sprachkonstrukt.de

nerdkram, design, fotografie & digital lifestyle

Monatsarchiv: August 2010

Facebook-Seite für sprachkonstrukt.de

Es gibt nun eine Facebook-Seite für dieses Blog. Sie soll vor allem als weitere Möglichkeit neben dem RSS-Feed dienen, über neue Beiträge informiert zu werden. Dazu klickt man einfach auf „Gefällt mir“.

Zur Integration hier auf der Website habe ich mich nun doch – zumindest mal zum Test – für ein Facebook-Widget entschieden. Natürlich schön per XFBML eingebunden und selbst gestylt – zu finden rechts in der Sidebar.

Ihr sollet nun also möglichst alle Fan von sprachkonstrukt.de werden, bei 50 Fans gibt es dann eine Verlosung von irgendetwas Schönem unter allen, die auf „Gefällt mir“ geklickt haben.

(via)

MacBook klickt selbständig?

Seit einigen Tagen habe ich das seltsame Problem, dass die Trackbacktaste meines alten Plastik-Macbooks (ja, die hatten noch eine Taste) des öfteren von selbst klickt bzw. schon klickt, wenn man nur in ihre Nähe kommt.
Bei genauerem Betrachten stellte ich fest, dass die Taste auf der rechten Seite praktisch überhaupt nicht mehr hochsteht und auch keinen Druckpunkt mehr hat.
Nun hatte das Plastik-Macbook in den ersten Serien ein ähnliches Problem, wobei die Taste hier in der Mitte nicht richtig funktioniert hat. Die Lösung bestand damals darin, ein Stück Papier zwischen Trackpad und Akku zu klemmen, wodurch die Taste weiter absteht und richtig gedrückt werden kann. Dieses Problem ist bei meinem MacBook schon ab Werk durch einen Aufkleber an der betreffenden Stelle gelöst.
Aber die gleiche Lösung lässt sich natürlich auch anwenden, wenn eine Seite der Taste nicht mehr richtig geht: in diesem Falle verschiebt man das Papierstück eben ein wenig, etwa so:

… und die Taste steht wieder richtig raus und reagiert nur noch, wenn man sie wirklich drückt.

Feuerwerk!

Vom Balkon meiner Heimat aus hat man einen guten Blick auf Flammende Sterne – so konnte ich mich ein bisschen in Feuerwerksfotografie üben. Am ersten Abend wurde ich etwas überrascht davon, daher habe ich da einfach mit hohem ISO-Wert und kurzer Belichtungszeit von Hand draufgehalten. Das Ergebnis lies sich dennoch sehen, auch wenn ich etwas Rauschen entfernen musste.
Flammende Sterne 20.08.2010

Flammende Sterne 20.08.2010

Samstag und Sonntag habe ich mich dann vorbereitet und mit Stativ und Funkfernauslöser fotografiert. So konnte ich länger belichten und einen geringeren ISO-Wert verwenden.

Flammende Sterne 21.08.2010

Flammende Sterne 21.08.2010

Flammende Sterne 21.08.2010

Alle Fotos und ein kurzes Video gibts auf Flickr.

Warum Street View wichtig ist

Nun muss ich doch mal ein paar Worte zur diesjährigen Sommerloch-Diskussion „Verbietet Google das Fotografieren meiner Straße“ verlieren.

My home is my privacy?

Ich finde es nicht gut, wenn mitgeloggt wird, was ich alles im Internet mache. Ich finde es auch nicht gut, wenn Unternehmen analysieren, was ich einkaufe. Und erst recht finde ich es nicht gut, wenn mein neuer Personalausweis kabellos ausgelesen wird, während er in meiner Hosentasche steckt.
Aber ich habe absolut kein Problem damit, wenn das Haus, in dem ich wohne, fotografiert wird.
Privatsphäre „bezeichnet den Bereich, der nicht öffentlich ist, […] der nur die eigene Person angeht.“ (Wikipedia).
Die Ansicht meines Wohnhauses von der Straße aus ist aber öffentlich, und als solche kein Teil meiner Privatsphäre. Wer also behauptet, Google Street View verletze die Privatsphäre, hat entweder keine Ahnung, was Street View eigentlich macht, oder möchte den Kampfbegriff der Privatsphäre für seine eigenen Interessen missbrauchen, sei dies nun stumpfes Google-Bashing oder Populismus.

