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Monatsarchiv: Januar 2010

DHL ist unfähig, in eine Packstation zu liefern?!

Ich finde die Idee der Packstationen von DHL eigentlich klasse. Dadurch kann ich das Paket empfangen, wann ich will, und bin auch nicht der Willkür des Postboten ausgeliefert, der Pakete auch gerne mal irgendwo anders abgibt. Oder einfach einen halben Tag vor der Tür stehen lässt, so geschehen mit meinem iPhone seinerzeit.
Nur kommt DHL offenbar mit dem eigenen System nicht zurecht. Ein Erfahrungsbericht.

Ich habe am 13. Januar in einem Onlineshop, den ich hier nicht nennen möchte, eine Bestellung getätigt. Danach vergingen fünf Tage, bis ich am 18. Januar die Nachricht erhielt, dass das Paket verschickt wurde – mit DHL, direkt an meine Packstation-Adresse. Soweit alles in Ordnung. Fünf Tage Bearbeitungszeit sind zwar in Zeiten von Amazon mittlerweile ungewohnt, aber ok. Ich ging davon aus, das Päckchen am nächsten Tag abholen zu können.
Doch es kam einfach keine Benachrichtigung, dass etwas für mich in der Packstation sei. Auch am nächsten Tag und dem Tag danach nicht. Eine Sendungsverfolgungsnummer wurde mir von dem Onlineshop leider auch nicht gegeben – erst nachdem ich einige Tage später mal nachgehakt habe. Tja, und als ich diese Nummer dann bei DHL eingegeben habe, bot sich mir folgendes Bild:

Offenbar konnte DHL aus irgendwelchen Gründen nicht an die (DHL-) Packstation liefern und hat das Paket zurückgeschickt. Hallo? Wenn die Station voll ist, müsste an eine andere Station oder an eine Postfiliale geliefert werden. Warum die Post allerdings gleichzeitig der Meinung ist, das Paket sei an meine Familie oder meine Nachbarn ausgeliefert worden, ist mir schleierhaft.
Der Hammer aber ist der Eintrag vom 22.01.10 um 17:29 unter der Bezeichnung „Zustellung“, wonach anscheinend mit mir eine Rücksendung vereinbart worden war, da ich angeblich im Urlaub sei. Oder ist mit „Empfänger“ die Packstation gemeint? Wie kann eine Packstation im Urlaub sein?

Jedenfalls ist meine Bestellung nun 13 Tage alt und wurde innerhalb von 9 Tagen von DHL durch 10 Paketzentren geschleust und letztlich offenbar wieder an den Absender zurückgegeben. Klasse Aktion. Inzwischen wurde das Paket nochmals abgeschickt und ich habe netterweise direkt eine neue Sendungsverfolgungsnummer erhalten. Wohin die Reise wohl diesmal geht?

Nicht das erste Mal

Ich bin noch nicht lange Packstation-Kunde. Aber dafür hatte ich schon erstaunlich viel Ärger: ein Paket konnte nicht zugestellt werden, weil es nicht über DHL, sondern über UPS verschickt wurde (auf der Packstation-Website wird mit keinem Wort erwähnt, dass die Zustellung nur duch DHL erfolgen kann). Ein anderes Paket war laut Sendungsverfolgung eingeliefert, ich konnte es aber nicht abholen und hatte auch keine Benachrichtigung bekommen. Ein Anruf bei DHL ergab, dass der Mensch, der die ID-Nummern der Kunden offenbar manuell in die Packstation eingibt, einen Zahlendreher drin hatte. Es hätte also jemand völlig anderes das Paket holen können. Tatsächlich konnte ich erst zwei von fünf Paketen direkt ohne Probleme bei der Packstation abholen. Keine gute Quote.

5-Minuten-Maultaschen

Hunger, aber zu faul zum Kochen und Abspülen? Wie wäre es dann mit leckeren Maultaschen?

Alles, was man benötigt, sind Maultaschen aus dem Kühlregal, am besten schon klein geschnittene oder Suppenmaultaschen – und etwas Fleisch- oder Gemüsebrühe bzw. Brühwürfel. Als erstes setzt man etwas Wasser im Wasserkocher an (gut halb voll genügt). Währenddessen kommen die Maultaschen in einen möglichst tiefen Teller oder eine Müslischale; darüber gibt man dann das Gemüsebrühepulver. Wenn das Wasser kocht, übergießt man das Ganze damit und wartet noch 5 Minuten (wenn die Maultaschen größer sind, etwas länger, steht meist auf der Packung) – fertig.
Und das beste daran: man muss nur den Teller und einen Löffel abspülen.

2009 des Jahres

Kleiner Jahresrückblick, sowas muss man ja eigentlich machen, oder?

Foto des Jahres

Los gehts mit dem Foto des Jahres, da ich dadurch überhaupt erst auf die Idee zu diesem Beitrag kam. VisuelleGedanken hat zu einer kleinen Blogparade aufgerufen, und da ich 2009 erstmals halbwegs professionell fotografierte, bin ich mal meinen Photostream durchgegangen. Hängen geblieben bin ich dabei:

Am Sande
Entstanden ist das Foto im Herbst in Lüneburg. Mir gefällt es, weil es einfach anders ist, nicht nur ein schon tausendmal gesehenes Bild von einem Platz.
Schön finde ich auch Sylt Beach und das Runway Door.

Gadget des Jahres

DisplayFür mich war das Gadget des Jahres ganz klar mein iPhone 3GS, das ich im Juli bekam. Erstaunlich finde ich, dass es noch immer kein dem iPhone wirklich ebenbürtiges Smartphone gibt, auch HTC Hero und Motorola Milestone konnten das iPhone 2009 nicht vom Thron stoßen.
Persönlich ging es bei mir mit dem Kauf von Homberthos D90 endlich mit „richtigem“ Fotografieren los. Und natürlich ist auch mein MacBook zu erwähnen, das ich nun im dritten Jahr nutze und das noch immer mein täglicher treuer Begleiter ist.

