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	<title>sprachkonstrukt.de &#187; aufreger</title>
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		<title>Rosa Chaos</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2010/06/24/rosa-chaos/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 14:29:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Video &#252;ber mein neues iPhone posten. Als Steve Jobs am 7. Juni das iPhone 4 vorgestellt hat, hatte ich schon einen negativen Beigeschmack. Ich bef&#252;rchtete schon, dass alles nur wieder daran scheitern wird, dass die Telekom es nicht auf die Reihe bekommt – und genauso ist es jetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Video &uuml;ber mein neues iPhone posten.</p>
<p>Als Steve Jobs am 7. Juni das iPhone 4 vorgestellt hat, hatte ich schon einen negativen Beigeschmack. Ich bef&uuml;rchtete schon, dass alles nur wieder daran scheitern wird, dass die Telekom es nicht auf die Reihe bekommt – und genauso ist es jetzt geschehen.</p>
<p>Schon mein erstes Handy war von der Telekom, zwischenzeitlich war ich mal bei O2, dort aber <a href="http://sprachkonstrukt.de/2008/02/05/der-wechsel/">sehr unzufrieden</a>, daher habe ich seit Februar 2008 einen Telekom-Vertrag. Ich bewerfe die Telekom auch gerne mit Geld, da sie immer noch das beste Netz hat und das Tarifmodell passt auch sehr gut auf mich.</p>
<p>Man stellt sich also vor, dass man gem&uuml;tlich auf t-mobile.de vorbeischlappt, auf „Vertrag verl&auml;ngern“ klickt und sein iPhone 4 ausw&auml;hlt.<br />
Aus irgendeinem Grund muss bei der Telekom aber alles immer extrem kompliziert, langsam und unstrukturiert organisiert sein. Als Neukunde mag man vielleicht online bestellen k&ouml;nnen, aber als Bestandskunde wird man einfach wie der letzte Dreck behandelt. Klar, Neukunden k&ouml;nnten bei Unzufriedenheit noch zur&uuml;cktreten.<br />
Online verl&auml;ngern geht jedenfalls nicht, man muss in den Telekom-Laden gehen und pers&ouml;nlich vorbestellen.<br />
Bei einer Vorbestellung geht man eigentlich davon aus, dass man, wenn das Produkt verf&uuml;gbar ist, benachrichtigt wird und ein reserviertes Ger&auml;t abholen kann.<br />
Nicht so bei der Telekom: Man wird auf eine Liste gesetzt, und wenn ein Ger&auml;t da ist, wird man angerufen. Man muss dann ans Telefon gehen und am selben Tag bis sp&auml;testens 14 Uhr in den Telekom-Laden gehen, sonst wird das Ger&auml;t an den n&auml;chsten gegeben und man bekommt <em>nichts.</em></p>
<p>Hallo?!<br />
Wenigstens eine Benachrichtigung per SMS w&auml;re doch wohl machbar. Und was ist, wenn man an dem Tag (der irgendwann in den n&auml;chsten 1,5 Monaten sein kann) nicht in der Stadt ist? Oder gar arbeitet?</p>
<p>Ich habe die Telekom wirklich immer ganz okay gefunden. Und ich w&uuml;rde gerne bei der Telekom bleiben. Aber wenn man so behandelt wird, hat man dazu irgendwie keine Lust mehr.</p>
<p>Aber was ist die Alternative? Vodafone hat keine guten Vertr&auml;ge (keine Freiminuten und genauso teuer) und E-Netz-Provider fallen sowieso weg. Bliebe ein Vertrag ohne Ger&auml;t in Verbindung mit einem „freien“ iPhone aus dem Ausland. Problem hierbei: Mit einem Vertrag ohne Handy kann man gerade mal ca. 120 € sparen – daf&uuml;r kann man sich kein iPhone kaufen, nicht mal ein gebrauchtes der Vorg&auml;ngergeneration. </p>
<p>Fazit:<br />
Es ist in Deutschland nicht m&ouml;glich, zeitnah ein neues iPhone zu bekommen, wenn man nicht einen neuen Vertrag abschlie&szlig;en m&ouml;chte. Man muss sich als Bestandskunde auf das Gl&uuml;cksspiel mit der Telekom einlassen und das beste hoffen.<br />
Traurig.<br />
Es bleibt nur die Hoffnung, dass das n&auml;chstes Jahr besser wird. Aber auch da wird die n&auml;chste iPhone-Generation im Juni die Telekom ganz pl&ouml;tzlich und nat&uuml;rlich v&ouml;llig unvorbereitet treffen.</p>
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		<title>Erleben, was verbindet. Nicht.</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/07/01/erleben-was-verbindet-nicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 09:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Kunde der deutschen Telekom bekommt man immer deutlicher zu sp&#252;ren, dass die fetten Jahre vorbei sind. Ja, teilweise kommt man sich schon vor wie in einem Entwicklungsland, was Deutschland auch tats&#228;chlich in einigen Bereichen ist. Zum Beispiel: DSL Die Telekom stellt die allermeisten Internet- und Telefonanschl&#252;sse in Deutschland bereit. Ob man diese dann sp&#228;ter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kunde der deutschen Telekom bekommt man immer deutlicher zu sp&uuml;ren, dass die fetten Jahre vorbei sind. Ja, teilweise kommt man sich schon vor wie in einem Entwicklungsland, was Deutschland auch tats&auml;chlich in einigen Bereichen ist. Zum Beispiel:</p>