Der böse potentielle Arbeitgeber

Auf die Kindergartenargumente (Einbrecher, die mein Haus auskundschaften etc.) will ich hier gar nicht eingehen.
Das einzige ernstzunehmende Argument ist wohl, dass durch Street View sehr einfach die Wohngegend einer bestimmten Adresse angeschaut werden kann. Dadurch könnten potentielle Arbeitgeber, die auch nach Partyfotos auf Facebook suchen, unter Umständen Rückschlüsse auf mein soziales Umfeld schließen.
Doch auch dieses Argument ist bei näherer Betrachtung keines: weder Saufbilder auf Facebook noch ein heruntergekommenes Wohnhaus sind geeignet, meine Qualifikation als Arbeitnehmer zu bewerten. Wer das macht, ist als Personaler grundsätzlich indiskutabel und auch niemand, für den ich gerne arbeiten würde.

Ein „deutsches Problem“

In x Ländern gibt es Street View schon seit langem, und stößt fast nur auf positive Resonanz. Nur für das verborte Deutschland muss Google eine lächerliche Opt-out-Funktion anbieten, weil Anne und Erich nicht wollen, dass der Mendelweg auch in Burkina Faso angeschaut werden kann. Dem typischen Deutschen ist seine Fassade, sein Vorgarten und sein Jägerzaun heilig, und es kommt nicht in Frage, dass plötzlich jeder Ausländer ein Bild davon auf seinen Monitor bekommt. Was schreit der Deutsche also? Verbieten!

Und Presse und Politik haben mitten im Sommerloch ein gefundenes Fressen, das den kompletten Internet- und Privatsphäre-Bereich erschöpfend abdeckt und die „Datenkrake Google“ auch mal wieder als Bösewicht entlarvt. Die wirklich wichtigen Diskussionen in diesen Bereichen – als Beispiel seien Netzneutralität und neuer Personalausweis genannt – gehen im Grundrauschen unter: die Seite im Abendblatt ist ja schon mit Street-View-Gegnern und Lokalpolitikern gefüllt, die die Privatsphäre der Fassade ihres Rathausgebäudes schützen möchten.

Öffentlichkeit

Die von Street View erfassten Daten (Hausansichten von der Straße aus) sind grundsätzlich öffentlich. Jeder kann auf die Straße gehen und sich die Daten „holen“, indem er sich ein Haus anschaut. Dies ist gut und wichtig, und letztlich als Menschenrecht der Freizügigkeit verankert.
Nun wird, wie so oft, das Internet als eine Art virtuelle, parallele Welt angesehen. Dabei ist es nur eine digitale Ebene unserer Realität.
Warum sollte uns auf dieser digitalen Ebene das Recht auf Freizügigkeit nicht gewährt werden? Warum sollen wir auf dieser Ebene nicht Dinge, in diesem Fall Häuserfronten, ansehen können, die wir auf der nicht-digitalen Ebene auch ansehen dürfen?

Ein Erweiterung der Privatsphäre auf die Hausfassade wäre nicht nur extrem lächerlich und mit deutsch-kleinbürgerlichem Beigeschmack, sondern auch gefährlich. Plötzlich könnte man nicht mehr einfach rausgehen und fotografieren. Will man z.B. einen Platz fotografieren, müsste man jeden einzelnen Anwohner fragen, ob man sein Haus fotografieren darf. Und es geht noch weiter: einige Gemeinden wollen ja auch Widerspruch gegen die Streetviewisierung ihrer städtischen, öffentlichen Gebäude einlegen.
Bin ich also vorbildlich Urlaub in Deutschland machen, kann ich nicht mal mehr die Stadt fotografieren, in der ich bin, ohne den Bürgermeister zu fragen, ob ich das darf.
Die ganze Debatte ist in ihrer Absurdität eigentlich nur noch von der Urheberrechtsdiskussion übertroffen.