Website des Jahres

Facebook konnte sich mittlerweile mit weltweit über 350 Millionen Nutzern gegen alle anderen sozialen Netzwerke durchsetzen – zurecht, so einen Funktionsumfang gibt es sonst nirgends. Google Wave wird meiner Meinung nach noch ziemlich unterschätzt. Doch dabei wird nicht berücksichtigt, dass es erst eine frühe Alpha-Version ist – wenn es erstmal fertig ist, wird das noch ganz groß. Und Twitter ist nach wie vor aktuell, auch wenn die Facebook-Statusnachrichten 2010 für einige Konkurrenz sorgen dürften. Auch ich habe wieder mit dem Twittern angefangen.

Film des Jahres

Der Film des Jahres ist ganz klar Inglorious Basterds. Ein Tarantino-Film, der in der gleichen Liga spielt wie Pulp Fiction und Kill Bill. Grandios. Ich habe ihn im Sommer in einem kleinen Kino in Hamburg in der deutsch-englisch-französischen Originalfassung gesehen und war begeistert.
Ebenfalls ziemlich gut fand ich Star Trek, wo es Regisseur J.J.Abrams wider Erwarten schaffte, das schwächelnde Star-Trek-Fanchise mit einem Film wiederzubeleben, der sowohl alte Trekkies als auch normale Menschen ansprach. Und das auch noch mit dem heiklen Vorhaben, die Charaktere der ersten Star-Trek-Serie mit neuen Schauspielern zu besetzen.
Als dritten Film des Jahres könnte man Avatar erwähnen, da es der erste richtig gute 3D-Film ist – aber da er erst Ende Dezember rauskam erwähne ich hier stattdessen die beste Fernsehserie des Jahres: House M.D. Im September lief die sechste Staffel an. Da viele die Serie im deutschen Fernsehen anschauen und RTL zwei Staffeln hinterherhinkt, möchte ich jetzt nicht zu viel verraten. Aber es ist einfach großartig.

Blogartikel des Jahres

Ich habe 2009 auch mein Blog überarbeitet und so viele Beiträge wie noch nie verfasst. Erwähnenswert sind meiner Meinung nach vor allem mein Bericht über die Parteiwebsites zur Europawahl, die Gedanken zur Handy- und Internetproviderlandschaft in Deutschland und meine Testserie zum iPhone. Am meisten kommentiert wurde interessanterweise meine Anleitung, wie man mit wenigen Handgriffen ein Gästebuch in Wordpress ohne Plugins realisieren kann. Meinen Vorsatz, jede Woche mindestens einen Beitrag zu veröffentlichen, konnte ich (vor allem in der ersten Jahreshälfte) nicht ganz erreichen. Aber gegen Ende lief es ganz gut, daher bin ich 2010 zuversichtlich, das zu schaffen und so auch die Leserzahl weiter zu erhöhen. Am 10. November konnte ich übrigens den Jahreshöchstwert von über 400 Besuchern an einem Tag erreichen. Feedleserstatistiken liegen mir leider nicht vor, da ich Feedburner nicht mag. Auf Twitter habe ich 30 Follower, schätze dass es etwas weniger Feedleser sind.

FAIL des Jahres

Was ist schiefgelaufen im Jahr 2009? Ganz klar die Bundestagswahl, bei der sich die Konservativen mit ihrer hilflosen, reaktionären Politik durchsetzen konnten. Unter dem politischen Stillstand (nicht nur) in Sachen Netzpolitik werden wir noch lange leiden.
Auch Obama hat für mich versagt, nach einem Jahr im Amt existiert Guantanamo immer noch und die amerikanischen Kriege des ersten Jahrzehnts dauern weiter an, auch wenn sie teilweise nicht mehr so genannt werden.
Aber es gibt auch einen positiven Fail aus 2009: Die irrsinnige Internetzensur konnte nicht umgesetzt werden. Anfang 2010 haben wir die Situation, dass sich mittlerweile alle Parteien mit Ausnahme der CDU gegen die Zensur aussprechen, sogar die SPD (was blieb ihr auch anderes übrig). Jetzt muss nur noch die Vorratsdatenspeicherung von Karlsruhe als grundgesetzwidrig anerkannt werden.

Fazit des Jahres

Statistisch gesehen hätte 2009 schlecht werden müssen: die geraden Jahre sind meistens ganz gut und die ungeraden eben nicht – zumindest 2007 war ziemlich mies. Trotzdem war 2009 ganz in Ordnung: als Student gehts einem eben gut. So viel Freiheit werde ich wohl nie wieder haben. Krank war ich auch nicht, es gab schöne Urlaube und ein paar nette Parties. Auch global gesehen war es ein gutes Jahr: es gab wieder keinen Weltuntergang, die Wirtschaftskrise ist schon fast wieder vorbei und die Schweinegrippe hat sich wie schon die Geschichten zuvor (BSE, Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe) als Panikmache herausgestellt, obwohl geplante Massenimpfung daran scheiterte, dass sich niemand impfen lassen wollte: trotzdem war nach der Ferienzeit nicht jeder dritte infiziert, wie es prophezeit wurde. Das Internet konnte seinen Siegeszug weiter fortsetzen und auch nicht von ängstlichen Politikern, Verlegern und Plattenfirmen aufgehalten werden. Wobei der Kampf noch nicht gewonnen ist, eines der großen Probleme der nächsten zehn Jahre wird sein, notwendiges technisches Grundverständnis unters Volk und vor allem in die Chefetagen zu bringen.