<h3>DSL</h3>
<p>Die Telekom stellt die allermeisten Internet- und Telefonanschl&uuml;sse in Deutschland bereit. Ob man diese dann sp&auml;ter mit einem Produkt der Konzernsparte T-Home oder eines anderen Providers nutzt, ist ja erstmal egal – zun&auml;chst muss die Telekom f&uuml;r die Verkabelung sorgen. Macht sie aber nicht.</p>
<p>Es wird zwar immer auf l&auml;ndliche Gebiete verwiesen, doch auch einigerma&szlig;en gut entwickelte Gebiete, in denen es sogar UMTS-Mobilfunk gibt, m&uuml;ssen teilweise noch immer <strong>auf schnelle Internetanschl&uuml;sse verzichten</strong> (z.B. einige direkte Nachbargemeinden der Landeshauptstadt Stuttgart, mitten in einer der wirtschaftsst&auml;rksten Regionen Deutschlands).</p>
<p>Das Problem ist aber auch die Definition von &#8220;schnellem Internetanschluss&#8221;. Alles was &uuml;ber der ISDN-Geschwindigkeit von max. 128 KBit/s liegt, gilt bei der Telekom bereits als &#8220;Breitbandanschluss&#8221;. Ein Anschluss mit max. <strong>384 KBit/s l&auml;uft als &#8220;DSL 1.000&#8243;</strong> (was laut Definition eigentlich 1.024 KBit/s haben m&uuml;sste) und wird meist in Form von Breitband-Paketen, die mindestens DSL 6.000 oder gar 16.000 versprechen, verkauft. Man kann sogar ein VDSL-Paket bestellen, das eine Datenrate jenseits der 50.000 verspricht, und bekommt dann zum gleichen Preis, wenn man ung&uuml;nstig wohnt, nur 384, also <strong>weniger als 1% der versprochenen Leistung.<span id="more-383"></span></strong></p>
<p>W&auml;hrend in den meisten Industriel&auml;ndern (und auch schon in vielen Entwicklungsl&auml;ndern) l&auml;ngst Geschwindigkeiten um die 50 MBit/s oder h&ouml;her &uuml;blich sind, ist die Deutsche Telekom der Meinung, dass die Nachfrage hierzulande zu gering sei und investiert daher nicht in den Ausbau der schnellen Glasfasernetze.</p>
<p>Eine Ausrede, die sehr gerne genutzt wird, zum Beispiel auch bei</p>
<h3>IPv6</h3>
<p>Bereits im Jahre 1995 wurde der Nachfolger unseres bekannten Internet-Protokolls IPv4 beschlossen. Dieser w&uuml;rde die meisten Probleme l&ouml;sen, die das Internet, wie wir es kennen, hat. Abbrechende Skype-Gespr&auml;che, nicht weiter ladende YouTube-Videos, nicht funktionierende Dateitransfers per ICQ, unterbrochene Remotedesktopsitzungen, nicht funktionierende Online-Multiplayer-Spiele. Denn das Problem dabei ist, dass die weltweit verf&uuml;gbaren IP-Adressen l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r alle ans Internet angeschlossene Ger&auml;te ausreicht (Computer, Laptops, Mobiltelefone, Radios, Kameras, Steckerleisten…).</p>
<p>Mit IPv6 w&auml;re dieses Problem gel&ouml;st, jedes Ger&auml;t k&ouml;nnte eine weltweit eindeutige Adresse bekommen, Router, die per DHCP den lokalen Rechnern eigene Adressen zuweisen, w&uuml;rden unn&ouml;tig. Warum also nicht nutzen?</p>
<p>Weil die Nachfrage laut Telekom praktisch gleich Null ist. Nat&uuml;rlich! Kaum jemand macht sich Gedanken dar&uuml;ber, &uuml;ber welches Protokoll er online kommt. Die <strong>Umstellung ist Sache der Provider,</strong> diese h&auml;tten seit Jahren daran arbeiten m&uuml;ssen, die bestehenden Anschl&uuml;sse sukzessive auf das neue Protokoll umzustellen. Macht aber keiner. Teilweise wird IPv6 als Zusatzoption angeboten – ganz offensichtlich ein Resultat von marktstrategischen &Uuml;berlegungen irgendwelcher Betriebswirte, die keine Ahnung von der Technik haben, die sie verkaufen.</p>
<p>Dabei w&auml;re es <strong>&uuml;berhaupt kein gro&szlig;es Problem</strong>, die Kundenanschl&uuml;sse nach und nach umzustellen, ohne dass diese &uuml;berhaupt etwas davon merken, beispielsweise f&uuml;hrte der franz&ouml;sische Provider &#8220;Free&#8221; eine solche Umstellung f&uuml;r seine zwei Millionen Kunden in wenigen Wochen durch. Das erwartet niemand von der Telekom, da sie doch etwas mehr Anschl&uuml;sse hat, doch &uuml;ber die Jahre h&auml;tte zumindest damit angefangen werden m&uuml;ssen. Stattdessen ist IPv6 f&uuml;r die Telekom noch heute ein Fremdwort.</p>
<p><strong>Mitte 2011 wird es keine freien IPv4 Adressen mehr geben.</strong> Bis dann sollte die Umstellung eigentlich fertiggestellt sein. Vermutlich wird die Telekom bis dahin nicht einmal damit angefangen haben.</p>
<p>Doch nicht nur hier fehlt dem rosa Riesen Weitsicht:</p>
<h3>Das iPhone</h3>
<p>Am 8. Juni stellte Apple das neueste iPhone vor. Neben HSDPA-Geschwindigkeit (die im T-Mobile Netz h&ouml;chstens in Gro&szlig;st&auml;dten verf&uuml;gbar ist) bietet es auch die M&ouml;glichkeit, Tethering zu betreiben, also die Datenverbindung des iPhone dazu zu nutzen, mit dem Laptop online zu gehen – &uuml;berall und ohne WLAN.</p>
