Leider hat meine Freundin dieses Jahr keinen Mallorca-Urlaub gewonnen. Da wir trotzdem nicht auf Strand und Meer verzichten wollten, ging es nach Sylt, campen.
Wir sind auf dem sehr hübschen Campingplatz in Hörnum, ganz im Süden der Insel untergekommen, wo man wunderschön in den Dünen campen kann.
Das Wetter ist allgemein recht wechselhaft auf Sylt, innerhalb von Minuten kann aus Sonnenschein ein Gewitter werden (und andersherum). Allgegenwärtig ist nur der starke Wind.
Insgesamt ist es auf jeden Fall empfehlenswert, wenn die Sonne scheint kann man auch wunderbar in der Nordsee baden. 
Und Urlaub in Deutschland hat ja sowieso was. Nicht nur, dass es kein Problem ist, am Strand Alkohol zu trinken und nackt zu baden, man zahlt auch keine teuren Roaminggebühren und die Gefahr, von Terroristen in die Luft gesprengt zu werden, hält sich ebenfalls in Grenzen.
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Da ich heute sowieso an Hamburg vorbeigefahren bin, lag es natürlich nahe, einen Abstecher in den Apple Store Alstertal zu machen, der heute eröffnet wurde. Twitter zufolge waren bei der Eröffnung fast 2000 Leute da, von denen die Hälfte ein T-Shirt als Willkommensgeschenk überreicht bekam. Zu dieser Zeit war ich aber noch dabei, das Zelt auf Sylt abzubauen, erst gegen 16:30 Uhr fuhr ich auf den Parkplatz des Alstertal-Einkaufszentrums in Hamburg-Poppenbüttel.
Eine sehr unübersichtliche Ansammlung von verschiedensten Läden, zwischen Penny-Markt, H&M und hochpreisigen Markengeschäften ist alles vertreten. Grade zu letzteren passt Apple ganz gut dazu. Hat man die silberne Ladenzeile dann einmal gefunden (ich habe ganze 15 Minuten dafür gebraucht!), ist man vielleicht erstmal enttäuscht:

Der Laden ist tatsächlich ziemlich klein und äußerlich nicht vergleichbar mit Prestigebauten wie dem New-Yorker Apple Store. Innen merkt man aber sofort, dass man nicht in einem normalen Computerladen wie Gravis steht. Musik, Aluminium, Klimaanlage, Designermöbel – und jede Menge Apple-Produkte. Ganz hinten eine gewaltige Genius-Bar, an der einem bei Problemen weitergeholfen werden kann. Extrem Positiv fand ich, dass sämtliche Produkte im Überfluss zum Anfassen und Testen bereitstehen (z.B. eine Reihe mit iPod nanos in allen neun Farben oder ein Tisch voll mit MacBook Pros inkl. angeschlossenem iPhone 3GS in Docks) – da kann man wirklich nach Herzenslust ausprobieren und sich entscheiden.
Die Wände sind voll mit Zubehör, vom iPod-Dock über diverse Airport-Stationen bis hin zu Software findet man hier alles. Auch das gestern erschienene Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) stand hier zum Kauf bereit – für unschlagbare 29 Euro. Klar, dass ich das mitgenommen habe (Review folgt).
Die Kasse ist in der Mitte des Ladens und nicht direkt als solche zu erkennen. Allerdings wurde ich nach nur wenigen Sekunden von einem Mitarbeiter angesprochen, ob ich denn mit Kreditkarte zahlen wolle – das war dann problemlos inmitten des Ladens möglich, er hatte ein kabelloses Kartenlesegerät dabei. Die Rechnung schickte er mir per E-Mail zu, versicherte er mir – und schon war ich fertig und konnte gehen. Draußen fiel mir auf, dass er mich gar nicht nach meiner Adresse gefragt hatte.
Doch das war wohl auch nicht nötig. Schließlich reden wir hier von Apple, und Apple weiß alles über seine Kunden. Die Rechnung war bereits per E-Mail auf dem iPhone eingetroffen.
Da stand der Mund dann erstmal offen.
Offenbar erkannte das System mich anhand meiner Kreditkarte, die natürlich auch in meinem iTunes-Account gespeichert ist – nebst E-Mail-Adresse. Krass.
Aber bei näherer Betrachtung ziemlich cool, und passend zum von Apple an allen Ecken und Enden kommunizierten “digital lifestyle”.
Genau mein Ding.
