Monatsarchiv für Oktober 2009

Zeitumstellung

Vollautomatisch: ZeitumstellungSchau einer an, da ist ja schon wieder die Winterzeit. Wir stellen die Uhr also eine Stunde zurück und dürfen eine Stunde länger schlafen.
Nein, falsch.
Die Uhren stellen sich selbst eine Stunde zurück und wir wachen eine Stunde früher auf.
Zumindest bei mir ist das so – die Wanduhr stellt sich selbst, der Wecker ebenfalls. Mac und iPhone sowieso. Sogar die Software hinter meinem Blog kennt inzwischen die Sommerzeit.
Das ist bei mir vielleicht etwas extrem, aber im großen und ganzen gibt es immer mehr Funkuhren oder zumindest Geräte, die selbst „wissen“, wann sie an der Uhr drehen müssen.
Da stellt sich die Frage, ob es dann überhaupt noch groß stört, dass zweimal im Jahr die Zeitzone gewechselt wird – geht es so weiter wie bisher, dürften in 10 Jahren fast alle Uhren automatisch umgestellt werden.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Sommerzeitregelung abgeschafft werden sollte. Insbesondere in Hinblick auf die zunehmende Globalisierung und Technisierung. Wären wir immer UTC+1, wären viele Probleme gelöst. Meinetwegen auch UTC+2, wie es die FDP fordert (also Sommerzeit auch im Winter).
Doch das Problem ist durchaus global – fast die gesamte westliche Welt stellt um, während in den südlicheren Gebieten der selben Zeitzonen nicht umgestellt wird (am Äquator macht das ja auch keinen Sinn).
Eine Idee wäre auch, die UTC weltweit zu verwenden. Warum muss 12 Uhr weltweit Mittag und 20 Uhr Abend sein?

Produktfeuerwerk bei Apple

Es gibt wohl kein anderes Unternehmen, das solchen Hype auslösen kann [Achtung: es folgt ein Apple-Fanboy-Artikel].
Gegen 15 Uhr gingen weltweit alle Apple-Online-Stores vom Netz, um gegen 18 Uhr wieder online zu kommen. Und diesmal gab es zwar keine der legendären Keynotes mit Steve Jobs, dafür aber einfach mal so einen komplett neuen iMac, ein komplett neues MacBook, eine komplett neue Maus und Fernbedienung und einen neuen Mac Mini. Boom.

Das neue MacBook
Damit gehört mein MacBook wohl endgültig zum alten Eisen. Nachdem zuletzt alle Alu-MacBooks das „Pro“ im Namen erhalten hatten, war es an der Zeit, das weiße Plastikmodell, das alleine in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schon sechs Leute besitzen, zu überholen.
Leider gibt es kein schwarzes Modell mehr… dafür ist das neue weiße MacBook billig wie nie zuvor. Für 791,35 € (Studentenpreis) kann niemand mehr behaupten, Apple sei überteuert.

Der neue iMacDer neue iMac beeindruckt vor allem durch seine Größe. Ein 27″-Monitor ist wirklich krass (das kleinere Modell hat 21,5″). Damit ist der All-in-one-Desktop-Mac wohl endgültig auch wohnzimmertauglich geworden. Auch hier überrascht der Preis: Studenten sind mit 1.582,70€ für das 27″-Quad-Core-Modell dabei, normale Menschen zahlen 1800 €. Der günstigste iMac ist für 1100 € zu haben.

Außerdem interessant ist der neue Mac Mini, der zwar kein neues Design hat, aber kräftig aufpoliert wurde. Besonders erwähnenswert ist hier die neue Server-Variante ohne optisches Laufwerk, die mit 1 TB Festplattenspeicherplatz und der Server-Version von OS X kommt. Damit stellt er einen perfekten Homeserver und NAS-Ersatz dar: Mac Mini ServerDie iTunes-Mediathek kann damit zentral gelagert werden und die Server-Features (z.B. ein iCal-Server) sprechen ebenfalls für sich. Auch hier ist der Preis mit 835€ für Studenten (949€ normal) recht günstig.
Der normale Mini kostet für Studenten noch 483€ – billiger bekommt man keinen Mac.

Zusätzlich zu den drei neuen Macs wurde auch diverse Peripherie erneuert: die alte Mighty Mouse, die viel Kritik bekam, wurde durch ein neues Multi-Touch-Modell ersetzt, das sich natürlich erstmal im Alltag bewähren muss. Schlechter als die Mighty Mouse kann sie aber eigentlich gar nicht sein. Die Apple-Remote wurde an das Alu-Design der aktuellen Macs angepasst, außerdem wurden die Router Airport Extreme und Time Capsule etwas verbessert.

Für mich persönlich ist heute nichts dabei. Abgesehen davon, dass ich sowieso kein Geld übrig habe, wüsste ich nicht, was ich mit einem iMac sollte. Das weiße MacBook ist für mich zur Zeit auch kein potentieller Ersatz für mein schwarzes MacBook, es wurde mit der Zeit doch zu viel rausgenommen und zu sehr an den Consumer-Markt angepasst. Ich werde mir nicht vor Herbst 2010 ein neues MacBook Pro kaufen. Mal sehen, was bis dahin noch alles kommt…

Bei all dem Hype ist nämlich nicht zu vergessen, dass es immer noch einige Kritikpunkte gibt, an denen Apple arbeiten kann. Mein altes, schwarzes MacBook hat zum Beispiel noch einen FireWire-Anschluss sowie einen Audioeingang – beides möchte ich nicht missen.
Und dann wäre da noch BluRay. Auch wenn optische Medien schon fast tot sind, ist unverständlich, warum die Mac-Laufwerke nichts mit dem DVD-Nachfolger anfangen können.

