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	<title>sprachkonstrukt.de &#187; datenschutz</title>
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		<title>Warum der „Gef&#228;llt mir“-Button doof ist</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2010/05/04/warum-der-gefaellt-mir-button-doof-ist/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit kurzem hat Facebook seine Nutzerprofile umgestellt: sie zeigen jetzt alles an, was einem „gef&#228;llt“. Und das sind nicht nur Seiten auf Facebook – sondern das ganze Internet. Dank dem neuen „Like“- bzw. „Gef&#228;llt mir“-Button, den jeder Horst auf seiner Website per Copy&#38;Paste einblenden kann. Allerdings f&#252;hrt ein Klick nicht nur dazu, dass ein Link [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit kurzem hat Facebook seine Nutzerprofile umgestellt: sie zeigen jetzt alles an, was einem „gef&auml;llt“. Und das sind nicht nur Seiten auf Facebook – sondern das ganze Internet. Dank dem neuen „Like“- bzw. „Gef&auml;llt mir“-Button, den jeder Horst auf seiner Website per Copy&amp;Paste einblenden kann. Allerdings f&uuml;hrt ein Klick nicht nur dazu, dass ein Link zu der Website mal eben in Twitter-Manier unverbindlich in den Facebook-Newsfeed gehauen wird – sondern dass die Website dauerhaft in das Profil des Nutzers aufgenommen wird.<br />
Das brisante dabei ist, dass diese Eintr&auml;ge offenbar grunds&auml;tzlich f&uuml;r die ganze Welt sichtbar sind – eine Beschr&auml;nkung nur auf die eigenen Freunde existiert nicht (bzw. funktioniert nur f&uuml;r auf der Profilseite aktiv eingetragene Dinge).</p>
<p>Und das gef&auml;llt mir nicht, das muss ich ganz klar sagen. Ich habe kein Problem damit, dass meine Tweets &ouml;ffentlich sind, obwohl die teilweise auch recht pers&ouml;nlich sind. Aber das ist alles etwas unverbindlicher und geht in der Masse mehr oder weniger unter. Das Facebook-Profil findet dagegen jeder sofort – und soll dort jetzt auch noch aggregiert alles aufgelistet finden, was mir mal „gefallen“ hat? Nein danke.</p>
<p>Soll man nun also diesen Button einbauen? Daf&uuml;r spricht, dass durch das Promoten &uuml;ber Facebook sicher der eine oder andere zus&auml;tzliche Besucher angesp&uuml;lt wird. Wohl auch der Grund, warum sich die meisten Blogger in meiner Blogroll in k&uuml;rzester Zeit dazu bringen lie&szlig;en, den Button einzubauen. Ich war auch kurz davor, auf den Zug aufzuspringen und habe lange hin- und her&uuml;berlegt. Das Ergebnis sieht man: kein Like-Button auf sprachkonstrukt.de (OT: ist das eigentlich cool, das klein zu schreiben? Und wie finden meine Leser &uuml;berhaupt den Namen?).</p>
<p>Es gibt zwei M&ouml;glichkeiten, den Like-Button einzubauen. Die am weitesten verbreitete, weil simpelste, ist das iFrame. Das ist kein Bilderrahmen aus Aluminium, sondern ein HTML-Tag, der l&auml;ngst veraltet ist, dachte ich zumindest (in XHTML war das so) – in HTML 5 ist er aber wieder vertreten. Keine saubere L&ouml;sung, aber eine pragmatische. Die <a href="http://www.be24.at/blog/entry/639312">andere</a> ist per XFBML, der Facebook-API, und Javascript. H&auml;tte ich wohl genommen. Allerdings: man sollte schon ganz genau &uuml;berlegen, ob man das will.</p>
<p>Lustige Notiz am Rande: es findet keine Pr&uuml;fung des hinterlegten Links statt, dieser muss also nicht der Seite entsprechen, auf der sich der Button befindet – interessante Kommentare sind garantiert, wenn beispielsweise eine Pornoseite an Facebook &uuml;bergeben wird.</p>
<h3>Nichts neues – und nichts gutes</h3>