Fazit

Die Debatte zeigt mal wieder deutlich die ignorante, technikfeindliche und reaktionäre Einstellung von Politik, Medien und gewissen Mitbürgern. In der Hoffnung, „dem bösen Google“ eins auszuwischen und sich als „Verteidiger der Privatsphäre“ profilieren zu können, wird hier etwas an den Pranger gestellt, was in ähnlicher Weise schon lange existiert und niemanden interessiert hat, bis Google damit begann.
Dass dabei möglicherweise gravierende Gesetzesänderungen entstehen können und der Begriff der Privatsphäre hier derart aufgeweicht wird, macht mir ernsthafte Sorgen. Dass der technische Fortschritt, den Street View zweifelsfrei bietet, durch reaktionäre Kräfte (auch aus dem Bereich der selbsternannten „digital Natives“) hier wieder einmal künstlich aufgehalten wird, ist dagegen einfach nur traurig.

Widerstand!

Eine charmante, guerilla-artige Aktion gegen das absurde Street-View-Löschen stammt von Jens Best: er hat die Aktion „Verschollene Häuser“ ins Leben gerufen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, aus Street View gelöschte Häuser nachzufotografieren und mithilfe von Geotagging und entsprechenden Google-Maps-Mashups wieder digital verfügbar zu machen.

Vergleich: AKG K 370 ↔ Sennheiser CX 300-II

Letzte Woche gaben meine geliebten JBL Reference 220 Kopfhörer leider auf. Kabelbruch am Stecker.
Auf der Suche nach würdigen Nachfolgern stolperte ich einmal über die recht verbreiteten CX 300-II von Sennheiser und etwas später über die als High-End angepriesenen AKG K 370. Da beide Modelle preislich jedoch in einer Kategorie liegen (50-70 €), bietet sich ein Vergleichstest an.

AKG K 370: Headset für Audiophile


AKG gehört ebenso wie JBL und Harman/Kardon zur Harman International Inc.
Die Audiospezialisten sind vor allem von „größeren“ Kopfhörern und Lautsprechern bekannt, gießen ihr Know-How aber offenbar auch in die kleinsten Vertreter ihrer Produktlinie.


Die AKG K 370 fallen zuerst durch ihre Größe von ca. 2cm auf, was ich als groß empfinde. Das Kabel ist insgesamt 1,10m lang und symmetrisch. Am Kabel zum linken Ohr befindet sich das Mikrofon und eine Taste. Diese wird laut Hersteller von iPhones und Blackberries unterstützt, nicht aber von Nokia-Handys. Getestet habe ich es aber nur am iPhone 3GS.
Leider gibt es keine Lautstärkeregler am Mikrofon, über den Knopf lassen sich nur Gespräche annehmen sowie die Musik aus- und anschalten.
Der Klinkenstecker steht 3cm gerade ab und ist vergoldet. Außerdem besitzt er den für Headsets üblichen dritten Ring, was aber auch in Geräten ohne Mikrofonfunktion keine Probleme machen dürfte.
Kabelgeräusche werden nur vom oberen Bereich des Kabels ab der Trennung übertragen, allerdings auch hier nicht störend laut.

Die AKGs haben für In-Ear-Kopfhörer eine recht hohe Impedanz von 32 Ω, wodurch man relativ laut drehen muss (am iPhone verwende ich die zweitlauteste Stufe, am Mac reicht eine mittlere Einstellung). Einen höheren Akkuverbrauch konnte ich deswegen aber nicht feststellen.


Aber wie ist nun der Klang?
Insgesamt, würde ich sagen, haben die AKG K 370 einen sehr natürlichen Klang. Es wird also beispielsweise kein Bass verstärkt, damit man „fetteren“ Sound hat.
Das resultiert in einer hohen Abhängigkeit vom verwendeten Audiomaterial. Hat das MP3 kaum Bass, hört man auch auf den AKGs keinen; hat es starke Bässe, wummern sie aber auch ganz gut.
Gerade bei qualitativ hochwertigen Aufnahmen in Verbindung mit MP3s mit hohen Datenraten (192 – 320 kbps) hört man durch den natürlichen Klang oft neue Details.
Bei schlechteren Aufnahmen hört man aber dadurch auch gerne mal ein Rauschen, das man bei schlechteren Ohrhörern so nicht wahrnimmt.

Wie bei allen In-Ear-Kopfhörern ist es wichtig, dass sie richtig im Ohr sitzen. Schließen die Gummistecker nicht rundum ab, hört man kaum etwas. Dazu sind wie üblich drei Größen beigelegt. Mir kamen sie relativ hart vor, wodurch ich nach ca. 1h leichte Schmerzen hatte. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass meine alten durch das viele Tragen schon sehr weich geworden sind. Trotzdem verwende ich jetzt die alten Gummistecker an den AKG K 370 – dank einigermaßen standardisierter Bauweise passen praktisch alle Stecker auf alle In-Ear-Kopfhörer.
Natürlich funktioniert die Lärmisolierung auch nur bei genau passenden Gummisteckern.


