Jahresarchiv: 2010
Seit kurzem hat Facebook seine Nutzerprofile umgestellt: sie zeigen jetzt alles an, was einem „gefällt“. Und das sind nicht nur Seiten auf Facebook – sondern das ganze Internet. Dank dem neuen „Like“- bzw. „Gefällt mir“-Button, den jeder Horst auf seiner Website per Copy&Paste einblenden kann. Allerdings führt ein Klick nicht nur dazu, dass ein Link zu der Website mal eben in Twitter-Manier unverbindlich in den Facebook-Newsfeed gehauen wird – sondern dass die Website dauerhaft in das Profil des Nutzers aufgenommen wird.
Das brisante dabei ist, dass diese Einträge offenbar grundsätzlich für die ganze Welt sichtbar sind – eine Beschränkung nur auf die eigenen Freunde existiert nicht (bzw. funktioniert nur für auf der Profilseite aktiv eingetragene Dinge).
Und das gefällt mir nicht, das muss ich ganz klar sagen. Ich habe kein Problem damit, dass meine Tweets öffentlich sind, obwohl die teilweise auch recht persönlich sind. Aber das ist alles etwas unverbindlicher und geht in der Masse mehr oder weniger unter. Das Facebook-Profil findet dagegen jeder sofort – und soll dort jetzt auch noch aggregiert alles aufgelistet finden, was mir mal „gefallen“ hat? Nein danke.
Soll man nun also diesen Button einbauen? Dafür spricht, dass durch das Promoten über Facebook sicher der eine oder andere zusätzliche Besucher angespült wird. Wohl auch der Grund, warum sich die meisten Blogger in meiner Blogroll in kürzester Zeit dazu bringen ließen, den Button einzubauen. Ich war auch kurz davor, auf den Zug aufzuspringen und habe lange hin- und herüberlegt. Das Ergebnis sieht man: kein Like-Button auf sprachkonstrukt.de (OT: ist das eigentlich cool, das klein zu schreiben? Und wie finden meine Leser überhaupt den Namen?).
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Like-Button einzubauen. Die am weitesten verbreitete, weil simpelste, ist das iFrame. Das ist kein Bilderrahmen aus Aluminium, sondern ein HTML-Tag, der längst veraltet ist, dachte ich zumindest (in XHTML war das so) – in HTML 5 ist er aber wieder vertreten. Keine saubere Lösung, aber eine pragmatische. Die andere ist per XFBML, der Facebook-API, und Javascript. Hätte ich wohl genommen. Allerdings: man sollte schon ganz genau überlegen, ob man das will.
Lustige Notiz am Rande: es findet keine Prüfung des hinterlegten Links statt, dieser muss also nicht der Seite entsprechen, auf der sich der Button befindet – interessante Kommentare sind garantiert, wenn beispielsweise eine Pornoseite an Facebook übergeben wird.
Nichts neues – und nichts gutes
Schon seit einiger Zeit sind vor allem auf Blogs etliche „social Buttons“ vertreten, mit denen man die aktuelle Seite direkt auf einer Vielzahl an sozialen Netzwerken und Bookmarkdiensten raushauen kann. Meiner Meinung nach Schwachsinn. Möchte ich eine Seite promoten, gehe ich selbst zur Plattform meiner Wahl, z.B. Twitter. Klar, die Hemmschwelle ist sicher niedriger, wenn schon ein One-Klick-Button da ist.
Und der Facebook-Like-Button ist eigentlich nichts anderes als ein weiterer social Button – der einzige Unterschied ist, dass er zu dem Social Network schlechthin führt und daher die kritische Masse an Nutzern erreicht. Wenn ich einen social Button einbauen müsste, würde ich wohl den von Facebook nehmen, keine Frage, denn dort ist jeder (jaja, ich weiß. Aber fast jeder!).
Allerdings ergibt man sich dann wieder der bloßen Marktmacht von Facebook – und kein anderer Dienst hat noch Chancen. Eine bessere Lösung für die social Buttons wäre eine Browserfunktion dafür. Stelle man sich folgendermaßen vor: im Browser lege ich mein bevorzugtes soziales Netzwerk fest, so wie ich die Startseite und den Suchanbieter einstelle. Auf jeder Seite kann ich dann per einfachem Klick direkt einen Beitrag darüber auf meiner bevorzugten Plattform posten, nicht auf der vom Seitenbetreiber bevorzugten. Solche Lösungen gibt es in Form von Plugins und Toolbars natürlich längst. Aber warum nicht direkt in den Browser einbauen? Schätze, von Mozilla oder Google wird sowas bald kommen.