<p>Bei T-Mobile wird <strong>Tethering jedoch nicht m&ouml;glich</strong> sein. M&ouml;glicherweise irgendwann per kostenpflichtiger Zusatzoption. Hallo? Die Tarife mit Datenflatrate kosten alle zwischen 40 und 120 Euro pro Monat. Da sollte es doch wohl auch m&ouml;glich sein, die Internetverbindung so zu nutzen, wie man will? Dazu kommt noch, dass die Datenflatrate eigentlich keine ist, denn ab einem bestimmten Volumen wird die <strong>Geschwindigkeit gedrosselt.</strong></p>
<p>Aber selbst mit dem iPhone kann man die Flatrate nicht nutzen, wenn man es nicht hat. So wie ich, wo mittlerweile <strong>seit fast 2 Wochen auf die Lieferung warte.</strong></p>
<p>Auch hier hat die Telekom ihre Kunden mal wieder untersch&auml;tzt. Wie schon beim ersten und zweiten iPhone wurde von T-Mobile offenbar <strong>viel zu wenig bei Apple bestellt</strong> und daher k&ouml;nnen die bestellten Ger&auml;te nicht ausgeliefert werden. Und die vorhandenen Ger&auml;te wurden obendrein falsch verteilt: in den gro&szlig;en Elektronikm&auml;rkten und teilweise auch <strong>in den Telekom-L&auml;den stapeln sich die Ger&auml;te</strong> teilweise. Doch da Bestandskunden dazu gezwungen wurden, per Hotline ihren Vertrag zu verl&auml;ngern, k&ouml;nnen diese sich die Ger&auml;te nicht im Laden holen, sondern m&uuml;ssen warten, bis der Online-Versand der Telekom wieder gen&uuml;gend Ger&auml;te zugewiesen bekommen hat. Und diese scheinen dann auch zuerst Neukunden zu bekommen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Telekom kommt einfach nicht in die G&auml;nge. Sie schaffen es &uuml;ber Jahre weder, ganz Deutschland an wirklich schnelles Internet anzuschlie&szlig;en (6.000+), noch, die dringend notwendige Umstellung auf IPv6 vorzunehmen.</p>
<p>Dazu kommt noch, dass man offenbar nicht in der Lage ist, das Angebot auf die Nachfrage abzustimmen. Doch eine solche Weitsicht ist leider im ganzen Konzern nicht zu finden. Dazu kommt noch, dass alles viel zu <strong>b&uuml;rokratisiert</strong> ist und <strong>k&uuml;nstlich verkompliziert</strong> wird. Warum kann ich im T-Punkt keine Vertragsverl&auml;ngerung vornehmen? Warum geht fast nie ein Umzug mit gleichzeitigem DSL-Providerwechsel gut? Warum kann ich mein iPhone nicht im T-Punkt abholen, anstatt eine halbe Ewigkeit auf die Zustellung zu warten?</p>
<p>Und wer jetzt schreit, man solle eben einen <a class="bezahlt" href="http://dsl-portal.net/">anderen Provider</a> w&auml;hlen, hat offenbar nicht viel Ahnung. Die meisten DSL-Provider sind von der Telekom abh&auml;ngig und k&ouml;nnen zwar manchmal etwas niedrigere Preise bieten, aber nur selten h&ouml;here Geschwindigkeiten bieten. IPv6 gibt es in Deutschland bei keinem der bekannten Provider. Das iPhone l&auml;sst sich nur im Netz von T-Mobile vern&uuml;nftig nutzen, da das D1-Netz immer noch die beste Netzabdeckung (v.a. im Datenbereich) bietet, D2 (Vodafone) bietet zum Beispiel in Bereichen, wo eigentlich UMTS verf&uuml;gbar ist, kein EDGE als Fallback-Option an, und die E-Netze (O2 und E-Plus) sind nicht einmal in der Lage, deutschlandweit ein GSM-Netz aufzubauen, von einem Datennetz ganz zu schweigen.</p>
<p>Vielleicht sollten die Provider einfach die Einnahmen, die sie von den teilweise horrenden Grundgeb&uuml;hren bekommen, <strong>sinnvoll investieren,</strong> anstatt st&auml;ndig Unsinn gratis rauszuhauen, den sowieso keiner braucht (Fu&szlig;ball-TV, Internet-Sicherheitspakete etc.). Konzentration auf die Kernkompetenzen, sozusagen. Leider scheint aber von Kompetenz nicht viel vorhanden zu sein.</p>
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		<title>Ich mag keine Feiertage</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 16:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[… und schon gar nicht, wenn ich arbeiten muss. Warum? Weil ich dann morgens hungrig zu meinem B&#228;cker fahre, der Sonntags normalerweise leckere Br&#246;tchen und Croissants verkauft. Und dann h&#228;ngt da ein Schild an der T&#252;r: »Aus rechtlichen Gr&#252;nden haben wir am Pfingstsonntag und -montag leider geschlossen.« Kein Fr&#252;hst&#252;ck also, bis 13 Uhr. Und alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/pict32211.jpg" rel="lightbox" title="Blick vom Balkon"><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/pict32211-150x150.jpg" alt="Blick vom Balkon" title="wolken" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-371 alignright" /></a>… und schon gar nicht, wenn ich arbeiten muss. Warum? Weil ich dann morgens hungrig zu meinem B&auml;cker fahre, der Sonntags normalerweise leckere Br&ouml;tchen und Croissants verkauft. Und dann h&auml;ngt da ein Schild an der T&uuml;r: »Aus rechtlichen Gr&uuml;nden haben wir am Pfingstsonntag und -montag leider geschlossen.«<br />
Kein Fr&uuml;hst&uuml;ck also, bis 13 Uhr. Und alles nur wegen der bl&ouml;den Kirche. Wie soll man denn seinen n&auml;chsten lieben, wenn man nicht gefr&uuml;hst&uuml;ckt hat? Grr.</p>