Oh ich hab solche Sehnsucht,
ich verliere den Verstand,
ich will wieder an die Nordsee,
ich will zurück nach Westerland.
Farin Urlaub (Die Ärzte)
Nachdem ich gestern schon durch die ganze Republik gefahren bin und nun bei meiner Freundin in Lüneburg angekommen bin, gehts heute noch weiter nach Norden. Infos und Fotos wird es per Twitter geben.
Teil 4 meiner iPhone-Blogserie wird nach dem Urlaub kommen. Eine Woche ohne Mac und nur mit iPhone – einen besseren Härtetest kann man sich kaum vorstellen. Ich hoffe nur, auf dem Campingplatz gibt es ein einigermaßen gutes Handynetz.
Es dürfte wohl der typischen Standard-PC-Tastatur und dem Desinteresse der PC-Nerds der ersten Stunde geschuldet sein, dass wir heute – insbesondere im Internet – fast überall gravierende typografische Fehler zu Gesicht bekommen.
Typografie ist im weitesten Sinne alles was mit Schrift zu tun hat, und ist daher eigentlich eng mit der Orthografie verwandt. Während letztere in der Schule gelehrt wird und glücklicherweise auch in breiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert ist und auch angewandt wird, lernt man typografische Grundregeln normalerweise erst im Zuge einer einschlägigen Ausbildung. Dabei ist die korrekte Anwendung gewisser typografischer Regeln fast genauso wichtig für eine mühelose Kommunikation in Schriftform, wie eine korrekte Orthografie. Auch ich war mir der meisten dieser Regeln bis vor einiger Zeit nicht bewusst und machte die gleichen Fehler wie die meisten. Dabei ist es gar nicht so schwierig.
Anführungszeichen
Wo ist das Anführungszeichen auf der Tastatur?
Die meisten werden diese Frage wohl mit »über der 2« beantworten. Das ist aber leider falsch.
»Über der 2«, also mit Shift+2 erreichbar, liegt das Zollzeichen (“) – es besteht aus zwei geraden, parallelen Strichen. Die korrekten deutschen Anführungszeichen sind dagegen „ “ – so lernt man das auch in der Schule. Vorne unten, hinten oben. Wichtig dabei: die Strichlein sind nicht parallel, sondern wie das Komma an einer Seite dicker (dort, wo man mit dem Stift beginnen würde). Und zwar bei der Variante am Anfang oben, bei der am Ende unten.
Auch aus der Schule bekannt sein dürfte, dass im Englischen die Anführungszeichen am Anfang auch oben stehen. Allerdings steht hier das, was im Deutschen am Ende steht (“), und am Ende das, was wir am Anfang unten setzen, allerdings oben (”) Korrekt im Englischen ist also “ ”, im Deutschen „ “.
Wer grundsätzlich das Zollzeichen verwendet, kann sich also nicht auf angelsächsische Prägung berufen – auch dort ist das falsch.
Dazu kommen noch die Guillemets, die französische Variante (« »). Diese werden im Deutschen auch eingesetzt, vor allem aus Büchern kennt man das. Dann allerdings mit den Spitzen nach innen (» «). Alle international verwendeten Varianten bei Wikipedia.
Für Zitate im Zitat gibt es natürlich all die Varianten auch noch in einer einfachen Form (‚ ‘ – ‘ ’ – ‹ ›).
Ganz schön verwirrend. Aber der korrekte Einsatz lohnt sich – wie bei der Orthografie haben die Regeln einen Sinn, und wer sie einsetzt, sorgt dafür, dass seine Texte angenehmer zu lesen sind und auch insgesamt ausgereifter wirken. Glücklicherweise ersetzen Textverarbeitungsprogramme wie OpenOffice, Pages oder Word das Zollzeichen automatisch mit den korrekten Symbolen, hier muss man sich also nicht weiter darum kümmern.
Anders ist es im Internet. Die meisten eingegebenen Symbole werden 1:1 übernommen, nur die wenigsten Systeme achten auf die korrekte Orthografie. Daher sieht man online fast ausschließlich die ” ” als Anführungszeichen. Das ist schade, und es stellt sich die Frage, ob sich das irgendwann noch ändern wird, oder ob die Regeln sich an diesen Gebrauch anpassen und wir irgendwann nur noch das Zollzeichen als einheitliches Anführungszeichen verwenden. Schade wäre es, denn sonderlich schön anzusehen ist es nicht und eine Unterscheidung für Beginn und Ende würde dann auch nicht mehr existieren.
Aber wie macht man nun die korrekten Zeichen?