Ein Wort an die Webdesigner und Blogger
Nehmt den Like-Button wieder raus. Und andere eventuell vorhandene social Buttons am besten auch gleich. Wenn ihr unbedingt wollt, dass die Leser Links weitergeben, erstellt einen gut sichtbaren Permalink, vielleicht auch eine Kurz-URL, und weist die Leser darauf hin.
Oder: sorgt für guten Content, der verbreitet sich nämlich von selbst, auch ohne Like-Button.
Performancetechnisch sind die social Buttons übrigens auch keine Offenbarung, angeblich sorgt der Facebook-Like-Button für rund 1 Sekunde mehr Ladezeit. Außerdem lässt er sich grafisch nicht anpassen… hier beispielsweise würde das Blau wohl auch kaum passen.
Lasst es den Besuchern erspart, die bunten Buttons anzusehen, und lasst es ihnen erspart, das soziale Netzwerk zu nutzen, das ihr gut findet.
Macht es Facebook nicht zu einfach, vollständige Surfprofile seiner Nutzer zu erstellen – genau das ist durch den Like-Button nämlich möglich. Egal ob er geklickt wird oder nicht.
… erfährt man im aktuellen Spiegel leider nicht. Dabei wird das doch auf dem Cover unter dem Titel „Der iKult“ versprochen!

Stattdessen findet man 3,80 € später nur mal wieder die Lebensgeschichte von Steve Jobs, illuster dargestellt von diversen mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die (angeblich) aus dem Dunstkreis von Apple und Steve Jobs stammen. Dabei wird, zugegeben, recht schön das Bild des genialen, aber auch auch diabolischen Alleinherrschers gezeichnet. Zum Schluss wird ein kleiner Blick in die Zukunft gewagt, wo Apple noch ein Jahrzehnt gute Geschäfte und der anschließende Absturz prophezeit werd, da das Unternehmen laut Spiegel-Meinung ohne seinen Chef untergehen würde (dass dies nicht so ist, dürfte schon das halbe Jahr bewiesen haben, in dem Tim Cook während Jobs’ Krankheit die Geschäfte sehr gut führte).
Es bleibt die Enttäuschung über den Artikel, denn tatsächlich erfährt man nichts wirklich Neues. Über die Wirkung von Apple auf die Gesellschaft, wie es der Titel verspricht, steht nichts in der Titelgeschichte. Dabei gäbe es da so viel zu schreiben:
Was unterscheidet Apple von anderen Unternehmen? Sicher nicht die Geheimhaltungspolitik. Alle großen Unternehmen vermeiden zu frühe Einblicke in ihre Pläne. Auch die Fans nicht, es gibt viele Unternehmen mit fanatischen Fans – man denke nur an Automarken, Kamerahersteller oder auch Fußballvereine.
Was Apple von anderen Unternehmen unterscheidet, ist die Vision. Man mag denken, Apple sei ein gewinnorientiertes Unternehmen wie alle anderen, vielleicht sogar eines der schlimmsten. Doch bei Apple scheint der Gewinn nicht Selbstzweck zu sein, Geld ist ohnehin genug da – Apple hat die Vision der perfekten Welt der Technik, wie Steve Jobs es mal formulierte. Perfektion. Danach strebt Apple, das Geld ist das notwendige Mittel dafür. Und das ist auch der Grund, warum Apple so erfolgreich ist.
Die Menschen wollen keine technischen Geräte, die von Informatikern für Informatiker entwickelt wurden. Sie wollen technische Geräte, die funktionieren, und zwar ohne, dass man darüber nachdenken muss. Außerdem wollen sie technische Geräte, die nicht hässlich sind.
Apple hat das erkannt und schafft es, dieses Ziel immer wieder zu erreichen.
Das Problem ist nun, dass die Konkurrenz das nicht schafft. Sie hat keinen Geschmack, sagte Steve Jobs einmal. Und vor allem kümmert sie sich nicht um Usability, um Benutzbarkeit – eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Dadurch ist Apple in fast allen seinen Geschäftsgebieten die Nummer eins. Will man das beste verfügbare Gerät in einem dieser Bereiche (Laptop, Desktop, Mobiltelefon, MP3-Player, Tablet), so muss man Apple kaufen. Das führt zu Abhängigkeit.
