MacBook klickt selbständig?

Seit einigen Tagen habe ich das seltsame Problem, dass die Trackbacktaste meines alten Plastik-Macbooks (ja, die hatten noch eine Taste) des öfteren von selbst klickt bzw. schon klickt, wenn man nur in ihre Nähe kommt.
Bei genauerem Betrachten stellte ich fest, dass die Taste auf der rechten Seite praktisch überhaupt nicht mehr hochsteht und auch keinen Druckpunkt mehr hat.
Nun hatte das Plastik-Macbook in den ersten Serien ein ähnliches Problem, wobei die Taste hier in der Mitte nicht richtig funktioniert hat. Die Lösung bestand damals darin, ein Stück Papier zwischen Trackpad und Akku zu klemmen, wodurch die Taste weiter absteht und richtig gedrückt werden kann. Dieses Problem ist bei meinem MacBook schon ab Werk durch einen Aufkleber an der betreffenden Stelle gelöst.
Aber die gleiche Lösung lässt sich natürlich auch anwenden, wenn eine Seite der Taste nicht mehr richtig geht: in diesem Falle verschiebt man das Papierstück eben ein wenig, etwa so:

… und die Taste steht wieder richtig raus und reagiert nur noch, wenn man sie wirklich drückt.

Wo bleiben HD-Filme im iTunes Movie Store?

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass iTunes grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist. (Also der Store, nicht das Programm, das ist leider immer noch viel zu überladen. )
CDs, DVDs, BluRays und seit dem iBook-Store zumindest teilweise auch Bücher können durch das Downloadmodell des iTunes-Stores sehr gut ersetzt werden.
Bei CDs ist das bereits vielerorts Realität. Man hat keine riesigen CD-Regale mehr, sondern eine große Festplatte.
Nur bei Filmen läuft das nicht so richtig an. Die DVD hat langsam ausgedient, schließlich ist bei einer Auflösung von 720×576 Schluss. HD ist für die DVD ein Fremdwort – und ich möchte mir heute keinen Film mehr kaufen, der nicht in HD vorliegt. Bei der BluRay ist die mangelhafte Geräteauswahl und der hohe Preis der Scheiben problematisch.
Die Lösung heißt Download-Filme. Gibt’s natürlich schon von Apple im iTunes-Store – eine große Auswahl aktueller Filme, teilweise auch mit mehreren Audiospuren. Wenn man sich den iTunes Movie Store aber genau anschaut, fällt auf, dass es keine HD-Filme gibt. Zumindest nicht, wenn man für die heimische Festplatte einkaufen will: HD-Filme gibt es nur für Apple TV- und iPad-Besitzer. Alle anderen, auch Besitzer des fürs Heimkino prädestinierten Mac Mini, schauen in die Röhre.
In den USA ist das anders, dort ist sogar das Ausleihen von HD-Material im iTunes-Store möglich.

Warum, fragt man sich. Auch in Deutschland sind HD-Fernseher inzwischen üblich, sogar meist mit der (von iTunes nicht mal in den USA unterstützten) Full-HD-Auflösung 1080p.

Da es keine wirkliche Konkurrenz gibt, bleibt hierzulande zur Zeit offenbar leider nur der (im Normalfall nicht legale) Weg über BitTorrent, wenn man HD-Filme auf seine Festplatte bekommen möchte – oder der Weg über einen amerikanischen iTunes-Account.

Hintergrundbilder, Ordner und immer noch Probleme

Seit gestern ist jetzt also iOS 4.0 für das iPhone 3GS verfügbar (für das 3G nur eingeschränkt). Die Neuerungen dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Und doch war das Update für mich recht interessant:


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Wie Apple die Welt verführt…

… erfährt man im aktuellen Spiegel leider nicht. Dabei wird das doch auf dem Cover unter dem Titel „Der iKult“ versprochen!

Stattdessen findet man 3,80 € später nur mal wieder die Lebensgeschichte von Steve Jobs, illuster dargestellt von diversen mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die (angeblich) aus dem Dunstkreis von Apple und Steve Jobs stammen. Dabei wird, zugegeben, recht schön das Bild des genialen, aber auch auch diabolischen Alleinherrschers gezeichnet. Zum Schluss wird ein kleiner Blick in die Zukunft gewagt, wo Apple noch ein Jahrzehnt gute Geschäfte und der anschließende Absturz prophezeit werd, da das Unternehmen laut Spiegel-Meinung ohne seinen Chef untergehen würde (dass dies nicht so ist, dürfte schon das halbe Jahr bewiesen haben, in dem Tim Cook während Jobs’ Krankheit die Geschäfte sehr gut führte).

Es bleibt die Enttäuschung über den Artikel, denn tatsächlich erfährt man nichts wirklich Neues. Über die Wirkung von Apple auf die Gesellschaft, wie es der Titel verspricht, steht nichts in der Titelgeschichte. Dabei gäbe es da so viel zu schreiben:

Was unterscheidet Apple von anderen Unternehmen? Sicher nicht die Geheimhaltungspolitik. Alle großen Unternehmen vermeiden zu frühe Einblicke in ihre Pläne. Auch die Fans nicht, es gibt viele Unternehmen mit fanatischen Fans – man denke nur an Automarken, Kamerahersteller oder auch Fußballvereine.
Was Apple von anderen Unternehmen unterscheidet, ist die Vision. Man mag denken, Apple sei ein gewinnorientiertes Unternehmen wie alle anderen, vielleicht sogar eines der schlimmsten. Doch bei Apple scheint der Gewinn nicht Selbstzweck zu sein, Geld ist ohnehin genug da – Apple hat die Vision der perfekten Welt der Technik, wie Steve Jobs es mal formulierte. Perfektion. Danach strebt Apple, das Geld ist das notwendige Mittel dafür. Und das ist auch der Grund, warum Apple so erfolgreich ist.
Die Menschen wollen keine technischen Geräte, die von Informatikern für Informatiker entwickelt wurden. Sie wollen technische Geräte, die funktionieren, und zwar ohne, dass man darüber nachdenken muss. Außerdem wollen sie technische Geräte, die nicht hässlich sind.
Apple hat das erkannt und schafft es, dieses Ziel immer wieder zu erreichen.