Und ansonsten sollte Apple dringend an OS X Snow Leopard weiterarbeiten. In Version 10.6.1 ist es nämlich (zumindest bei mir) nicht so stabil wie es der Vorgänger war. Achja, und das iPhone… aber dessen Verbesserungspotential habe ich ja schon an anderer Stelle ausführlich beschrieben.
Bleibt festzustellen, dass es mit dem heutigen Tag großartige neue Macs gibt, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Es ist einfach nicht mit einem Windows-PC vergleichbar, auch ein Windows 7 kann da in Puncto Bedienerfreundlichkeit nicht mithalten. Und am Preis kann man bei den neuen Geräten wirklich nicht mehr meckern.

Update: Inzwischen gibt es von Apple ein sehenswertes Video zum neuen iMac. Gewohnt bescheiden.

Synchronisation von Mail, Kalender und Adressen auf iPhone und Mac über Google

Hinweis: Dieser Artikel ist vom Oktober 2009. Eine Anleitung für Google Sync mit mehreren Absenderadressen unter iOS 4 ist hier zu finden: iPhone: Google Mail mit Push und mehreren Absenderadressen

syncBis jetzt hatte ich immer das Problem, dass meine Kalender und Adressen nur über iTunes zwischen Mac und iPhone synchronisiert werden – also nur, wenn ich es anschließe. E-Mails kommen auf dem iPhone außerdem nur per normaler IMAP-Abfrage an, also immer mit etwas Zeitverzögerung. Doch das muss nicht sein: Google bietet einen Active-Sync-Exchange-Server für das iPhone an, mit dem sich all das – kostenlos – lösen lässt. Natürlich gehört dazu ein gewisses Vertrauen in Google, schließlich werden die Daten über deren Server synchronisiert.
Doch die Alternative heißt MobileMe – und kostet richtig Geld. Den ganzen Beitrag lesen »

Umzug

AngekommenDa meine Studentenbude der ersten beiden Semester von Anfang an bis August 2009 beschränkt war, bin ich jetzt ins Wohnheim umgezogen.
Mein kleines Zimmerchen, das Teil einer 2er-WG ist, muss natürlich noch ziemlich bearbeitet werden. Momentan erinnert es eher an eine Gefängniszelle als an das Zimmer eines Medieninformatikers.
Ich würde gerne alles in schwarz-weiß einrichten, so ähnlich wie hier. Dummerweise sind die vorhandenen Möbel hellbraun. Aber vielleicht lässt sich da ja was mit Folie o.ä. machen… jedenfalls geht es bald mal zu IKEA und ich denke dann wird das hier alles schon viel wohnlicher aussehen.
Und obwohl ich ein Stockwerk tiefer eine Bar habe, möchte ich auch eine kleine Bar in meinem Zimmer haben – also einfach einen etwas erhöhten Tisch mit Barhockern. Ich mag nämlich auch nicht immer am Schreibtisch essen, und wenn Besuch da ist, ist eine Sitzgelegenheit auch schön.
Ich bin mal gespannt, was sich aus den ca. 12qm alles herausholen lässt…

Aus dem Fenster90cmAirport Express

Aus deyhle-webdesign.com wird sprachkonstrukt.de

Vergleich
Schon länger habe ich nach einem richtigen Namen für mein Blog gesucht – schließlich klingt deyhle-webdesign.com doch sehr kommerziell (was ja ursprünglich auch so gedacht war – ich habe nur viel zu wenig Zeit, um Websites für Kunden zu machen. Zumindest offiziell…).
Mein Blog heißt nun also sprachkonstrukt.de. Das Wort gefällt mir visuell wie phonetisch gut. Zusätzlich ist es ein Hinweis auf den technisch-nerdigen Grundton des Blogs, ohne sich auf ein konkretes Thema festzulegen. Und nicht zuletzt war die Domain noch frei…1

Aufrufe für deyhle-webdesign.com sollten automatisch auf sprachkonstrukt.de umgeleitet werden, trotzdem ist es natürlich besser, Bookmarks und RSS-Feeds entsprechend anzupassen. Daher hier die beiden Links zum in die Lesezeichenleiste und den Feedreader ziehen:

RSS-Feed      sprachkonstrukt.de

Und natürlich war der neue Name ein schöner Anlass, um das Theme mal wieder zu überarbeiten. Das Ziel war, einen moderneren, transparenteren Look zu erhalten, dem man die Herkunft aber noch ansieht. Ich denke das ist gelungen. Aber natürlich nehme ich in den Kommentaren gerne Kritik und Verbesserungsvorschläge entgegen.

1: Ich möchte bei diesem Anlass übrigens mal erwähnt haben, dass eine der schlimmsten Plagen des Internets Domaingrabber sind – die Zeitgenossen also, die ein Wörter- oder auch Telefonbuch von vorne bis hinten durchgehen und alles registrieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Nur um die Domains dann mit Werbung vollzuklatschen und zu hoffen, dass ihnen irgendwann irgendjemand die Domain zu astronomischen Preisen abkauft. Dadurch gibt es kaum noch einfache freie Domains mit beliebten TLDs wie .com oder .de. Wie soll das in 10, 20, 100 Jahren aussehen? Immer nur neue, sinnlose TLDs zu erfinden oder welche von pazifischen Inselstaaten zu kaufen kann ja nicht die Lösung des Problems sein. Meiner Meinung nach sollten die Registrierbehörden „geparkte“ Domains als das behandeln, was sie sind: ungenutzt.