Wobei diese Abhängigkeit kein Problem ist, wenn man sich komplett auf Apple einlässt. Nur wenn man etwas nicht genau so benutzen will, wie das von Apple vorgesehen ist, bekommt man Probleme. Das ist vor allem für die etwas Technik-affineren Menschen schwierig, die gewohnt sind, alles konfigurieren zu können. Andererseits: ein Großteil der Apple-Kundschaft wird das nicht als störend empfinden. Weil eben alles von Haus aus gut funktioniert. Vielleicht kaufen auch viele gerade bei Apple, weil man nicht so viel konfigurieren kann. Und damit ist Apple sicher auf einem richtigen Weg, weg von den komplizierten Geräten für Technik-Nerds, hin zu einfachen, schönen Geräten für alle.
Mit Verführung hat das nichts zu tun. Sondern mit Qualität, die in der Form die Konkurrenz nicht liefern kann. Und diese Position nutzt Apple aus, um seine eigenen Regeln zu etablieren – alle mit dem Ziel, noch größer, noch erfolgreicher zu werden, um noch mehr Geschäftsbereiche näher an die Perfektion bringen zu können. So ist das nunmal möglich im Kapitalismus.
Und für den Konsumenten ist das erstmal auch gut, wer sich für Apple entscheidet, profitiert.
Doch die Konkurrenz sollte an sich arbeiten, weniger auf schnellen Erfolg und mehr auf wirklich gute Produkte setzen. Wenn wir mehrere Unternehmen wie Apple hätten, könnte Apple selbst uns nicht mehr so gut vorschreiben, was wir kaufen und wie wir es nutzen sollen, wenn wir gute Produkte wollen. Dann wären wir der perfekten Welt der Technik wirklich ein Stück näher, wenn nicht nur unser Computer und unser Handy, sondern auch alle anderen technischen Geräte einfach funktionieren würden.
Klar bin ich käuflich. Zum Beispiel durch ein Gratis-T-Shirt vom Geek-Shop 3D Supply. Die Aktion heißt Shirt4Link und fand schon großen Anklang bei den deutschen Bloggern.
Achja, ich entschied mich für dieses Motiv, knapp vor diesem.
Heute Nachmittag veröffentlichte Apple eine neue Generation der MacBook-Pro-Reihe. Seit dem 8. Juni 2009 waren die Top-Laptops von Apple unverändert auf dem Markt – bereits seit Anfang des Jahres wird jeden Dienstag mit einem Update gerechnet. Mit ihren alten Core-2-Duo-Prozessoren und den unverändert hohen Preisen waren die Geräte lange nicht mehr attraktiv, hatte Intel doch schon vor einiger Zeit mobile Versionen der neueren Prozessorengenerationen i5 und i7 vorgestellt, die die Konkurrenz bereits seit Januar
verbaut.

Jetzt gibt es endlich auch wieder Mac-Laptops mit den aktuellen Prozessoren, zumindest in den 15″- und 17″-Varianten des MacBook Pro. Die 13″-Variante bleibt beim Core 2 Duo. Dazu gibt es schnellere Grafikkarten.
Äußerlich ändert sich nichts, warum auch, die Unibody-Aluminium-Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig und ist nach wie vor einmalig. Genauso das Glas-Multitouch-Trackpad und die Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden.
Abgerundet wird das Update mit mehr Arbeits- und Festplattenspeicher sowie einer Option für höher aufgelöste Displays. Und natürlich gibt es das neue Netzteil, das mit dem Update des weißen Plastik-MacBooks im Herbst 2009 eingeführt wurde, dazu.
Leider bleibt bei der Geschichte aber ein fader Beigeschmack. Nicht nur, dass Updates des Mac Pro und der seit drei Jahren unveränderten und mittlerweile erst recht völlig überteuerten Cinema Displays ausblieben. Noch immer ignoriert Apple das Thema BluRay komplett. Sicher, ob sich BluRay jemals durchsetzen wird oder ob die DVD doch das Ende der Fahnenstange bei optischen Datenträgern ist, bleibt unklar. Doch würde es sicher nicht schaden, wenn der Mac zumindest die Möglichkeit hätte, eine BluRay-Scheibe abzuspielen.
