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Monatsarchiv: September 2009

500 Gigabyte für das MacBook

Eine neue Festplatte für das MacBook
Ich habe mich dazu entschieden, mein schwarzes MacBook noch mindestens bis nächstes Jahr zu behalten, dann ist es drei Jahre alt und ich kann langsam nach einem Ersatz Ausschau halten. Bis dahin bin ich dann vielleicht auch in der Frage „13″ oder 15″“ weitergekommen.
Jedoch stand nun mit Snow Leopard zumindest ein Aufrüsten der Hardware an: meine 320-GB-Festplatte war schon länger immer randvoll, und die Fotografie im RAW-Format verschlingt auch einiges an Speicherplatz (ein Bild meiner D90 benötigt ca. 10 MB). Nach kurzer Recherche beschloss ich, Western Digital den Rücken zu kehren und jetzt eine Festplatte von Seagate zu kaufen (das 500GB-Modell von WD fiel laut Rezensionen bei einigen nach kurzer Zeit aus und war vielen zu laut) – die Momentus 7200.4. Gleichzeitig stellte ich also auf die schnellere Rotationsgeschwindigkeit von 7200 RPM im Gegensatz zu 5400 bei der WD Scorpio um – und ich bin recht zufrieden damit. Durch die höhere Geschwindigkeit ist sie zwar minimal lauter und lässt außerdem ein leichtes Vibrieren spüren, das stört mich aber nicht. Die WD werde ich nun vermutlich als externen Datenspeicher nutzen.
Übrigens gibt es inzwischen auch Notebookfestplatten jenseits der 500GB – leider sind die aber höher als 9,5mm und daher zu dick für das MacBook. Im übrigen hat meine Backup-Platte nur 750GB, von daher ist das schon ok mit 500GB. Ich hoffe allerdings dass mein nächster Mac in Richtung Terabytes geht.

Auf die neue Festplatte habe ich dann auch OS X 10.6 Snow Leopard nochmal frisch installiert und dann meine Daten und Einstellungen per Assistent übertragen. Funktioniert wirklich tadellos, fast schon etwas zu sauber – das System ist hinterher praktisch genau wie vorher (nur schneller). Inklusive aller Programme, Daten und Einstellungen.

Gerne würde ich auch den Arbeitsspeicher meines MacBooks auf 4 GB aufrüsten. Leider kann es aber maximal 3 GB adressieren – und dafür lohnt es sich meiner Meinung nach nicht. Außerdem wird ja immer empfohlen, zwei identische Speicherriegel zu benutzen.

Übrigens: wo ich jetzt so viel Speicherplatz habe, werde ich vermutlich Ende Oktober mal einen Versuch mit Bootcamp und Windows 7 starten, rein interessehalber.

Endlich: Augmented Reality auf dem iPhone mit NearestWiki

Eine der faszinierendsten Bereiche von interaktiven Systemen ist sicherlich Augmented Reality. Darunter versteht man die Erweiterung der Realität mit eingeblendeten Zusatzinformationen.
Und mit dem iPhone 3GS (welches GPS, Kompass und Videokamera bietet) in Verbindung mit OS 3.1 (welches die notwendigen Softwareschnittstellen beitet) ist endlich die Grundlage geschaffen, um Apps zu entwickeln, die Augmented Reality bieten.
Seit heute ist NearestWiki bei Apple für 1,59 € zu haben, was Informationen über die Umgebung aus Wikipedia anzeigt.
[caption id="attachment_413" align="aligncenter" width="550" caption="NearestWiki auf dem iPhone 3GS"]NearestWiki auf dem iPhone 3GS[/caption]
Das funktioniert erstaunlich gut und ist nicht nur ziemlich cool, sondern auch nützlich, dank der Größe und Qualität von Wikipedia.
[caption id="attachment_415" align="alignleft" width="200" caption="Mehrere Einträge werden nach oben gestaffelt"]Mehrere Einträge werden nach oben gestaffelt[/caption] [caption id="attachment_414" align="alignright" width="200" caption="Waagrecht gehalten wird eine Karte angezeigt"]Waagrecht gehalten wird eine Karte angezeigt[/caption]

(via fscklog)

Und alle so: “Yeaahh”

und-alle-so-yeaahh
Ach, das Internet ist schon lustig. Dieses Bild allein ist ja schon großartig. Noch viel besser ist aber, dass das Plakat einen Flashmob auslöste: tatsächlich riefen gestern die 2000 Besucher der Veranstaltung nach jedem Satz der AltKanzlerin „Yeaahh“:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw[/youtube]

Nicht zu vergessen natürlich auch der entsprechende Generator um einen eigenen Spruch auf das Plakat zu setzen.

Großartig.