<p>Stichwort Kirche: Das mit den Glocken zur vollen Stunde ist ja an sich ein nettes Gimmick. Aber warum m&uuml;ssen nach den Glockenschl&auml;gen, die die Uhrzeit kommunizieren, noch geschlagene f&uuml;nf Minuten sinnloser L&auml;uterei in voller Lautst&auml;rke folgen? Das nervt n&auml;mlich vor allem dann, wenn die alten Menschen, denen ich das Mittagessen bringen soll, deswegen die Klingel nicht h&ouml;ren. Und ich warten muss, bis die Kirche verstummt. Hungrig.</p>
<p><small>Nein, das Bild hat &uuml;berhaupt keinen Bezug zum Text.</small></p>
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		<title>Naziaufmarsch in L&#252;neburg</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 12:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<category><![CDATA[politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern morgen bin ich aufgewacht und befand mich inmitten der Sicherheitszone, die die Polizei f&#252;r den Aufmarsch von Neonazis in L&#252;neburg eingerichtet hatte. Nur Bewohner wurden noch durchgelassen &#8211; und Nazis. Viele kamen allerdings nicht, nur ca. 100 Glatzk&#246;pfe versammelten sich am Vormittag hier, 200 Meter von der Haust&#252;r meiner Freundin entfernt. Die Polizei war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern morgen bin ich aufgewacht und befand mich inmitten der Sicherheitszone, die die Polizei f&uuml;r den Aufmarsch von Neonazis in L&uuml;neburg eingerichtet hatte. Nur Bewohner wurden noch durchgelassen &#8211; und Nazis. Viele kamen allerdings nicht, nur ca. 100 Glatzk&ouml;pfe versammelten sich am Vormittag hier, 200 Meter von der Haust&uuml;r meiner <a href="http://verenita.com/de/">Freundin</a> entfernt. Die Polizei war mit ungef&auml;hr dreimal so vielen Einsatzkr&auml;ften vertreten.<br />
Im Vorfeld hatte die Stadt L&uuml;neburg die Demonstration verboten, da es bei einer &auml;hnlichen Veranstaltung am 11. April bereits zu Ausschreitungen seitens der Nazis gekommen war, die versucht hatten, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Das <a href="http://www.verwaltungsgericht-lueneburg.niedersachsen.de/master/C55835898_N6470686_L20_D0_I3748448.html">Verwaltungsgericht</a> hob dieses Verbot dann jedoch wieder auf, da es aufgrund der strikten r&auml;umlichen Trennung (Nazis im Osten, <a href="http://www.nazis-aufhalten.de/">Gegenveranstaltungen</a> in der Innenstadt) diesesmal keine Ausschreitungen erwartete und ein Verbot in Hinsicht auf die Versammlungsfreiheit f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hielt.</p>
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<p>Die eigentliche Veranstaltung hatte dann eher l&auml;cherlichen Charakter, was wohl auch an der Route lag, die zwischen einer verlassenen Kaserne und einem eher sp&auml;rlich bewohnten Wohngebiet vorbeif&uuml;hrte. Die Nazis durften einmal um den Block laufen und ein paar Parolen schreien, vor und hinter ihnen lief eine Hundertschaft der Polizei. Das war es dann auch schon wieder.<br />
Einige Mitglieder der linken Szene waren auch vor Ort, hatten jedoch aufgrund des krassen Polizeiaufgebotes keine Chance, den Marsch zu stoppen, wie es am 11. April geschehen war. Als Erfolg f&uuml;r die Nazis kann die Aktion jedoch trotzdem nicht verbucht werden: dass sie unerw&uuml;nscht sind, war nicht nur bei den Anwohnern deutlich zu sp&uuml;ren.<br />
Zur Gegenveranstaltung in der Innenstadt kamen &uuml;ber 1000 Leute.</p>
<p><small>Weitere Informationen <a href="http://de.indymedia.org/2009/05/251492.shtml">bei Indymedia</a>.</small></p>
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		<title>Unsere Preise schonen Ihren Geldbeutel</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/05/07/unsere-preise-schonen-ihren-geldbeutel/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 22:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich fahre recht h&#228;ufig mit der Bahn. Eigentlich jedes Wochenende. Da kaufe ich mir dann auch gerne ein Online-Ticket, das zwar den Zugbegleiter beim Kontrollieren mindestens zehnmal so lange besch&#228;ftigt wie ein Automatenticket, aber das ist ja nicht mein Problem, sollen sie eben das System verbessern. Jedenfalls – dadurch bin ich sozusagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich fahre recht h&auml;ufig mit der Bahn. Eigentlich jedes Wochenende. Da kaufe ich mir dann auch gerne ein Online-Ticket, das zwar den Zugbegleiter beim Kontrollieren mindestens zehnmal so lange besch&auml;ftigt wie ein Automatenticket, aber das ist ja nicht mein Problem, sollen sie eben das System verbessern. Jedenfalls – dadurch bin ich sozusagen Stammbesucher auf <a href="http://bahn.de">bahn.de</a>. Dieser Meinung ist auch die <a href="http://www.apple.com/de/safari/">Betaversion von Safari 4</a> und pr&auml;sentiert mir daher schon von Anfang an immer die Bahn-Website in den Top Sites. Soweit ja alles kein Problem. Aber seit einiger Zeit sieht das so aus:<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/bahn_bohlen.png" alt="bahn_bohlen" title="bahn_bohlen" width="500" height="358" class="aligncenter size-full wp-image-358" />Jeden Morgen glotzt mich da also der Herr Bohlen an, wenn ich meinen ersten Kaffee trinke (zu jeder anderen Tageszeit nat&uuml;rlich auch, aber morgens ist das besonders hart). Und jedes Mal qu&auml;lt mich die Frage: Warum??!<br />