Und dann wären da die Nachfolger von USB 2.0. Version 3.0 steht in den Startlöchern, ebenso die Konkurrenz LightPeak, die sogar angeblich von Apple mitentwickelt wurde.
Hätte das neue MacBook Pro neben den neuen Intel-Prozessoren LightPeak und USB 3.0 sowie ein BluRay-Laufwerk an Bord, wäre Apple der große Wurf gelungen. So bleibt leider nur ein recht bedeutungsloses Update zu vermelden, das im iPad-Hype völlig untergehen wird.
Klar sind die MacBook-Pro-Geräte auch in der neuesten Ausführung sicher mit die feinsten mobilen Computer, die man kriegen kann, aber persönlich hoffe ich doch auf ein etwas größeres Update im Herbst, wenn mein altes Plastik-MacBook seinen dritten Geburtstag feiern wird.
Mittlerweile hab ich sie alle durch. Ganz am Anfang war ich tatsächlich noch mit dem Internet Explorer (5 oder so, was war bei Windows 2000 dabei?) unterwegs, dann lange mit Opera und irgendwann schließlich mit Firefox. Mit dem Umstieg in die Apple-Welt freundete ich mich mit Safari an, und war mit dem eigentlich auch immer recht zufrieden.
In letzter Zeit wurde der Apple-Browser aber immer langsamer, insbesondere durch die „Top Sites“. Und wie immer bei Apple gilt auch bei Safari „friss oder stirb“ – es gibt keine echte Pluginschnittstelle und nur wenig Einstellungsmöglichkeiten. So bin ich mittlerweile bei Chrome als Hauptbrowser angelangt.
Man könnte sagen, dass Chrome all das hat, was Safari noch fehlt. Die Tabs sind platzsparend ganz oben untergebracht, die Statusleiste wird nur bei Bedarf eingeblendet, insgesamt reagiert der Browser viel schneller und direkter, und schließlich gibt es mittlerweile auch eine integrierte Plugin-Schnittstelle. Letztere ist sogar besser realisiert als die von Firefox. Im Vergleich zu diesem hat Chrome vor allem Geschwindigkeit und Optik zu bieten, Chrome startet fix, passt optisch super zu OS X und – sehr wichtig – verwendet den OS-X-Schlüsselbund. Fast alle von Safari gespeicherten Passwörter kann auch Chrome verwenden. Und natürlich ist die Google-Suche direkt in die URL-Leiste integriert, was auch sehr praktisch ist. Dazu lassen sich noch weitere Suchanbieter per Kurzbefehl einstellen.
Weitere Features habe ich ja schon in meinem ersten Test im Dezember 2009 beschrieben.
Erwähnenswert wäre noch die Updatefunktion, die komplett im Hintergrund arbeitet. So ist sichergestellt, dass der Browser immer aktuell ist, völlig ohne Zutun des Nutzers.
Außerdem lässt sich die Lesezeichenleiste in die Startseite integrieren, so können nochmals einige Pixel in der Höhe gespart werden.
Kommen wir zur Kehrseite der Medaille: jeder muss natürlich selbst entscheiden, ob er einen Browser von Google nutzen will. Jedoch habe ich kein Problem damit, URL-Vervollständigungen und Suchvorschläge zu erhalten, im Gegensatz, ich erwarte das eigentlich. Das Senden von Nutzungsstatistiken habe ich deaktiviert; die vielkritisierte Browser-ID ist mittlerweile Geschichte. Und wo ich surfe, weiß Google sowieso, egal ob ich mit Chrome oder mit was anderem surfe (Stichwort Analytics).
Außerdem tritt bei mir noch ab und zu ein seltsamer Bug auf: manche Schriftarten werden nicht angezeigt. Vor allem mit Monospace-Schriften, aber z.B. auch mit der Microsoft-Schriftart Calibri, die in letzter Zeit unter Webdesignern recht beliebt wurde, hat Chrome ein Problem. Da hilft momentan nur, diese Seiten dann in Safari zu öffnen. Allerdings wird das sicher bald behoben, man darf nicht vergessen, dass Chrome – wie fast alles von Google – den Beta-Status hat, also sich noch in der Entwicklung befindet.