(via indigoidian / gregel dot com / SPON)

Bundestagswahl: Die Parteiwebsites

Schon bei der Europawahl hatte ich ja über die Websites der wichtigsten Parteien geschrieben. Das wollte ich nun wieder tun, allerdings hat sich nicht sehr viel geändert – daher gibts jetzt einen Schnelldurchlauf (wollte mir sowieso angewöhnen, kürzere Postings zu schreiben…).

SPD: Web 2.0 ist angesagt. Twitter, Facebook, Flickr. Auch sonst ein moderner Auftritt, der die Ziele der SPD in den Vordergrund stellt. Auch wenn bei der SPD viel schief geht, man hat immerhin erkannt, dass Wahlkampf 2009 im Internet stattfindet.

CDU: Sieht ganz ähnlich aus wie bei der SPD. Auswirkungen der großen Koalition? Zwar wirkt die Website nicht ganz so modern wie die der SPD, große, animierte Diashows gibt es hier aber ebenso wie YouTube-Links. Konkrete politische Ziele sucht man allerdings vergebens. Vielleicht geht die CDU davon aus, dass sie sowieso niemand wählt, der im Internet surfen kann.

FDP: Hier ist ein Fortschritt im Gegensatz zur Europawahl zu verzeichnen: offenbar ist den Neoliberalen die Bundestagswahl wichtiger. Die Blog-artige Seite wirkt allerdings immer noch etwas lieblos umgesetzt. Konkrete Ziele lassen sich auch nicht finden, nur eine A-Z-Liste, die wohl niemand durchklicken wird.

Die Grünen: Der sehr gute, moderne Stil, den wir schon bei der Europawahl sahen, wurde beibehalten. Tatsächlich sieht die Website fast genau gleich aus wie schon im Mai. Konkrete Ziele lassen sich zwar auch nicht unmittelbar erkennen, sind aber zumindest leicht auffindbar. Ansonsten scheint man einiges bei der SPD-Kampagne zur Europawahl abgeguckt zu haben und führt eher einen Anti-Wahlkampf: Es wird vor allem Stimmung gegen eine mögliche CDU/FDP-Koalition gemacht.
Erwähnenswert wäre noch der Pulp-Fiction-Werbespot, der zumindest in einer gewissen Zielgruppe sicher gut ankommt.

Die Linke: Etwas weniger textlastig als noch bei der Europawahl, die Seite wirkt nicht mehr so überladen. Das Wahlprogramm ist komplett online, allerdings wird sich kaum jemand das alles durchlesen. Prägnante Zusammenfassungen wären wünschenswert, und wären eigentlich grade bei einer Partei mit populistischen Zügen zu erwarten gewesen.

Piratenpartei: Erinnert mich irgendwie immer noch an die Website eines Open-Source-Software-Projektes. Liegt wohl auch an der Existenz eines Wikis.
Bilder gibt es leider kaum, dafür sind die Ziele leicht zu finden und kurz und bündig zusammengeschrieben.

Fazit

Sollte ich rein nach dem Eindruck der Website wählen, müsste ich die SPD wählen.
Allgemein muss man aber ein Lob an die Parteien aussprechen, im Vergleich zur Europawahl wurde, wenn überhaupt etwas geändert wurde, stets eine Verbesserung erwirkt. Leider heißt das noch nicht, dass alle Parteien das Internet wirklich verstanden haben. Es heißt nur, dass sie genug Geld für eine gute, moderne Agentur haben und zumindest Berater, die ihnen nahelegten, “einen Wahlkampf in diesem Internet” zu machen. So wirklich findet dieser aber nicht statt, gegen Obama 2008 sehen sie alle alt aus.

Übrigens: Hier findet sich eine Betrachtung der Wahlplakate der Parteien, auch sehr lesenswert.

Fotos!

Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, mir eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen. Sicher, das iPhone macht hübsche Bilder. Aber eben keine so richtig guten.
Und ich habe auch schon länger etwas besseres im Blick: die Nikon D90, die kann nämlich auch noch HD-Filme aufnehmen. Als ich dann im Urlaub im Zelt lag und mich langweilte, erfuhr ich, dass hombertho seine verkaufen möchte.

Es wird also in Zukunft hier alles etwas Foto-lastiger werden, denke ich. Bei Flickr bin ich jetzt auch (wieder).
Und man möge mir verzeihen, ich war bis jetzt immer jemand, der an einer Kamera genau einen Knopf kannte. Aber man lernt ja nie aus…


Die erste Fototour habe ich auch schon hinter mir, schließlich lässt sich der Flughafen Stuttgart von meiner Haustür aus innerhalb von wenigen Minuten zu Fuß erreichen. Und was liegt da näher, als ein paar Flugzeuge zu fotografieren? Die Ergebnisse gibts hier.