Tats&auml;chlich ist <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&#038;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26x%3D0%26ref%255F%3Dnb%255Fss%255F%26y%3D0%26field-keywords%3Ddieter%2520bohlen%26url%3Dsearch-alias%253Daps&#038;site-redirect=de&#038;tag=deyhlewebdesi-21&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=19454">Bohlen</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=deyhlewebdesi-21&#038;l=ur2&#038;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> der <a href="http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E792F6D5753E94B54B94A21BCA67A1A8B~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">neue Werbetr&auml;ger der Bahn</a> und f&uuml;hrt so die Reihe zweifelhafter Bahnwerbung fort (&#8220;Unsere <a href="http://verenita.com/de/blog/2009/05/05/beschwerde">Preise</a> schonen Ihren Geldbeutel&#8221;). Naja, wenn man das Monopol hat, gibt man sich mit der Werbung wohl einfach nicht mehr so die M&uuml;he, siehe auch <a href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=F81E5A8946CB7EBE&#038;search_query=Laptop+Hunters">Microsoft</a>.<br />
Aber eigentlich w&auml;re mir das ja egal, ich sehe sowieso kaum Fern und schon gar keine Werbung. Nur auf Bahn.de muss ich Bohlen jeden Tag sehen, grml.<br />
Dann doch lieber wieder die <a href="http://praegnanz.de/weblog/die-schnuffige-business-sofie">schnuffige Business-Sofie</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong><br />
Die Bahn hat reagiert. Inzwischen wurde Bohlen durch zwei Flaggen ausgetauscht, die f&uuml;r das &#8220;Europa-Spezial&#8221; werben.</p>
<p><strong>Nachtrag 2:</strong><br />
Bohlen ist zur&uuml;ck, in alter Pracht.</p>
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		<title>Der Anfang vom Ende…</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/04/17/der-anfang-vom-ende/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 20:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;des Internets. Zumindest das Ende des Internets, wie wir es kennen – nichts geringeres wird zur Zeit eingeleitet. Und es f&#228;ngt mit Kleinigkeiten an, die f&#252;r sich betrachtet ersteinmal harmlos erscheinen: Vor einigen Tagen f&#252;hrte der gr&#246;&#223;te deutsche Internetprovider T-Online die sogenannte »T-Online Navigationshilfe« ein. Gibt mal als Telekom-Kunde eine Internetadresse falsch ein, bekommt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;des Internets.</p>
<p>Zumindest das Ende des Internets, wie wir es kennen – nichts geringeres wird zur Zeit eingeleitet. Und es f&auml;ngt mit Kleinigkeiten an, die f&uuml;r sich betrachtet ersteinmal harmlos erscheinen:<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/t-online-navigationshilfe.jpg" alt="t-online-navigationshilfe" title="t-online-navigationshilfe" width="585" height="147" class="alignnone size-full wp-image-346" /><br />
Vor einigen Tagen f&uuml;hrte der gr&ouml;&szlig;te deutsche Internetprovider T-Online die sogenannte <a href="http://www.aptgetupdate.de/2009/04/16/t-online-navigationshilfe-nicht-mit-mir/">»T-Online Navigationshilfe«</a> ein. Gibt mal als Telekom-Kunde eine Internetadresse falsch ein, bekommt man nicht die &uuml;bliche, vom Browser generierte Fehlerseite, sondern wird auf eine Seite der Telekom umgeleitet, die eine Suchfunktion f&uuml;r die richtige Adresse bereitstellt – und vor allem viel Werbung.<br />
Dazu kommt noch, dass dieses Feature nicht gro&szlig; angek&uuml;ndigt wurde, sondern einfach kommentarlos bei allen T-Online-Kunden aktiviert wurde (sonst w&uuml;rde es wohl auch niemand benutzen…). Hier ma&szlig;t sich also ein Provider an, sich zwischen das Internet und den Benutzer zu stellen und den<strong> Internetverkehr nach eigenem Interesse zu kontrollieren</strong> bzw. zu &auml;ndern. Gl&uuml;cklicherweise l&auml;sst sich der Dienst deaktivieren.</p>