Fazit: Chrome ist zur Zeit das Beste, womit man surfen kann. Natürlich ist der Browser kostenlos und für Mac OS X, Linux und Windows erhältlich.
Stuttgart, Dienstagnachmittag, ca. 15:30. Ich fahre entspannt nach Hause. Etwas weniger entspannt verhält sich die Fahrerin eines alten Fiat Punto, der mir schon ein paar Kilometer auffällt. Sie fährt dicht auf, wechselt häufig die Spur ohne zu blinken und fährt irgendwie komisch. Ich bin froh, als ich sie überholen kann. Irritiert beobachte ich sie noch im Rückspiegel. Langsam rolle ich auf eine rote Ampel zu, von der Dame dicht gefolgt. Als wir beide zum Stehen kommen, beobachte ich leicht beunruhigt, wie sie ihren Gurt löst – und aussteigt. Wir befinden uns auf einer vierspurigen Straße mit recht viel Verkehr, wohlgemerkt. Sie kommt zu mir.
Leichte Beunruhigung steigt in mir auf. Habe ich was falsch gemacht? Ich wüsste nicht was. Sie guckt böse zum Fenster herein und klopft an die Scheibe. Ich drehe das Radio leiser, öffne die Scheibe ein Stück und äußere ein irritiertes „Jaa…?!“.
An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass ich mich ungefähr einen Kilometer vor Ort A befand, worauf auch ein großes Schild an der Kreuzung, an der ich stand, hinwies. Dort stand auch, dass es über Ort A zu Ort B ging.
Die Frau, schätzungsweise Mitte vierzig, mit wirrem Haar und bösen Augen, öffnet den Mund. „Gehts da jetzt nach B?????!!!!“, fragt sie sichtlich verärgert.
Ich bin erst beruhigt, dass sie mir nicht irgendwas vorwirft. Zu schnell gefahren, zu langsam gefahren, was weiß ich. Obwohl – irgendwie klang sie schon vorwurfsvoll. Vielleicht hat ihr die Farbe meines Autos nicht gefallen. Oder die Aufkleber.
„Ja…“, antworte ich. Bevor ich den Mund wieder geschlossen habe, schreit sie fast: „Und wie fahr ich da jetzt am besten???!!“
Unterdessen wird die Ampel grün, mein Vordermann fährt los. „Einfach durch A durch… dann kommen Sie direkt nach B.“, antworte ich, bemüht, freundlich zu klingen.
Kurz überlege ich, ob ich ihr sagen soll, dass sie mir einfach nachfahren soll. Ich möchte nämlich nach C, muss also auch durch B fahren. Entschließe mich dann aber dagegen, irgendwie habe ich Angst vor der Frau, die mich, die Hände in die Hüften gestemmt, immer noch böse anguckt. Als würde sie abschätzen, ob man mir trauen könne. Schließlich geht sie zurück zu ihrem Wagen, ich gebe Gas und versuche, möglichst schnell weg zu kommen.
Leider ist sie am Ende von A trotz geschätzten zehn Ampeln immer noch hinter mir. Sie lässt mich mit ihren bösen Augen nicht aus dem Blick, auch ihre Beifahrerin scheint irgendwas gegen mich zu haben. Die beiden schmieden teuflische Pläne gegen mich, da bin ich mir inzwischen sicher. Wir verlassen A und kommen an einer Kreuzung zum Stehen. Die Beschilderung verrät, dass es geradeaus nach B geht, rechts nach D. In der Ferne ist schon fast das Ortsschild von B zu erkennen. Ich halte an und lasse meinen Blick in den Rückspiegel schweifen. Die Frau hinter mir löst wieder ihren Gurt, steigt aus und kommt wutschnaubend auf mich zu. Instinktiv verriegele ich die Türen. Ich hebe die Augenbrauen und schaue sie fragend an, das Fenster nur einen Spalt geöffnet.
Wie ein Drachen, der gleich meinen Wagen abfackeln will, bläht sie ihre Nasenlöcher auf und blickt mich aus ihren bösen, kleinen Augen an. „Wann kommt denn B jetzt endlich???!!!!!!!!111“, schreit sie zum Fenster herein. Offenbar hätte sie kein Problem damit, mich mit einem Fingerschnippen auf alle Ewigkeit in die Hölle zu verbannen und von Fiats verfolgen zu lassen. Kleinlaut antworte ich, dass der nächste Ort B ist. Wieder dieser abwägende Blick, vermutlich überlegt sie, was sie mit mir anstellt, wenn ich nicht kooperiere. Das letzte Mal, dass ich dem blanken Hass so ins Gesicht gesehen habe, war, als mein ehemaliger Vermieter mich verprügeln wollte, weil ich einen Dübel in die Wand geschlagen habe. Aber das ist eine andere Geschichte.