Windows-Nutzer haben da leider ziemlich verloren, da die Standard-PC-Tastatur keine Tasten dafür hat. Es bleibt nur, die Unicodes einzugeben – was mir, zugegeben, wohl auch zu viel Arbeit wäre. Am Mac dagegen hat man eine Apple-Tastatur – und sie besitzt fast alle Sonderzeichen per einfacher Tastenkombinationen.

Binde- und Gedankenstriche
Das gleiche Problem (wenn auch nicht ganz so komplex) besteht beim Bindestrich (-). Dieser heißt eigentlich »Viertelgeviertstrich« und darf nur als Bindestrich und als Trennstrich verwendet werden. Er wird ohne Leerzeichen direkt an die Buchstaben gesetzt und wird mit der bekannten »Strich-Taste« neben der Punkt-Taste erzeugt. Er sollte aber nicht für andere Zwecke missbraucht werden, da er gleichzeitig einen möglichen Zeilenumbruch anzeigt. Und bei einem Minuszeichen z.B. wäre dieser unerwünscht. Dummerweise gibt es das »echte« Minuszeichen zwar, aber keine gebräuchliche Tastatur besitzt eine Tastenkombination dafür. Auch Tastaturen mit Ziffernblock erzeugen beim Druck auf das dortige Minus einen Bindestrich.
Meist wird der Bindestrich aber als Gedankenstrich missbraucht. Dieser sollte aber länger sein, um ihn als solchen zu erkennen. Dafür gibt es den »Halbgeviertstrich« (–), der außerdem auch als Bis-Strich und bei Geldbeträgen verwendet werden sollte. Seltsamerweise stellen viele Schriftarten ihn fast gleich dar wie den normalen Bindestrich, aber (zumindest unter OS X) spricht durch sein Vorhandensein auf der Tastatur nichts gegen seinen korrekten Einsatz.
Aber es geht noch länger: der »Geviertstrich« wird im Englischen als Gedankenstrich verwendet und allgemein als Spiegelstrich (in Auflistungen) und in Tabellen.
Im Folgenden die Tastenkombinationen für OS X:

Ellipse
Das letzte Zeichen, das gerne falsch bzw. überhaupt nicht verwendet wird, ist die Ellipse, auch Auslassungszeichen genannt. Es besteht aus drei Punkten (…), die aber im Gegensatz zu drei Einzelpunkten (…) zu einem Zeichen zusammengefasst sind und minimal kleiner sind.
Es steht bei Auslassung eines Wortes übrigens mit Abstand, bei Auslassung einzelner Buchstaben direkt ohne Leerzeichen an den anderen Buchstaben. Es ist auf PC-Tastaturen leider auch nur per Unicode-Eingabe vertreten, während es am Mac sehr einfach zu erreichen ist:

Sicher, es erfordert eine kurze Lernphase, sich die typografisch korrekten Zeichen anzutrainieren. Doch wer wirklich korrekte Texte schreiben möchte, kommt nicht darum herum. Schon gar nicht im Internet, wo normalerweise keine Textverarbeitung auf den korrekten Einsatz achtet. Und Texte, die nicht nur orthografisch, sondern auch typografisch korrekt sind, liest man einfach leichter.
Mit etwas Verspätung auf Grund von Prüfungen folgt nun Teil 3 meiner iPhone-Serie.
- Das Gerät
- Die Software
- Der App-Store
- Fazit
Ein fabrikneues iPhone bringt nur die rudimentärsten Funktionen mit, wie ich im letzten Teil erläutert habe. Anfangs hieß es seitens Apple noch, dass Funktionserweiterungen über Web-Apps, also spezielle Websites, die man in Safari aufruft, möglich sein sollen. Das funktioniert auch ganz gut, denn man kann jede Website als eigenes “Programm” den Home-Screens hinzufügen. Jedoch sind natürlich die Möglichkeiten eines Programms im Browser recht beschränkt. Daher gibt es seit mittlerweile einem Jahr den App-Store, in dem es unzählige Programme für das iPhone zum Download gibt – teils kostenlos, teils für einige Cent.
Müll
Schätzungsweise 80-90% der Apps im App-Store sind schlichtweg Müll: entweder sie bieten keinen sinnvollen Mehrwert, oder sie sind zwar von der Idee her gut, aber miserabel umgesetzt, oder es sind mehr oder weniger sinnlose Spiele. Gerade letzteres macht den Großteil des App-Stores aus – und leider ist die Qualität dabei meist ziemlich mies. Grafisch und Spielerisch sind die meisten Spiele vergleichbar mit den üblichen billigen Browser-Flash-Games für langweilige Bürojobs. Nur wenige Spiele stechen hervor, so zum Beispiel Need for Speed Undercover.
