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Monatsarchiv: Juni 2010

Wo bleiben HD-Filme im iTunes Movie Store?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass iTunes grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist. (Also der Store, nicht das Programm, das ist leider immer noch viel zu überladen. )
CDs, DVDs, BluRays und seit dem iBook-Store zumindest teilweise auch Bücher können durch das Downloadmodell des iTunes-Stores sehr gut ersetzt werden.
Bei CDs ist das bereits vielerorts Realität. Man hat keine riesigen CD-Regale mehr, sondern eine große Festplatte.
Nur bei Filmen läuft das nicht so richtig an. Die DVD hat langsam ausgedient, schließlich ist bei einer Auflösung von 720×576 Schluss. HD ist für die DVD ein Fremdwort – und ich möchte mir heute keinen Film mehr kaufen, der nicht in HD vorliegt. Bei der BluRay ist die mangelhafte Geräteauswahl und der hohe Preis der Scheiben problematisch.
Die Lösung heißt Download-Filme. Gibt’s natürlich schon von Apple im iTunes-Store – eine große Auswahl aktueller Filme, teilweise auch mit mehreren Audiospuren. Wenn man sich den iTunes Movie Store aber genau anschaut, fällt auf, dass es keine HD-Filme gibt. Zumindest nicht, wenn man für die heimische Festplatte einkaufen will: HD-Filme gibt es nur für Apple TV- und iPad-Besitzer. Alle anderen, auch Besitzer des fürs Heimkino prädestinierten Mac Mini, schauen in die Röhre.
In den USA ist das anders, dort ist sogar das Ausleihen von HD-Material im iTunes-Store möglich.

Warum, fragt man sich. Auch in Deutschland sind HD-Fernseher inzwischen üblich, sogar meist mit der (von iTunes nicht mal in den USA unterstützten) Full-HD-Auflösung 1080p.

Da es keine wirkliche Konkurrenz gibt, bleibt hierzulande zur Zeit offenbar leider nur der (im Normalfall nicht legale) Weg über BitTorrent, wenn man HD-Filme auf seine Festplatte bekommen möchte – oder der Weg über einen amerikanischen iTunes-Account.

Rosa Chaos

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Video über mein neues iPhone posten.

Als Steve Jobs am 7. Juni das iPhone 4 vorgestellt hat, hatte ich schon einen negativen Beigeschmack. Ich befürchtete schon, dass alles nur wieder daran scheitern wird, dass die Telekom es nicht auf die Reihe bekommt – und genauso ist es jetzt geschehen.

Schon mein erstes Handy war von der Telekom, zwischenzeitlich war ich mal bei O2, dort aber sehr unzufrieden, daher habe ich seit Februar 2008 einen Telekom-Vertrag. Ich bewerfe die Telekom auch gerne mit Geld, da sie immer noch das beste Netz hat und das Tarifmodell passt auch sehr gut auf mich.

Man stellt sich also vor, dass man gemütlich auf t-mobile.de vorbeischlappt, auf „Vertrag verlängern“ klickt und sein iPhone 4 auswählt.
Aus irgendeinem Grund muss bei der Telekom aber alles immer extrem kompliziert, langsam und unstrukturiert organisiert sein. Als Neukunde mag man vielleicht online bestellen können, aber als Bestandskunde wird man einfach wie der letzte Dreck behandelt. Klar, Neukunden könnten bei Unzufriedenheit noch zurücktreten.
Online verlängern geht jedenfalls nicht, man muss in den Telekom-Laden gehen und persönlich vorbestellen.
Bei einer Vorbestellung geht man eigentlich davon aus, dass man, wenn das Produkt verfügbar ist, benachrichtigt wird und ein reserviertes Gerät abholen kann.
Nicht so bei der Telekom: Man wird auf eine Liste gesetzt, und wenn ein Gerät da ist, wird man angerufen. Man muss dann ans Telefon gehen und am selben Tag bis spätestens 14 Uhr in den Telekom-Laden gehen, sonst wird das Gerät an den nächsten gegeben und man bekommt nichts.