Die Ampel wird grün, die Kollonne vor uns setzt sich langsam in Bewegung. Ich versuche, den bösen Blick zu erwiedern, schließe das Fenster und fahre los. Die Teufelfrau steigt ihn ihren Wagen und nimmt die Verfolgung auf. Mir reicht es.
Die Kreuzung. Geradeaus geht es nach B, rechts nach D. Über D komme ich auch nach C – also los. Vollgas, der Teufel jagt hinterher, geht fest davon aus, dass ich geradeaus nach B fahre. Im letzten Moment reiße ich das Steuer herum und biege mit quietschenden Reifen nach D ab. Ein letzter Blick in den Rückspiegel verrät mir, dass die Teufelfrau mit ihrer Schergin weiter gerade aus fährt, neuen Opfern entgegen.
In Ort C angekommen werfe ich noch einen vorsichtigen Blick auf die Straße aus B, aber keine Spur von ihr. Ich bin nochmal davongekommen. Für heute.
Bisher hatte ich immer eine kleine Numbers-Tabelle, in die ich ca. einmal im Monat meine Einnahmen und Ausgaben eingetragen habe, um zumindest ungefähr zu wissen, wofür ich (möglicherweise zuviel) Geld ausgebe. Das war allerdings recht kompliziert und irgendwie auch nie aktuell und vollständig.
Bei aptgetupdate wurde ich jetzt aber auf eine App für das iPhone OS aufmerksam, die dieses Problem zu lösen verspricht: CashTrails.
Buchungen lassen sich damit in eine Vielzahl von Kategorien einteilen, dabei werden mehrere Konten unterstützt (z.B. Girokonto, Kreditkarte und Bargeld), es können beteiligte Personen eingetragen und die Buchungen in verschiedene Gruppen aufgeteilt werden. Auch automatische Währungsumrechnung ist möglich.
Dazu bietet das Programm dann umfangreiche Auswertungen an, anhand derer man übersichtlich sieht, wofür man am meisten ausgegeben hat. Abgerundet wird das Angebot mit einer Exportfunktion und einer PIN-Sperre – schließlich soll ja nicht jeder, der das iPhone oder den iPod touch in die Hand bekommt sehen können, wieviel Geld man gerade hat.

Die einzige Funktion, die ich vermisst habe, ist eine Möglichkeit, den Kontostand initial festzulegen. Offenbar muss der Kontostand zu Beginn allerdings tatsächlich als Einnahmen verbucht werden. Dadurch wird die Statistik leider etwas verfälscht. Cool wäre natürlich auch noch eine Funktion, über die Buchungen auf dem Girokonto automatisch in die App übernommen werden.
Alles in allem bin ich aber ziemlich begeistert von der App, und erstaunlicherweise gelingt es mir tatsächlich, die Eintragungen aktuell zu halten.
In der kostenlosen Light-Version können maximal 30 Buchungen gespeichert werden, die Vollversion kostet 3,99 € und ist im App-Store erhältlich.
Das wohl wichtigste Zubehör zu einer digitalen Spiegelreflexkamera bringt diese eigentlich schon von Haus aus mit: einen Blitz. Nur ist das kleine Hochklapplämpchen auf Dauer leider nicht zu gebrauchen. Schnell sehen damit geschossene Fotos wieder aus, als seien sie aus einer kleinen Digicam gekommen. Oft wirft auch das Objektiv einen unschönen Schatten auf den unteren Bereich des Bildes.
Leider kosten „richtige“ Blitzgeräte wie das Nikon SB-600
auch richtig Geld: 250 Euro möchte Nikon dafür haben, für das SB-900
sogar fast 400. Allerdings zahlt man für die Marke Nikon natürlich extra.
Für rund 100 Euro gibt es allerdings schon das Nissin Speedlite Di622
– das praktisch das gleiche kann wie das über doppelt so teure Nikon-Gerät.