<p>Aber auch von anderer Seite weht ein rauerer Wind. <span id="more-344"></span>Heute fielen die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619533,00.html">Urteile im Pirate-Bay-Prozess</a>: Mit einem Jahr Haft und knapp 3 Millionen Euro Strafe bewies Schweden, dass es sich der Film- und Musikindustrielobby unterstellt und zu deren Werkzeug wurde.<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/piratebay.jpg" alt="piratebay" title="piratebay" width="275" height="293" class="alignright size-full wp-image-347" />Zur Sache: <a href="http://thepiratebay.org/">thepiratebay.org</a> ist eine spezialisierte Suchmaschine f&uuml;r Torrent-Dateien (die &uuml;brigens nach wie vor in Betrieb ist). An sich ist daran nichts auszusetzen, die Peer-to-Peer-Technik ist eine der sinnvollsten Techniken, die das Internet hervorgebracht hat (unter anderem der Fernsehdienst <a href="http://zattoo.com/de">zattoo</a> basiert darauf) – und auch Torrent ist an sich nichts Schlechtes und daher ist die Argumentation der Pirate-Bay-Betreiber schl&uuml;ssig. Schlie&szlig;lich bieten sie nur eine Suchmaschine an &#8211; und &uuml;ber Google lassen sich genauso illegale Informationen finden. Nat&uuml;rlich wei&szlig; aber auch jeder, dass der Gro&szlig;teil der &uuml;ber das Torrent-Netz »getauschten« Daten urheberrechtlich gesch&uuml;tzt ist. Trotzdem ist das nicht den Betreibern von Torrent-Suchmaschinen in die Schuhe zu schieben: vielmehr sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden und diejenigen sollten zur Rechenschaft gezogen werden, die die Urheberrechte tats&auml;chlich verletzen indem sie das Material online zug&auml;nglich machen. Nun m&uuml;ssen also die Pirate-Bay-Macher ihre K&ouml;pfe herhalten, w&auml;hrend all die anderen Torrent-Suchmaschinen (von denen es im Internet sch&auml;tzungsweise fast so viele wie Pornoseiten gibt) weitermachen wie bisher und das <strong>Problem &uuml;berhaupt nicht bek&auml;mpft wird.</strong> Zu kl&auml;ren w&auml;re auch, ob das Problem nicht viel eher sowieso an den zu restriktiven Rechteinhabern liegt&#8230;</p>
<p>Und auch in Deutschland favorisiert man Scheinl&ouml;sungen, die das eigentliche Problem &uuml;berhaupt nicht angehen: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Fuenf-Provider-unterzeichnen-Vertrag-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136327">heute</a> wurde der Weg f&uuml;r die Zensur des Internets auch in Deutschland geebnet.<br />
<a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">Eigentlich hat zu diesem Thema die c&#8217;t schon alles gesagt &#8211; netterweise ist der Artikel der aktuellen Ausgabe aber auch online zu finden.</a> Doch ich werde die Kernpunkte hier nochmal kurz aufgreifen:</p>
<p>Die CDU-Familienministerin v.d. Leyen befand zu Beginn des Jahres pl&ouml;tzlich die Kinderpornografie als gro&szlig;es Problem und h&auml;tte das Internet wohl am liebsten sofort abgestellt – der armen Kinder wegen. Nat&uuml;rlich ist das ein wunder Punkt, niemand wird bestreiten wollen, dass Kinderpornografie etwas b&ouml;ses ist und bek&auml;mpft geh&ouml;rt. Jedoch wurde laut c&#8217;t-Informationen seitens Kriminalexperten die Lage geh&ouml;rig &uuml;bertrieben, denn es w&auml;ren nicht pl&ouml;tzlich sehr viel mehr Kinderpornos aufgetaucht. &Uuml;berhaupt g&auml;be es <strong>gar keine »Kinderpornoindustrie«</strong>, vielmehr handele es sich bei 98% des Materials um jahre- bis jahrzehntealtes Material, das auch meist auf analogem Wege getauscht und weitergegeben w&uuml;rde, und zwar gratis unter Gleichgesinnten.<br />
Nat&uuml;rlich gibt es auch einschl&auml;gige Webseiten – jedoch gibt es hier schon einen Weg, diese abzuschalten. N&auml;mlich den, den es bei jeder Webseite mit illegalem Material gibt, seien das nun Kinderpornos, Bombenbauanleitungen oder Gewaltvideos: den Weg des Rechtsstaats, bei dem ein Richter innerhalb kurzer Zeit eine solche Website vom Netz nehmen kann. Doch das reicht der schwarzen Regierung offenbar nicht, die <strong>Websites sollen »gesperrt« werden</strong>, wie das in Skandinavien schon der Fall ist (und in China).<br />
<div id="attachment_345" class="wp-caption aligncenter" style="width: 247px"><a href="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/1.png" rel="lightbox"><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/1-237x300.png" alt="So soll die Sperrseite des BKA aussehen." title="bka-sperrseite" width="237" height="300" class="size-medium wp-image-345" /></a><p class="wp-caption-text">So soll die Sperrseite des BKA aussehen.</p></div><br />
Hierf&uuml;r gibt es mehrere M&ouml;glichkeiten. Die simpelste ist eine<strong> Sperrung auf DNS-Ebene</strong>, gewisse Domains werden also einfach umgeleitet und f&uuml;hren nicht mehr zu ihrem eigentlichen Bestimmungsort, sondern z.B. auf eine Seite, die &uuml;ber die Sperrung informiert. Dies ist eine Sperre, die &uuml;berhaupt nichts bringt, und die innerhalb von Sekunden <strong>selbst von unbedarften Nutzern umgangen</strong> werden kann (indem einfach ein ungefilterter DNS-Server im Router oder im System eingetragen wird, wie das geht kann man bei Youtube in 30 Sekunden lernen).<br />
