Monatsarchiv für Juli 2009

Endlich: es ist da.

3GS.Nach 3 Wochen Wartezeit konnte mir die Telekom nun endlich mein iPhone 3GS zuschicken. Und natürlich ist es sehr geil. Ein ausführlicherer Bericht wird noch folgen, sobald die anfängliche Euphorie nachlässt. Vorerst nur Folgendes:

  • Wer ein iPhone möchte soll bitte, bitte einfach in den T-Punkt oder in einen Elektronikmarkt gehen und versuchen, dort eines zu bekommen. Die Chancen dafür sind um einiges höher, als wenn man online bzw. per Hotline bestellt – die bekommen nämlich noch viel weniger Geräte als die Shops. Daher sind 2-4 Wochen Wartezeit üblich.
  • Eigentlich bin ich ja der Meinung, die Telekom sei alles in allem immer noch die sinnvollste Wahl für einen Mobilfunk- und DSL-Provider. (Abgesehen mal davon, dass sie nicht in die Gänge kommt.) Und ja, mich stört es nicht wirklich, dass das iPhone nur bei der Telekom zu haben ist, ich hatte da ja auch vorher schon einen Vertrag. ABER: Es kann einfach nicht sein, dass ich am ersten Verkaufstag des iPhones in den Laden gehe, wo sich die Geräte türmen, aber keines mitnehmen kann, weil man den Vertrag vorzeitig nur per Hotline verlängern kann.
  • Jailbreak ist blöd. Ich wüsste nichts, was ich vermisse, um einen Jailbreak zu rechtfertigen – customizen möchte ich da auch nichts, das ist wie schon beim Mac. Wenn ein Produkt nahezu perfekt aussieht, muss man nicht ständig irgendwelche Farben, Buttons und Icons ändern. Dazu kommt, dass ein Jailbreak Sicherheitslücken öffnet und alles in allem einfach die Usability kaputt macht und daher nicht Apple-Like ist.
  • Es ist erstaunlich, wie niedrig die Hemmschwelle ist, sich irgendwelche Apps zu kaufen. Zumindest im Vergleich zu Mac-Programmen. Liegt wohl am Preis.
  • Push ist bis jetzt noch nicht wirklich umgesetzt. Google Mail jedenfalls kann es nicht wirklich, ebensowenig der Twitter-Client meiner Wahl (Twitterrific) oder die StudiVZ-App. Leider gibt es auch keinen eigenständigen Google Reader, der Pushen kann (ist aber vielleicht auch besser so).
  • Ein Kompass im Handy erscheint nur auf den ersten Blick unnütz. Eigentlich ist es ein Must-Have. Schon alleine um Nicht-3GS-Besitzer zu nerven. „Guck mal, da ist Norden!“

Erleben, was verbindet. Nicht.

Als Kunde der deutschen Telekom bekommt man immer deutlicher zu spüren, dass die fetten Jahre vorbei sind. Ja, teilweise kommt man sich schon vor wie in einem Entwicklungsland, was Deutschland auch tatsächlich in einigen Bereichen ist. Zum Beispiel:

DSL

Die Telekom stellt die allermeisten Internet- und Telefonanschlüsse in Deutschland bereit. Ob man diese dann später mit einem Produkt der Konzernsparte T-Home oder eines anderen Providers nutzt, ist ja erstmal egal – zunächst muss die Telekom für die Verkabelung sorgen. Macht sie aber nicht.

Es wird zwar immer auf ländliche Gebiete verwiesen, doch auch einigermaßen gut entwickelte Gebiete, in denen es sogar UMTS-Mobilfunk gibt, müssen teilweise noch immer auf schnelle Internetanschlüsse verzichten (z.B. einige direkte Nachbargemeinden der Landeshauptstadt Stuttgart, mitten in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands).

Das Problem ist aber auch die Definition von “schnellem Internetanschluss”. Alles was über der ISDN-Geschwindigkeit von max. 128 KBit/s liegt, gilt bei der Telekom bereits als “Breitbandanschluss”. Ein Anschluss mit max. 384 KBit/s läuft als “DSL 1.000″ (was laut Definition eigentlich 1.024 KBit/s haben müsste) und wird meist in Form von Breitband-Paketen, die mindestens DSL 6.000 oder gar 16.000 versprechen, verkauft. Man kann sogar ein VDSL-Paket bestellen, das eine Datenrate jenseits der 50.000 verspricht, und bekommt dann zum gleichen Preis, wenn man ungünstig wohnt, nur 384, also weniger als 1% der versprochenen Leistung. Den ganzen Beitrag lesen »