Der Blitz lässt sich nach oben und zur Seite drehen, außerdem hat er einen ausklappbaren Diffusor mit Aufhellreflektor. Diese Features waren mir eigentlich am wichtigsten: mich stört beim Blitzen immer, dass man es den Fotos einfach ansieht. Das natürliche Licht und die damit verbundene Stimmung gehen normalerweise verloren. Richtet man den Blitz allerdings mit Diffusor an die Decke und nutzt den Aufhellreflektor, kommt das meiste Licht von der Decke und verstärkt nur die Zimmerbeleuchtung: die Fotos sehen natürlich aus und sind trotzdem richtig belichtet und scharf – man kann locker Verschlusszeiten um die 200 verwenden, wo nichts mehr verwackelt.
Die automatische Lichtstärkeregelung TTL unterstützt der Blitz gut, man kann sich fast immer darauf verlassen. Alternativ kann man aus sechs Stärkestufen direkt am Blitz wählen.
Abgerundet wird das Paket mit einem Standfuß, wodurch man den Blitz im Servo-Modus verwenden kann: beispielsweise kann man den Blitz seitlich vom Motiv platzieren und den internen Kamerablitz zusätzlich verwenden. Bei der Auslösung registriert der Di622
den Blitz der Kamera und löst ebenfalls aus – das klappt tatsächlich.
Außerdem wird eine Tasche zur Aufbewahrung mitgeliefert.
Fazit: super Blitz, lässt nichts vermissen. Funktion wie Verarbeitung sind erstklassig, es gibt trotz des günstigen Preises offenbar keine Schattenseite. Sogar die Bedienungsanleitung ist sehr ausführlich und in verständlichem Deutsch.
Es gibt den Nissin Speedlite Di622
in einer Ausführung für Nikon
wie auch für Canon
– z.B. bei Amazon:
Bis zum Jahr 2005 gab es bei McDonalds den „GemüseMac“ – einen leckeren Burger ohne Fleisch. Das übliche Fleischstückchen wurde durch eine Gemüsefrikadelle ersetzt, dazu gab es noch die Standards – Salat, Tomate, Majonäse.
Doch dann entschied McDonalds, den leckeren Burger aus dem Programm zu nehmen – woraufhin man es recht schwer hatte, bei McDonalds satt zu werden, wenn man kein Fleisch mochte.
Die Konkurrenz BurgerKing hat unterdessen ihren „CountryBurger“ – allerdings ist dieser Burger so etwas wie das ungeliebte Stiefkind von BurgerKing. Das fängt schon damit an, dass die Verkäufer offenbar spontan entscheiden können, ob es den CountryBurger im Menü gibt oder nicht. Mal geht es und mal nicht – meist aber nicht. Außerdem ist der CountryBurger nie fertig, sondern wird immer „frisch“ zubereitet. An sich eine gute Sache – man bekommt schonmal die Pommes und darf sich setzen, der Burger wird einem dann gebracht. Theoretisch. In der Praxis vergessen die gestressten Verkäufer das meist; man isst also seine Pommes und muss dann nochmal hingehen, um die Damen und Herren daran zu erinnern.
Der Burger an sich schmeckt also super, und enthält auch viel Gemüse – nur ihn zu bekommen, ist recht schwierig.
Nun hat aber McDonalds offenbar entschieden, mal wieder einen vegetarischen Burger anzubieten: den Veggieburger.

Ihn gibt es leider auch nicht im Menü, man muss also Pommes und Cola auch extra dazu bestellen. Dafür war er zumindest bei meinem Test gestern in Ulm direkt vorrätig und musste nicht erst zubereitet werden – es kann aber gut sein, dass das nur daran liegt, dass er momentan noch neu ist und beworben wird.

Nach dem Auspacken fällt auf, dass er viel kleiner ist als der BK-CountryBurger. Insgesamt ist er auch weicher und etwas saftiger. Allerdings kommt er ohne frische Tomatenscheibe und Zwiebeln daher.
Aber da er günstiger ist als der CountryBurger, kann man auch problemlos zwei Stück bestellen. Dann wird man (mit Pommes und Cola) wohl auch satt davon.

