist die Deutsche Telekom der Meinung, dass die Nachfrage hierzulande zu gering sei und investiert daher nicht in den Ausbau der schnellen Glasfasernetze.
Eine Ausrede, die sehr gerne genutzt wird, zum Beispiel auch bei
IPv6
Bereits im Jahre 1995 wurde der Nachfolger unseres bekannten Internet-Protokolls IPv4 beschlossen. Dieser würde die meisten Probleme lösen, die das Internet, wie wir es kennen, hat. Abbrechende Skype-Gespräche, nicht weiter ladende YouTube-Videos, nicht funktionierende Dateitransfers per ICQ, unterbrochene Remotedesktopsitzungen, nicht funktionierende Online-Multiplayer-Spiele. Denn das Problem dabei ist, dass die weltweit verfügbaren IP-Adressen längst nicht mehr für alle ans Internet angeschlossene Geräte ausreicht (Computer, Laptops, Mobiltelefone, Radios, Kameras, Steckerleisten…).
Mit IPv6 wäre dieses Problem gelöst, jedes Gerät könnte eine weltweit eindeutige Adresse bekommen, Router, die per DHCP den lokalen Rechnern eigene Adressen zuweisen, würden unnötig. Warum also nicht nutzen?
Weil die Nachfrage laut Telekom praktisch gleich Null ist. Natürlich! Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, über welches Protokoll er online kommt. Die Umstellung ist Sache der Provider, diese hätten seit Jahren daran arbeiten müssen, die bestehenden Anschlüsse sukzessive auf das neue Protokoll umzustellen. Macht aber keiner. Teilweise wird IPv6 als Zusatzoption angeboten – ganz offensichtlich ein Resultat von marktstrategischen Überlegungen irgendwelcher Betriebswirte, die keine Ahnung von der Technik haben, die sie verkaufen.
Dabei wäre es überhaupt kein großes Problem, die Kundenanschlüsse nach und nach umzustellen, ohne dass diese überhaupt etwas davon merken, beispielsweise führte der französische Provider “Free” eine solche Umstellung für seine zwei Millionen Kunden in wenigen Wochen durch. Das erwartet niemand von der Telekom, da sie doch etwas mehr Anschlüsse hat, doch über die Jahre hätte zumindest damit angefangen werden müssen. Stattdessen ist IPv6 für die Telekom noch heute ein Fremdwort.
Mitte 2011 wird es keine freien IPv4 Adressen mehr geben. Bis dann sollte die Umstellung eigentlich fertiggestellt sein. Vermutlich wird die Telekom bis dahin nicht einmal damit angefangen haben.
Doch nicht nur hier fehlt dem rosa Riesen Weitsicht:
Das iPhone
Am 8. Juni stellte Apple das neueste iPhone vor. Neben HSDPA-Geschwindigkeit (die im T-Mobile Netz höchstens in Großstädten verfügbar ist) bietet es auch die Möglichkeit, Tethering zu betreiben, also die Datenverbindung des iPhone dazu zu nutzen, mit dem Laptop online zu gehen – überall und ohne WLAN.
Bei T-Mobile wird Tethering jedoch nicht möglich sein. Möglicherweise irgendwann per kostenpflichtiger Zusatzoption. Hallo? Die Tarife mit Datenflatrate kosten alle zwischen 40 und 120 Euro pro Monat. Da sollte es doch wohl auch möglich sein, die Internetverbindung so zu nutzen, wie man will? Dazu kommt noch, dass die Datenflatrate eigentlich keine ist, denn ab einem bestimmten Volumen wird die Geschwindigkeit gedrosselt.
Aber selbst mit dem iPhone kann man die Flatrate nicht nutzen, wenn man es nicht hat. So wie ich, wo mittlerweile seit fast 2 Wochen auf die Lieferung warte.
Auch hier hat die Telekom ihre Kunden mal wieder unterschätzt. Wie schon beim ersten und zweiten iPhone wurde von T-Mobile offenbar viel zu wenig bei Apple bestellt und daher können die bestellten Geräte nicht ausgeliefert werden. Und die vorhandenen Geräte wurden obendrein falsch verteilt: in den großen Elektronikmärkten und teilweise auch in den Telekom-Läden stapeln sich die Geräte teilweise. Doch da Bestandskunden dazu gezwungen wurden, per Hotline ihren Vertrag zu verlängern, können diese sich die Geräte nicht im Laden holen, sondern müssen warten, bis der Online-Versand der Telekom wieder genügend Geräte zugewiesen bekommen hat. Und diese scheinen dann auch zuerst Neukunden zu bekommen.
Fazit
Die Telekom kommt einfach nicht in die Gänge. Sie schaffen es über Jahre weder, ganz Deutschland an wirklich schnelles Internet anzuschließen (6.000+), noch, die dringend notwendige Umstellung auf IPv6 vorzunehmen.
Dazu kommt noch, dass man offenbar nicht in der Lage ist, das Angebot auf die Nachfrage abzustimmen. Doch eine solche Weitsicht ist leider im ganzen Konzern nicht zu finden. Dazu kommt noch, dass alles viel zu bürokratisiert ist und künstlich verkompliziert wird. Warum kann ich im T-Punkt keine Vertragsverlängerung vornehmen? Warum geht fast nie ein Umzug mit gleichzeitigem DSL-Providerwechsel gut? Warum kann ich mein iPhone nicht im T-Punkt abholen, anstatt eine halbe Ewigkeit auf die Zustellung zu warten?
Und wer jetzt schreit, man solle eben einen anderen Provider wählen, hat offenbar nicht viel Ahnung. Die meisten DSL-Provider sind von der Telekom abhängig und können zwar manchmal etwas niedrigere Preise bieten, aber nur selten höhere Geschwindigkeiten bieten. IPv6 gibt es in Deutschland bei keinem der bekannten Provider. Das iPhone lässt sich nur im Netz von T-Mobile vernünftig nutzen, da das D1-Netz immer noch die beste Netzabdeckung (v.a. im Datenbereich) bietet, D2 (Vodafone) bietet zum Beispiel in Bereichen, wo eigentlich UMTS verfügbar ist, kein EDGE als Fallback-Option an, und die E-Netze (O2 und E-Plus) sind nicht einmal in der Lage, deutschlandweit ein GSM-Netz aufzubauen, von einem Datennetz ganz zu schweigen.
Vielleicht sollten die Provider einfach die Einnahmen, die sie von den teilweise horrenden Grundgebühren bekommen, sinnvoll investieren, anstatt ständig Unsinn gratis rauszuhauen, den sowieso keiner braucht (Fußball-TV, Internet-Sicherheitspakete etc.). Konzentration auf die Kernkompetenzen, sozusagen. Leider scheint aber von Kompetenz nicht viel vorhanden zu sein.