Es k&ouml;nnen aber anstatt der Domains auch einfach die IP-Adressen von entsprechenden Servern gesperrt werden, sodass diese nicht mehr erreichbar sind. Auch das ist relativ einfach zu umgehen. Beide Systeme haben das Problem, dass sie eine <strong>hohe Fehlerquote </strong>haben. Meistens liegen auf Servern unz&auml;hlige Websites nebeneinander &#8211; wird dann eine davon gesperrt, sind auch alle anderen nicht mehr erreichbar.<br />
Brisant wird das vor allem, weil nicht vorgesehen ist, dass gewisse Seiten, die einmal gesperrt sind, nachher nochmal &uuml;berpr&uuml;ft und gegebenenfalls wieder freigegeben werden. Wird also eine Website z.B. gehackt und mit Kinderpornos gef&uuml;llt, besteht keinerlei Chance, die Website nocheinmal zu nutzen. Tats&auml;chlich soll es sogar <strong>verboten</strong> werden, den<strong> Inhalt der Sperrliste einzusehen und zu &uuml;berpr&uuml;fen</strong>.<br />
Eine dritte M&ouml;glichkeit der Zensur ist die wirkungsvollste: eine <strong>Filterung von Inhalten</strong>. Anstatt also ganze Domains und Server abzuschie&szlig;en, m&uuml;ssten &uuml;bertragene Fotos und Videos &uuml;berpr&uuml;ft und mit einer Liste abgeglichen werden. Im Fall des Falles k&ouml;nnen dann gezielt diese Inhalte blockiert werden. Um diese einzig sinnvolle Variante so umsetzen zu k&ouml;nnen, dass die allgemeine Internetgeschwindigkeit nicht auf 28k-Modem-Niveau zur&uuml;ckf&auml;llt, br&auml;uchte man jedoch einen <strong>sehr hohen Hardwareaufwand</strong> und daher scheidet diese M&ouml;glichkeit auch aus.<br />
Dazu kommt noch, dass das meiste Material, das sich auf diesen Sperrlisten befindet, einer n&auml;heren Pr&uuml;fung nicht standhalten w&uuml;rde, zumindest konnte das in den skandinavischen L&auml;ndern festgestellt werden. <strong>Vieles wird also als Kinderporno abgestempelt, ist aber gar keiner.</strong> Aber es ist nat&uuml;rlich viel einfacher, etwas auf Verdacht hin auf eine Liste zu setzen, als einen Prozess anzustrengen, indem vermutlich herauskommen w&uuml;rde, dass es sich gar nicht um illegale Inhalte handelt.</p>
<p>Nun wurden also die gr&ouml;&szlig;ten deutschen Provider heute dazu gebracht, entsprechende Vertr&auml;ge zu unterschreiben, in denen sie sich zur Zensur verpflichten. Wie geplant soll das BKA eine Sperrliste erstellen und diese t&auml;glich an die Provider schicken. Diese sollen dann entsprechende Websites auf DNS-Ebene sperren – ohne M&ouml;glichkeit der &Uuml;berpr&uuml;fung von unabh&auml;ngiger Seite und ohne M&ouml;glichkeit der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung. Ob das mit dem Rechtsstaat vereinbar ist? Offensichtlich nicht, doch in den n&auml;chsten Wochen sollen die entsprechenden Gesetze ge&auml;ndert werden. Grundrechte, wohlgemerkt.<br />
Offenbar scheint es hier aber <strong>nicht um den Kampf gegen Kinderpornografie</strong> zu gehen &#8211; daf&uuml;r sind die Ma&szlig;nahmen zu dilettantisch umgesetzt. Vielmehr scheint es um die <strong>Zensurm&ouml;glichkeit an sich</strong> zu gehen. Der Bundesverband der Musikindustrie regte schon an, man k&ouml;nne ja auch unliebsame Peer-to-Peer-Websiten oder eben Seiten wie <strong>Pirate Bay auf die Liste setzen</strong> (&auml;hnliche Vorst&ouml;&szlig;e ereigneten sich auch schon in Schweden und D&auml;nemark, wo schon l&auml;nger zensiert wird).<br />
Und es geht noch weiter, auch gewaltverherrlichende Inhalte und Gl&uuml;cksspielseiten sollen auf die Liste kommen. Und vielleicht auch noch radikale politische Aussagen?<br />
Dann noch ein Gesetz, das das Umgehen der Sperre unter Strafe stellt, und fertig ist das <strong>perfekte Zensurwerkzeug.</strong></p>
<p>Wir werden uns also vom Internet, wie wir es kennen, verabschieden m&uuml;ssen. Die Zukunft ist kontrolliert und zensiert und zweifelhafte Downloadquellen wird es auch nicht mehr geben. Nach fast 40 Jahren beginnen Politik, Staat und Medienindustrie, das Internet f&uuml;r sich zu entdecken.</p>
<p><small>Weitere Informationen: <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">»Verschleierungstaktik«, c&#8217;t 9/09</a></small></p>
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		<title>Abartig kalt</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/01/09/abartig-kalt/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 08:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich kann mich nicht erinnern, dass es hier mal &#252;ber so lange Zeit so abartig kalt gewesen ist&#8230; Aber das bringt der Klimawandel wohl so mit sich. Hei&#223;e Sommer, frostige Winter. Eigentlich gar nicht so &#252;bel, ich mag ja Extreme. Trotzdem habe ich nichts dagegen, dass es so langsam mal wieder w&#228;rmer wird, schlie&#223;lich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/wetter.png" alt="wetter" title="wetter" width="284" height="223" class="alignright size-full wp-image-258" /><br />
