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Mein iPhone 3GS – Teil 4: Fazit

Zwei Monate habe ich mein iPhone 3GS jetzt schon – Zeit, ein Fazit zu ziehen, das meine iPhone-Serie hier im Blog […]

Zwei Monate habe ich mein iPhone 3GS jetzt schon – Zeit, ein Fazit zu ziehen, das meine iPhone-Serie hier im Blog abschließt.

  1. Das Gerät
  2. Die Software
  3. Der App-Store
  4. Fazit

Mein iPhone 3GS
Kein anderes Gerät erhält so eine Aufmerksamkeit und hat es in diesen Maßen geschafft, das mobile Internet unter die Leute zu bringen. Apple ist angetreten, das Telefon neu zu erfinden – das ist gelungen. Es ist wirklich das beste Mobiltelefon, das ich je hatte. Das Internet ist damit nicht zu vergleichen mit dem, was mein altes Nokia konnte – dort war das wirklich nur für Notfälle zu gebrauchen (obwohl es ebenfalls 3G und WLAN konnte, aber die Bedienung…). Beim iPhone wird das Internet wirklich allgegenwärtig und oft benutze ich es auch aus reiner Faulheit, weil der Mac grade ein paar Meter weiter weg ist.

Kritik

Die viele Benutzung resultiert vor allem in einer geringen Akkulaufzeit. Heute morgen bin ich aufgewacht, wollte auf die Uhr sehen und was war? – nichts, der Bildschirm war tot. Ich hatte vergessen, es gestern Abend an das Stromnetz zu hängen. Und das ist wirklich notwendig – mehr als einen Tag hält der Akku einfach nicht. Man kann sich aber daran gewöhnen.
Eine andere ärgerliche Limitierung liegt zwar nicht an Apple, ist aber trotzdem nicht zu verschweigen: die Providerseite. In großen Städten hat man kaum Probleme, aber sobald man außerhalb ist, gibt es oft nur noch das langsame EDGE, und auch insgesamt sieht man des öfteren „Kein Netz“ im Display. Dazu die Volumenbegrenzung: im Vertrag steht zwar etwas von 5 GB, allerdings wird nach lächerlichen 300 MB bereits auf EDGE beschränkt. Und ja, diese Grenze erreiche ich – im August beispielsweise, mit nur 6 Tagen „iPhone-only“ im Urlaub. Dass dann noch Tethering bei der Telekom verboten bzw. für 20 Euro monatlich extra verkauft wird, ist einfach nur unverschämt und überhaupt nicht zeitgemäß.
Andere Limitierungen hätte Apple dagegen selbst in der Hand: der Mail-Client kann zu wenig (mehrere Adressen, Verschlüsselung), Safari kann keine gespeicherten Passwörter synchronisieren und kann kein Flash, nützliche Programme werden nicht in den App-Store aufgenommen. Andererseits ist der App-Store überflutet mit Müll, wodurch wahre Perlen eigentlich nur mithilfe der Community auffindbar sind.
Dass kein echtes Multitasking möglich ist, stört ebenfalls manchmal.

Kein Jailbreak

Nein, einen Jailbreak hielt ich bisher noch nicht für notwendig. Es ist einfach nicht Apple-Style, man büßt damit einiges an Komfort ein (alleine das Bangen bei jedem Update, ob es noch funktioniert). Und der damit einhergehende Mehrwert bringt auch Risiken mit, was man gut gegeneinander abwägen muss. Bisher hielt ich es nicht für notwendig, mir diese Mühe zu machen. Vielleicht ändert sich das aber noch.

Warum ich es nicht mehr hergebe

Sicher ist das iPhone noch weit von der Perfektion entfernt, mit den Macs ist Apple da um einiges weiter. Trotzdem ist es zur Zeit die erste Wahl. Mit dem 3GS wurde die Kamera endlich konkurrenzfähig, und man kann damit wirklich gute Fotos und Videos schießen. Safari funktioniert auch super, Flash fehlt zwar manchmal, aber im großen und ganzen kann man damit gut surfen. Mir ist zwar aufgefallen, dass ich am iPhone fast nur lese, und z.B. so gut wie nie Kommentare auf Blogs abgebe, aber das liegt wohl auch daran, dass die Auto-Ausfüll-Funktion mit der Passwortspeicherung einfach nicht so gut funktioniert wie am Mac und dass auch keine Synchronisation stattfindet. Das machen aber die Möglichkeiten der Zusatz-Apps, z.B. für mobiles twittern, mehr als wett.
Insgesamt ist das iPhone einfach ein großes Stück 21. Jahrhundert, zum Mitnehmen. Es verkörpert geradezu den digitalen Lifestyle. Es ist seinen Preis wert, auch wenn es noch nicht perfekt ist. Es ist der Mac der Mobiltelefone. Es ist die erste Wahl.

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