Weiteres Zubehör ist eine relativ große Tasche, die der von den JBL Reference fast aufs Haar gleicht, man merkt hier, dass AKG zum selben Hersteller gehört. Sie ist definitiv hart genug, dass die Kopfhörer darin gut geschützt sind, und bieten durch kleine Innentaschen die Möglichkeit, auch Zubehör mitzunehmen. Ein iPod müsste auch mit hineinpassen.
Ein Adapter fürs Flugzeug (2x 3,5 mm Mono) und auf Mini-Klinke (2,5 mm) liegt bei, nicht dagegen Ohrbügel für besseren Halt beim Joggen.

Fazit: Wer eine hochwertige Audiobibliothek hat und ein Mikrofon haben möchte, wird mit den AKG K 370 sehr zufrieden sein. Wer seine Musik größtenteils mit 128 kb/s aus YouTube-Videos extrahiert, wird bei den AKGs die schlechte Qualität hören und von Rauschen und flachen Bässen gestört sein. Auch wer überwiegend in der Garage der Eltern aufgenommenen Punk o.ä. hört, wird die schlechte Aufnahme an den AKGs bemerken. Klassikliebhaber und Leute, die ihre MP3s sowieso nur von CDs in höchster Qualität rippen, werden aber ihren Spaß haben.

Die AKG K 370 gibt es bei Amazons Marketplace für 66 Euro.

Sennheiser CX 300-II: Bass für Alle


Sennheiser hat mit den CX 300-II die beliebten CX 300 neu aufgelegt und leicht verbessert. Rein optisch sehen sie weniger hochwertig als die AKG K 370 aus, was wohl vor allem schwer zu öffnenden bunten Hochglanz-Blister-Verpackung liegt.

Die Ohrhörer selbst sind in verschiedenen Farben lieferbar und angenehm klein und leicht. Das Kabel ist asymmetrisch, der rechte Stecker hat also ein längeres Kabel. Einen Knopf oder ein Mikrofon haben die CX 300-II nicht, sind also reine Kopfhörer ohne Headset-Funktion. Zumindest am iPhone stört das aber nicht, da hier beim Telefonieren automatisch das interne Mikrofon verwendet wird – man muss das iPhone aber in die Hand nehmen und vor den Mund halten.
Der vergoldete Stecker ist abgewinkelt, das Kabel ist ingesamt ca. 1,60m lang, was für die Hosentasche definitiv zu lang ist.


Der Klang wird schon auf der Packung als bassbetont beschrieben. Ohnehin starke Bässe sind davon wenig beeinflusst, aber auch schwache Bässe werden bei den Sennheiser CX 300-II recht laut wiedergegeben. Allerdings klingen auch Höhen manchmal relativ dumpf. Vorteil: die MP3-Qualität hat kaum Auswirkungen. Rauschen bei schlechteren Aufnahmen nimmt man nicht wahr.

Die Gummistöpsel sind angenehm weich und auch in drei Größen dabei. Das matte Gummi zieht allerdings Staub und Dreck stark an, wodurch sie nur bedingt hosentaschentauglich sind. Dafür wird allerdings eine Kunstledertasche mit magnetischem (?) Verschluss mitgeliefert. Auf weiteres Zubehör muss man verzichten.


Fazit: Mit den Sennheiser CX 300-II klingt alles recht gut. Bei basslastiger Musik spielen sie ihre Stärken aus und machen richtig Spaß. Manchmal stört allerdings ein etwas dumpfer Klang, es hört sich auch alles nicht besonders „weit“ an, das meiste hört man in der Mitte des Kopfes. Aber diese Kritik findet natürlich auf hohem Niveau statt, zu einfachen, womöglich mitgelieferten Kopfhörern liegen immer noch Welten. Wer allerdings auf erstklassigen Klang wertlegt und auch entsprechendes Quellmaterial hat, sollte den Aufpreis für die AKGs in Erwägung ziehen.

Die Sennheiser CX 300-II kosten im Handel um die 50 €, bei Amazon sind sie schon ab 30 € zu haben.