Hallo?!
Wenigstens eine Benachrichtigung per SMS wäre doch wohl machbar. Und was ist, wenn man an dem Tag (der irgendwann in den nächsten 1,5 Monaten sein kann) nicht in der Stadt ist? Oder gar arbeitet?

Ich habe die Telekom wirklich immer ganz okay gefunden. Und ich würde gerne bei der Telekom bleiben. Aber wenn man so behandelt wird, hat man dazu irgendwie keine Lust mehr.

Aber was ist die Alternative? Vodafone hat keine guten Verträge (keine Freiminuten und genauso teuer) und E-Netz-Provider fallen sowieso weg. Bliebe ein Vertrag ohne Gerät in Verbindung mit einem „freien“ iPhone aus dem Ausland. Problem hierbei: Mit einem Vertrag ohne Handy kann man gerade mal ca. 120 € sparen – dafür kann man sich kein iPhone kaufen, nicht mal ein gebrauchtes der Vorgängergeneration.

Fazit:
Es ist in Deutschland nicht möglich, zeitnah ein neues iPhone zu bekommen, wenn man nicht einen neuen Vertrag abschließen möchte. Man muss sich als Bestandskunde auf das Glücksspiel mit der Telekom einlassen und das beste hoffen.
Traurig.
Es bleibt nur die Hoffnung, dass das nächstes Jahr besser wird. Aber auch da wird die nächste iPhone-Generation im Juni die Telekom ganz plötzlich und natürlich völlig unvorbereitet treffen.

Hintergrundbilder, Ordner und immer noch Probleme

Seit gestern ist jetzt also iOS 4.0 für das iPhone 3GS verfügbar (für das 3G nur eingeschränkt). Die Neuerungen dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Und doch war das Update für mich recht interessant:


Hintergrundbilder gar nicht soo schlecht

Nein, ich konnte mir nicht vorstellen, dass iPad-ähnliche Hintergrundbilder auch auf dem Homescreen des iPhone funktionieren können. Auf gejailbreakten Geräten sah das immer sehr hässlich aus. Und was den von Apple standardmäßig eingestellten grauen Wassertropfen-Hintergrund anbelangt, ist das bei der offiziellen Variante genauso.

Allerdings wird auch ein einigermaßen ansehnlicher mitgeliefert – wem der genausowenig gefällt wie die anderen (Stein, Stein, Pflastersteine, Jeans, Stein, …) muss selbst suchen oder fotografieren: hier empfiehlt sich auf jeden Fall ein dunkles, einfarbiges, unscharfes Motiv. Dann sieht es aber tatsächlich ganz hübsch aus. Der blaupunktige mitgelieferte verleiht dem iPhone – ganz entgegen meiner Erwartung – gar ein schickes, edles Aussehen, ziemlich shiny.

Hässlich, aber praktisch

Die Ordner (oder neudeutsch „Folders“) sind wirklich praktisch, ich habe damit direkt mal auf 4 Homescreen-Seiten verschlankt. Die Darstellung ist allerdings etwas hässlich geraten, man sollte definitiv nicht zu viele verwenden. Aber gerade selten genutzte Spiele und Apps lassen sich durch die Ordner leicht aufräumen.

App-History („Multitasking“)

Das wohl am meisten missverstandene Feature in iOS 4.
Doppeldruck auf den Homebutton bringt die App-History zum Vorschein, eine Art zusätzliches Dock, in dem kürzlich genutzte Apps liegen. Und nein, die Apps laufen nicht im Hintergrund weiter und verbrauchen Akku, keine Sorge.

Zwar können Apps nun bestimmte Dienste im Hintergrund laufen lassen (z.B. eine Webradio-App), die allermeisten Apps tun dies aber nicht. Sie werden beim Schließen einfach „eingefroren“ und ihr Symbol wird in der App-History angezeigt. Das dient dazu, schnell zwischen mehreren Apps zu wechseln. Was sehr gut funktioniert.

Wer möchte, kann die Symbole dort auch rauslöschen, allerdings ist das nicht notwendig.

Ach ja: „Multitasking“ ist so übrigens echt nett. Paralleles Benutzen von Apps wird möglich, im Hintergrund Laufen für bestimmte Apps (wo das sinnvoll ist) auch, aber es wird nichts tatsächlich akkubelastend weiter ausgeführt.