Fazit: Bravo! Endlich gibt es bei McDonalds auch in Deutschland wieder einen vegetarischen Burger (in der Schweiz gibt es beispielsweise schon ewig den „Vegi Mac“, der aussieht wie der CountryBurger). Abzug gibt es für die Größe, offenbar geht McDonalds eher von einer weiblichen Zielgruppe aus, die vielleicht weniger Hunger hat… ich jedenfalls werde mir künftig immer gleich zwei Stück bestellen. Geschmacklich liegt der Veggieburger klar vor dem CountryBurger, die Frikadelle ist etwas weicher und vor allem saftiger. Schade ist, dass am zusätzlichen Gemüse gespart wurde. Ich hoffe, dass den Veggieburger nicht das gleiche Schicksal ereilt wie seinerzeit den Gemüsemac – im Gegenteil, ich könnte mir auch noch weitere vegetarische Burger vorstellen: bei den fleischigen Kollegen gibt es ja auch massig Variationen.
Veggieburger auf mcdonalds.de
Zugegeben, früher war ich Facebook gegenüber sehr skeptisch. Aber mittlerweile nutze ich das Social Network doch recht gerne. Klar, man muss wie bei allen Web2.0-Diensten gut abwägen, was man veröffentlicht und was nicht. Doch für mich überwiegen die Vorteile, die Facebook bietet. Besonders gefällt mir die Innovation, bei der Facebook die Konkurrenz in Form von StudiVZ und Co. doch weit hinter sich lässt. Eine schon etwas ältere, aber seehr nützliche Funktion (v.a. in Bezug auf Privatsphäre) und eine Funktion, die es erst seit gestern Abend gibt.
Selektive Sichtbarkeit von Wall-Meldungen mit Listen
Immer wieder ärgern sich Facebook-Nutzer über die Apps und Spiele, die andauernd auf die Wall posten. Es kann schonmal vorkommen, dass man auf der Startseite von Facebook mit fünf oder mehr Farmville-Meldungen begrüßt wird. Klar kann man Nutzer blocken, um ihre Meldungen nicht mehr sehen zu müssen, aber das ist ja nicht im Sinne eines sozialen Netzwerks.
Da ich selbst zu meiner Schande gestehen muss, dass ich recht gerne Farmville spiele, aber meine Freunde nicht zuspammen will, hier die Lösung:
Freundeslisten. Ich habe mir eine Liste „Nicht-Farmville“ angelegt, auf die alle meine Freunde kommen, die kein Farmville spielen bzw. keine Farmville-Meldungen bekommen möchten. Wenn Farmville dann eine Nachricht posten will, stelle ich einfach ein, dass die Liste „Nicht-Farmville“ die Nachricht nicht zu Gesicht bekommt. So kann ich hemmungslos verkünden, dass ich das nächste Level erreicht habe und gerne Geschenke hätte – und kann sichergehen, dass die Nachricht auch nur die Leute erreicht, die es interessiert bzw. denen sie etwas bringt (man bekommt meist Geld o.ä., wenn man auf die Wallpostings seiner Freunde klickt). Der Rest wird nicht damit zugespammt.
Dieses System ist natürlich beliebig ausweitbar – z.B. indem man eine Liste nur mit Arbeits- oder Studienfreunden anlegt, und dann entsprechende Statusmeldungen so nur für die relevante Gruppe sichtbar macht.

Chat über XMPP/Jabber
Gestern kam eine besonders erfreuliche Meldung herein.
Der Facebook-Chat war bis jetzt eher mies. Zwar gab es in meinem Chatclient Adium die Möglichkeit, den Facebook-Chat zu nutzen (also ohne auf die Seite im Browser zu gehen) – das hat allerdings, zumindest zu Beginn, eher unzuverlässig funktioniert. Schließlich nutzte der Chat ein proprietäres Protokoll, und der Chatclient musste einen Browser simulieren, um darauf zugreifen zu können.
Damit ist jetzt Schluss: Facebook stellte auf Jabber um – damit kann nun jeder Chatclient über das XMPP-Protokoll auf den Chat zugreifen. Super!
(Zur Information: Jabber ist ein offenes Chatprotokoll, für das jeder einen Server aufsetzen kann. Man ist also nicht auf einen zentralen Server wie beispielsweise ICQ angewiesen. Natürlich entfällt dieser Vorteil bei Facebook oder Google Talk. Aber immerhin ist es ein standardisiertes Protokoll. Mehr dazu hier.)
Wer den Facebook-Chat in seinem Instant-Messaging-Client einrichten möchte, findet hier alle notwendigen Informationen.