Ich kann mich nicht erinnern, dass es hier mal &uuml;ber so lange Zeit so abartig kalt gewesen ist&#8230;<br />
Aber das bringt der Klimawandel wohl so mit sich. Hei&szlig;e Sommer, frostige Winter. Eigentlich gar nicht so &uuml;bel, ich mag ja Extreme.<br />
Trotzdem habe ich nichts dagegen, dass es so langsam mal wieder w&auml;rmer wird, schlie&szlig;lich habe ich keine wirklich gute Heizung.</p>
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		<title>Java, die alte Zicke</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 19:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen meines Studiums besch&#228;ftige ich mich nun mit der Programmiersprache Java. Das Tolle an Java ist, dass darin geschriebene Programme plattformunabh&#228;ngig sind und daher theoretisch auf einem Mac genauso wie auf einem Windows- oder Linux-PC, einem Handy oder einem Toaster laufen. Wer bei Java gleich an JavaScript, AJAX und Web 2.0 denkt (so wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen meines Studiums besch&auml;ftige ich mich nun mit der Programmiersprache Java. Das Tolle an Java ist, dass darin geschriebene Programme plattformunabh&auml;ngig sind und daher theoretisch auf einem Mac genauso wie auf einem Windows- oder Linux-PC, einem Handy oder einem Toaster laufen.<br />
Wer bei Java gleich an JavaScript, AJAX und Web 2.0 denkt (so wie ich bis vor kurzem), wird allerdings herb entt&auml;uscht. Das, was ich zur Zeit mit Java mache, erinnert mich eher an den uns&auml;glichen C-Kurs, in dem ich w&auml;hrend meiner Schulzeit Spa&szlig; hatte (zwar nicht mit C, aber das tut hier nichts zur Sache&#8230;). Also 80er-Jahre-Kommandozeilenprogr&auml;mmchen, nichts mit grafischer Oberfl&auml;che oder so.<br />
Das Ganze w&uuml;rde auch einigerma&szlig;en Spa&szlig; machen, wenn &#8211; ja wenn Java nicht so eine uns&auml;gliche Zicke w&auml;re. Zwar muss ich mich im Gegensatz zu C nicht um Speicherverwaltung k&uuml;mmern, im Gegensatz zu PHP allerdings um ziemlich viel. Zur Erinnerung: PHP ist eine wahrhaft geniale Skriptsprache, die auf UNIX-basierten Webservern zum Einsatz kommt und zum Beispiel auch dieses Blog steuert. Eine Sprache, die ich sogar relativ gut kann. Und eine Sprache, die ziemlich intelligent ist. So interessiert es PHP nicht, ob eine Variable vom Typ Float, Integer oder String ist &#8211; bei Bedarf wird sie einfach umkonvertiert. Ich kann also <code>3.5-2.5</code> rechnen und erhalte <code>1</code>, was wiederum dem boolschen Wert <code>true</code> entspricht. PHP ist es auch v&ouml;llig egal, ob man <code>and</code> oder <code>&#038;&#038;</code> schreibt.<br />
Java ist da ganz anders: Variablen werden bittesch&ouml;n mit dem richtigen Typ deklariert und initialisiert, und auch alles andere muss genau nach Vorgabe geschrieben sein. <code>and</code> geht gar nicht, und den Datentyp <code>String</code> schreibt man bitte gro&szlig;. <code>int</code> muss aber klein sein. Liegt daran, dass String eigentlich eine Klasse ist. Egal. Trotzdem.<br />
Alte Zicke.</p>
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		<title>Eintausend</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2008/08/01/eintausend/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 19:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin zur Zeit kaum online &#8211; der Grund ist mein aktueller Umzug. Heute schlie&#223;lich war der Telekom-Techniker in der neuen Wohnung. F&#252;nf Minuten und alles funktioniert. Jetzt sitze ich ersch&#246;pft auf dem Balkon (auf dem man, im Gegensatz zum alten, die &#252;belste Aussicht hat) und &#8220;genie&#223;e&#8221; mein Internet. Ja, DSL 1000. Das ist schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zur Zeit kaum online &#8211; der Grund ist mein aktueller Umzug. Heute schlie&szlig;lich war der Telekom-Techniker in der neuen Wohnung. F&uuml;nf Minuten und alles funktioniert. Jetzt sitze ich ersch&ouml;pft auf dem Balkon (auf dem man, im Gegensatz zum alten, die &uuml;belste Aussicht hat) und &#8220;genie&szlig;e&#8221; mein Internet.<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/bild-1.jpg" alt="" title="speedtest" class="alignnone size-full wp-image-122" /><br />
Ja, DSL 1000. Das ist schon bitter, vor allem wenn man bedenkt, dass mein erster Internetanschluss bereits doppelt so schnell war. Ich kann nur hoffen, dass VDSL bald kommt (<a href="http://deyhle-webdesign.com/2008/07/09/t-herausforderung/">versprochen</a> wurde es mir ja).<br />
Ich habe schon ganz vergessen, wie es sich anf&uuml;hlt, wenn man einer Internetseite dabei zusieht, wie sie sich aufbaut. Zu YouTube habe ich mich noch nicht gewagt.</p>
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