Jailbreak (fast) unnötig

Fährt man die App-History nach rechts, kommen iTunes-Buttons zum Vorschein, wodurch letztlich weiterhin die Musiksteuerung durch Doppeldruck auf den Homebutton möglich ist.

Aber noch viel besser ist das Symbol links daneben, mit dem die automatische Rotation z.B. in Safari deaktiviert werden kann. Extrem nützlich, wenn man seitlich liegend surfen möchte. Und dank diesem Button endlich ohne hässlichen Jailbreak möglich.

Kein Telekom-Internet mehr nach 4.0-Update

Klingt unglaublich, aber es kann vorkommen, dass das iPhone nach dem Update auf iOS 4.0 keine IP-Adresse mehr von der Telekom bekommt.
Ich weiß nicht genau woran es liegt, vielleicht daran, dass ich vor dem Update den Jailbreak hatte, oder dass ich mal ein Tethering-Profil installiert hatte, oder dass ich die mir von der Telekom zugeschickten Netzwerkeinstellungen einfach mal aktiviert habe. Jedenfalls wird zwar das 3G-Symbol angezeigt, aber Safari kann keine Website öffnen (ohne WLAN) und auch sonst geht natürlich recht wenig mit einem iPhone ohne Internet.

Und hier ist die Lösung:
Die guten alten Profile von help.benm.at, mit denen wir zu iOS-3er-Zeiten das Tethering freischalten konnten. Natürlich muss man vorher eventuell vorhandene Profile löschen (Einstellungen -> Allgemein -> Profil), und Tethering funktioniert mit den Mobileconfigs natürlich auch nicht mehr, aber das Internet kommt zum iPhone zurück. (Soweit ich weiß ist Tethering tatsächlich nur für 5€/Monat bei der Telekom freischaltbar).
Bis es von der Telekom ein aktualisiertes Profil gibt, auf jeden Fall eine Lösung.

Apple unfähig, oder ist es Google?

Ja, Apple ist trotzdem irgendwie unfähig. Oder vielleicht auch nur ungewillt.
Ich habe meine eMail-Adressen alle auf ein Google-Konto laufen, auch Kontakte und Kalender habe ich natürlich bei Google, dem besten Mailkontaktekalenderanbieter der Welt.

Ich stelle mir das jetzt so vor: ich sage meinem iPhone meine Google-Zugangsdaten und es richtet mir automatisch Mailprogramm, Adressbuch und Kalender ein. Dabei wäre zu beachten, dass ich mehrere Absenderadressen bei Google habe, und diese natürlich auch am iPhone nutzen möchte.
Außerdem habe ich drei Kalender (Privat, Uni und Arbeit) und ein paar Adressbuchgruppen. Neue eMails und Änderungen im Adressbuch und im Kalender sollten möglichst in Echtzeit auch am iPhone ankommen, Push machts möglich. Wenn dann noch Notizen mit synchronisiert werden, wäre das super, aber nicht unbedingt notwendig. Ist das zuviel verlangt?

Offenbar schon, denn das geht wohl nur mit dem kostenpflichtigen MobileMe so richtig.

Gepushed werden Mails von Google nur, wenn man den Account nicht als Google-, sondern als Microsoft-Exchange-Account einrichtet. Dann kommen auch die Kalender (wenn man sie auf der amerikanischen Version von m.google.com/sync freischaltet) am iPhone an und sogar die Kontakte, letztere allerdings ohne Gruppen und die Kalender mit frei gewählten Farben, die überhaupt nichts mit denen bei Google oder in iCal auf dem Mac zu tun haben. Damit muss man leben.

Und mehrere Absenderadressen? Gibts nicht. Mein Workaround dafür ist, dass ich den Account nochmal extra eingerichtet habe, nur zum Versenden (mit falschen Daten beim Eingangsserver, sonst wären ja alle Mails doppelt da), und die mehreren Adressen mit Kommata getrennt per Copy&Paste eingefügt habe (kann man nicht direkt eintragen, funktioniert dann aber).

Das ist MÜLL!