Das Problem ist nun, dass die Konkurrenz das nicht schafft. Sie hat keinen Geschmack, sagte Steve Jobs einmal. Und vor allem kümmert sie sich nicht um Usability, um Benutzbarkeit – eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Dadurch ist Apple in fast allen seinen Geschäftsgebieten die Nummer eins. Will man das beste verfügbare Gerät in einem dieser Bereiche (Laptop, Desktop, Mobiltelefon, MP3-Player, Tablet), so muss man Apple kaufen. Das führt zu Abhängigkeit.
Wobei diese Abhängigkeit kein Problem ist, wenn man sich komplett auf Apple einlässt. Nur wenn man etwas nicht genau so benutzen will, wie das von Apple vorgesehen ist, bekommt man Probleme. Das ist vor allem für die etwas Technik-affineren Menschen schwierig, die gewohnt sind, alles konfigurieren zu können. Andererseits: ein Großteil der Apple-Kundschaft wird das nicht als störend empfinden. Weil eben alles von Haus aus gut funktioniert. Vielleicht kaufen auch viele gerade bei Apple, weil man nicht so viel konfigurieren kann. Und damit ist Apple sicher auf einem richtigen Weg, weg von den komplizierten Geräten für Technik-Nerds, hin zu einfachen, schönen Geräten für alle.

Mit Verführung hat das nichts zu tun. Sondern mit Qualität, die in der Form die Konkurrenz nicht liefern kann. Und diese Position nutzt Apple aus, um seine eigenen Regeln zu etablieren – alle mit dem Ziel, noch größer, noch erfolgreicher zu werden, um noch mehr Geschäftsbereiche näher an die Perfektion bringen zu können. So ist das nunmal möglich im Kapitalismus.
Und für den Konsumenten ist das erstmal auch gut, wer sich für Apple entscheidet, profitiert.
Doch die Konkurrenz sollte an sich arbeiten, weniger auf schnellen Erfolg und mehr auf wirklich gute Produkte setzen. Wenn wir mehrere Unternehmen wie Apple hätten, könnte Apple selbst uns nicht mehr so gut vorschreiben, was wir kaufen und wie wir es nutzen sollen, wenn wir gute Produkte wollen. Dann wären wir der perfekten Welt der Technik wirklich ein Stück näher, wenn nicht nur unser Computer und unser Handy, sondern auch alle anderen technischen Geräte einfach funktionieren würden.

Bewertung der neuen MacBook-Pro-Modelle

Heute Nachmittag veröffentlichte Apple eine neue Generation der MacBook-Pro-Reihe. Seit dem 8. Juni 2009 waren die Top-Laptops von Apple unverändert auf dem Markt – bereits seit Anfang des Jahres wird jeden Dienstag mit einem Update gerechnet. Mit ihren alten Core-2-Duo-Prozessoren und den unverändert hohen Preisen waren die Geräte lange nicht mehr attraktiv, hatte Intel doch schon vor einiger Zeit mobile Versionen der neueren Prozessorengenerationen i5 und i7 vorgestellt, die die Konkurrenz bereits seit Januar verbaut.


Jetzt gibt es endlich auch wieder Mac-Laptops mit den aktuellen Prozessoren, zumindest in den 15″- und 17″-Varianten des MacBook Pro. Die 13″-Variante bleibt beim Core 2 Duo. Dazu gibt es schnellere Grafikkarten.
Äußerlich ändert sich nichts, warum auch, die Unibody-Aluminium-Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig und ist nach wie vor einmalig. Genauso das Glas-Multitouch-Trackpad und die Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden.
Abgerundet wird das Update mit mehr Arbeits- und Festplattenspeicher sowie einer Option für höher aufgelöste Displays. Und natürlich gibt es das neue Netzteil, das mit dem Update des weißen Plastik-MacBooks im Herbst 2009 eingeführt wurde, dazu.

Leider bleibt bei der Geschichte aber ein fader Beigeschmack. Nicht nur, dass Updates des Mac Pro und der seit drei Jahren unveränderten und mittlerweile erst recht völlig überteuerten Cinema Displays ausblieben. Noch immer ignoriert Apple das Thema BluRay komplett. Sicher, ob sich BluRay jemals durchsetzen wird oder ob die DVD doch das Ende der Fahnenstange bei optischen Datenträgern ist, bleibt unklar. Doch würde es sicher nicht schaden, wenn der Mac zumindest die Möglichkeit hätte, eine BluRay-Scheibe abzuspielen.
Und dann wären da die Nachfolger von USB 2.0. Version 3.0 steht in den Startlöchern, ebenso die Konkurrenz LightPeak, die sogar angeblich von Apple mitentwickelt wurde.
Hätte das neue MacBook Pro neben den neuen Intel-Prozessoren LightPeak und USB 3.0 sowie ein BluRay-Laufwerk an Bord, wäre Apple der große Wurf gelungen. So bleibt leider nur ein recht bedeutungsloses Update zu vermelden, das im iPad-Hype völlig untergehen wird.
Klar sind die MacBook-Pro-Geräte auch in der neuesten Ausführung sicher mit die feinsten mobilen Computer, die man kriegen kann, aber persönlich hoffe ich doch auf ein etwas größeres Update im Herbst, wenn mein altes Plastik-MacBook seinen dritten Geburtstag feiern wird.