Der Rest aber ist durchaus einen Blick und teilweise auch einige Cent wert. Durch die größtenteils sehr niedrigen Preise ist die Hemmschwelle, etwas zu kaufen, recht niedrig – dazu kommt noch, dass ein großer Teil des Verkaufspreises tatsächlich an den Entwickler geht.
Die Must-Haves
Ich glaube die erste App, die ich heruntergeladen habe, war Remote von Apple. Damit wird das iPhone zum Ersatz der Apple Remote, die bei neueren Macs ja leider nicht mehr dabei ist – eine komplette Steuerung von iTunes ist damit möglich. Auf Parties ist es damit sogar denkbar, dass die Gäste mit ihren iPhones darüber Musikwünsche an den “iTunes DJ” (früher Party-Jukebox) senden. Super! Und dazu noch kostenlos.
(Übrigens gibt es noch eine Remote-App von Apple: Keynote Remote für die Fernsteuerung von Keynote-Präsentationen. Kostet allerdings 79 Cent.)
Ebenfalls ziemlich nützlich ist Mobile Butler, mit dem eine Übersicht über verbrauchtes Inklusivvolumen gewonnen werden kann. In der Lite-Version kostenlos, wer zusätzlich seine letzten Rechnungsbeträge und eine Hochrechnung auf Monatsende möchte, zahlt 1,59€.
Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kommt um das kostenlose Fahrplan nicht herum – es zeigt Haltestellen in der Nähe an und bietet eine deutschlandweite Routenberechnung an, die offenbar auf die gleichen Daten wie bahn.de zugreift.
Messaging, Twitter und Social Networks
Für Instant Messaging gibt es im Prinzip zwei Programme, die in Frage kommen: IM+ und Beejive. Beide kosten 8 Euro, da sie den Push-Service von Apple nutzen (wodurch Nachrichten auch dann aufs iPhone kommen, wenn das Programm nicht läuft). Ich hatte mich für IM+ entschieden, welches ich seltsamerweise heute nicht mehr im Store gefunden habe – tatsächlich denke ich, dass Bejive die bessere Wahl gewesen wäre. Aber nochmal 8 Euro möchte ich nicht ausgeben, und IM+ in der Version die ich habe funktioniert mit allen notwendigen IM-Protokollen (Jabber, ICQ, MSN, Skype, Twitter).
Für Twitter habe ich mir allerdings ein extra Programm geholt: das kostenlose Twitterrific, das seinen Apple Design Award mehr als verdient hat. Es fehlt lediglich noch eine Nutzung es Push Notification Service, dann wäre das Programm perfekt. Die meisten Tweets haue ich inzwischen darüber raus. URL-Shortener, Bildupload und Ortsupdates werden genauso unterstützt wie mehrere Accounts. Für 3 Euro entfernt man die Werbung, die mich aber nicht stört.
IRC funktioniert ziemlich gut mit Colloquy (1,59€), bekannt vom gleichnamigen OS-X-Programm. Kann alles was man sich wünschen kann.
Fehlen noch die Social Networks. Sowohl Facebook als auch StudiVZ bieten kostenlose Apps an, um gesteuert zu werden. Während die Facebook-App ziemlich gut sein sollist (ich bin allerdings nicht bei Facebook), ist die StudiVZ-App leider recht sinnlos und bietet fast keine Funktionen.
Sonstige Empfehlungen
Für Netzwerkadministratoren sinnvoll ist Mocha VNC, mit dem Fernwartung per VNC betrieben werden kann. Das funktioniert erstaunlich gut und ist in der Lite-Version kostenlos. Außerdem ganz praktisch ist iStat, bekannt vom bekannten OS-X-Dashboard-Widget. Das Programm kann einige Daten des iPhones anzeigen und außerdem auf Macs per WLAN zugreifen und deren Daten anzeigen. Allerdings nicht wirklich die 1,59€ wert.
Super ist auch Groceries – ein digitaler Einkaufszettel mit einer beeindruckenden Auwahl an vorkonfigurierten Produkten. Man kann Listen für mehrere Läden anlegen und die Abfolge der Abteilungen (Gemüse, Kühlregal, …) individuell festlegen. Kostet 3,99€.