To-Do-Liste

Was fehlt noch in iOS 4?

Safari: Wo bleibt Passwortsynchronisation? Die Schlüsselbundverwaltung von OS X sollte auch in iOS Einzug erhalten. Außerdem wären Extensions hübsch, damit man lästige Werbung ausblenden kann (meinetwegen dürfen iAds drin bleiben).
Achja, Flash darf ruhig weiter fehlen.

Mail: Siehe letzter Abschnitt. Das muss endlich Power-User-tauglich werden. Am Mac ist da übrigens auch noch Potential.
Von Verschlüsselung wage ich gar nicht erst zu träumen.

Karten: Ich finde es ist an der Zeit, die Maps-App zu Google Maps Navigation auszubauen. Wird aber wohl nicht geschehen, da Apple an den teuren Navi-Apps zu viel mitverdient.

iChat: Das iPhone 4 wird eine Frontkamera haben. Warum kann man die dann nur im etwas krüppeligen Facetime nutzen? Warum nicht iChat für das iPhone?

iSync: Die iPhone-Synchronisation muss endlich aus iTunes herausgelöst werden. Warum man dafür nicht einfach das sowieso schon vorhandene iSync verwenden kann, weiß niemand.

Jailbreak: Darf in keiner iPhone-To-Do-Liste fehlen. Apple sollte einfach selbst die Plattform öffnen. Der App-Store wird daran nicht untergehen. Aber man könnte mit dem Teil endlich machen, was man will. Am Mac gehts ja auch.

Telekom: Ich habe es eigentlich satt, mir von der Telekom Tethering verbieten zu lassen. Leider sind die anderen Mobilfunkanbieter kein Haar besser. Aber das ist ein anderes Thema.

So wird’s gemacht: Redesign bei Barilla


Ende letzten Jahres kamen die ersten Einheiten in die Supermarktregale, inzwischen hat Barilla seine gesamte Produktpalette auf ein neues Design umgestellt. Dabei wurde offenbar auf einen hohen Wiedererkennungswert und einen eleganteren, hochwertigeren Look geachtet. Das Logo verlor dabei seinen 3D-Effekt, ein Trend, der von Mercedes gestartet und mittlerweile zahlreich adaptiert wurde. Die Schrift verlor ihre angedeuteten Serifen und wurde etwas schlanker, auch ein beliebter Designtrend unserer Tage (was man schon allein an meinen Artikelüberschriften sieht).
Die Gabel auf den Nudelpackungen, die kaum als „Serviervorschlag“ bezeichnet werden konnte, wich einem kompletten Gericht, das sich über die Seite nach hinten ausdehnt, wo das zugehörige Rezept zu finden ist. Die großflächige Eigenwerbung auf der Rückseite ist verschwunden, lediglich ein kleiner Hinweis auf die Nudelsaucen aus dem gleichen Hause ist geblieben. Schön ist, dass die Nährwerttabelle von der Seite verschwunden ist, die Packung sieht daher auch seitlich im Regal stehend hübsch aus und die Sorte ist auch seitlich sofort erkennbar.
Besonders hervorzuheben ist aber das neue Verpackungsdesign der Nudeln: Das Fenster ist verschwunden. Eine vernünftige Entscheidung, bei getrockneten Nudeln ist eine visuelle Qualitätsprüfung ohnehin von zweifelhaftem Sinngehalt. Die Form der Nudel ist durch die prominente Einzelabbildung auch ohne Fenster leicht erkennbar – und man kann die leere Packung nun endlich guten Gewissens ins Altpapier werfen (oder hat wirklich jemand die Plastikfolie herausgepopelt?
Positiv ist auch der Ersatz der seitlichen Öffnung, die nicht sehr groß und schon gar nicht wiederverschließbar war. Stattdessen kann nun die Oberseite aufgerissen und per Lasche wieder verschlossen werden.
Bei den Soßen wurde leider keine Packungsänderung vorgenommen, die kleinen Pestogläschen lassen sich immer noch nur schwierig restlos entleeren.
Die deutsche Website wurde leider noch nicht an das neue Design angepasst.


Alles in Allem ein souveränes Produkt-Redesign.