Der Rest

AroundMe zeigt Läden, Restaurants etc. in der Nähe an und ist kostenlos. Zwar sind die Daten nicht überall hochaktuell, praktisch ist es aber allemal. Cataica ist ein Asteroids-Klon mit hübscher Grafik, der mal kostenlos war, jetzt aber wieder 79 Cent kostet.
Convertbot kann Einheiten aller möglicher Dinge ineinander umrechnen (Währungen, Gewicht, Datenmengen, …) und ist kostenlos.
Die Google Mobile App ist nichts anderes als eine Sammlung von Links auf die einzelnen Google-Dienste und momentan recht sinnlos. Möglicherweise wird in Zukunft Google Latitude integriert, das ist momentan aber leider nicht der Fall.
iVerkehr ist zwar nicht gerade hübsch oder intelligent designt, bietet aber aktuelle Staudaten inklusive Karte und Umkreissuche. Praktisch für Autofahrer und 2,99€ sind es wert.
Labyrinth ist ein Spiel, das den Bewegungssensor des iPhones nutzt. Ist allerdings nicht soo toll, und keinesfalls die 2,39€ wert. Die Lite-Version reicht völlig, wenn man sowas will.
MobileTV von der Telekom bietet Fernsehen über das Handynetz an. Ist ganz nett, allerdings gibt es momentan nur ein paar Privatsender (Pro7, RTL, …) und Fußball. Funktioniert nicht im WLAN und die Bildqualität ist jetzt auch nicht gerade super.
MotionX GPS Lite war die einzige kostenlose GPS-App, die ich gefunden habe. Man kann damit Wegpunkte setzen und z.B. die aktuelle Geschwindigkeit ermitteln. Allerdings ist das Programm hässlich wie die Nacht (verwendet nicht das normale iPhone-Look-and-Feel) und findet meist nicht genug GPS-Satelliten. Trotzdem braucht man sowas manchmal.
Parking Buddy kann die aktuelle Position speichern und führt einen hinterher dort hin zurück. Ist vor allem dafür gedacht, in einer fremden Stadt sein Auto wieder zu finden. Ob das allein 79 Cent wert ist?
Wordpress ist das offizielle Programm um Wordpress-Blogs zu bedienen. Funktioniert so mittelmäßig (ich arbeite eigentlich fast ausschließlich mit der Web-Oberfläche), ist aber praktisch, um schnell nach neuen Kommentaren zu gucken. Kostenlos.
Navigation
Noch ein Wort zu Navigation. Grundsätzlich ist das ja mit Google Maps möglich. Man kann ein Ziel eingeben und sieht dann auf der Karte die Route und die eigene Position. Allerdings liest Google Maps keine Anweisungen vor, die Route lässt sich nicht bearbeiten und das manuelle weiterklicken von Kreuzung zu Kreuzung lenkt schnell vom Straßenverkehr ab. Für den Notfall geht es, aber richtige Navigation sieht anders aus. Da echte Navigations-Apps aus rechtlichen Gründen eigenes Kartenmaterial mitbringen müssen, sind diese leider recht teuer. Der bekannteste (weil erste) Vertreter dürfte der Navigon MobileNavigator sein, der im Prinzip den gleichen Funktionsumfang bietet wie ein normales Navigationsgerät. Allerdings kostet die App 80 Euro, die ich mir bisher nicht geleistet habe. Wenn man allerdings ein iPhone hat und sich überlegt ein Navi zu kaufen – warum nicht.
Die andere Seite
Zur Zeit lassen sich nur Programme aus dem offiziellen App-Store von Apple installieren. Diese unterliegen strengen und teilweise undurchsichtigen Richtlinien – viele nützliche Programme werden von Apple abgelehnt und kommen nicht in den App Store (z.B. alternative Browser, VoIP-Programme und Programme, die fehlende Einstellungsmöglichkeiten nachrüsten). Wer so etwas vermisst, kann natürlich sein iPhone “jailbreaken”, also im Prinzip die Firmware hacken, und sich in alternativen App-Stores solche Programme holen. Ich habe das bei meinem iPhone allerdings nicht gemacht und kann daher auch nichts über das dadurch entstehende Zusatzangebot an Apps sagen.
Soweit Teil 3 meiner iPhone-Serie. In Teil 4 wird ein Fazit folgen. Hat das iPhone meine Erwartungen erfüllt? Was ist schlecht? Warum habe ich keinen Jailbreak durchgeführt? Was wünsche ich mir für die Zukunft?