<p>Schon seit einiger Zeit sind vor allem auf Blogs etliche „social Buttons“ vertreten, mit denen man die aktuelle Seite direkt auf einer Vielzahl an sozialen Netzwerken und Bookmarkdiensten raushauen kann. Meiner Meinung nach Schwachsinn. M&ouml;chte ich eine Seite promoten, gehe ich selbst zur Plattform meiner Wahl, z.B. Twitter. Klar, die Hemmschwelle ist sicher niedriger, wenn schon ein One-Klick-Button da ist.</p>
<p>Und der Facebook-Like-Button ist eigentlich nichts anderes als ein weiterer social Button – der einzige Unterschied ist, dass er zu <em>dem</em> Social Network schlechthin f&uuml;hrt und daher die kritische Masse an Nutzern erreicht. Wenn ich einen social Button einbauen m&uuml;sste, w&uuml;rde ich wohl den von Facebook nehmen, keine Frage, denn dort ist jeder (jaja, ich wei&szlig;. Aber fast jeder!). </p>
<p>Allerdings ergibt man sich dann wieder der blo&szlig;en Marktmacht von Facebook – und kein anderer Dienst hat noch Chancen. Eine bessere L&ouml;sung f&uuml;r die social Buttons w&auml;re eine Browserfunktion daf&uuml;r. Stelle man sich folgenderma&szlig;en vor: im Browser lege ich mein bevorzugtes soziales Netzwerk fest, so wie ich die Startseite und den Suchanbieter einstelle. Auf jeder Seite kann ich dann per einfachem Klick direkt einen Beitrag dar&uuml;ber auf <em>meiner</em> bevorzugten Plattform posten, nicht auf der vom Seitenbetreiber bevorzugten. Solche L&ouml;sungen gibt es in Form von Plugins und Toolbars nat&uuml;rlich l&auml;ngst. Aber warum nicht direkt in den Browser einbauen? Sch&auml;tze, von Mozilla oder Google wird sowas bald kommen. </p>
<h3>Ein Wort an die Webdesigner und Blogger</h3>
<p>Nehmt den Like-Button wieder raus. Und andere eventuell vorhandene social Buttons am besten auch gleich. Wenn ihr unbedingt wollt, dass die Leser Links weitergeben, erstellt einen gut sichtbaren Permalink, vielleicht auch eine Kurz-URL, und weist die Leser darauf hin.<br />
Oder: sorgt f&uuml;r guten Content, der verbreitet sich n&auml;mlich von selbst, auch ohne Like-Button.</p>
<p>Performancetechnisch sind die social Buttons &uuml;brigens auch keine Offenbarung, angeblich sorgt der Facebook-Like-Button f&uuml;r rund 1 Sekunde mehr Ladezeit. Au&szlig;erdem l&auml;sst er sich grafisch nicht anpassen… hier beispielsweise w&uuml;rde das Blau wohl auch kaum passen.</p>
<p>Lasst es den Besuchern erspart, die bunten Buttons anzusehen, und lasst es ihnen erspart, das soziale Netzwerk zu nutzen, das <em>ihr</em> gut findet.<br />
Macht es Facebook nicht zu einfach, vollst&auml;ndige Surfprofile seiner Nutzer zu erstellen – genau das ist durch den Like-Button n&auml;mlich m&ouml;glich. Egal ob er geklickt wird oder nicht. </p>
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		<title>Facebook wird immer besser</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2010/02/11/facebook-wird-immer-besser/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 19:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zugegeben, fr&#252;her war ich Facebook gegen&#252;ber sehr skeptisch. Aber mittlerweile nutze ich das Social Network doch recht gerne. Klar, man muss wie bei allen Web2.0-Diensten gut abw&#228;gen, was man ver&#246;ffentlicht und was nicht. Doch f&#252;r mich &#252;berwiegen die Vorteile, die Facebook bietet. Besonders gef&#228;llt mir die Innovation, bei der Facebook die Konkurrenz in Form von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, <a href="http://sprachkonstrukt.de/2007/11/19/das-leid-mit-den-sozialen-netzen/">fr&uuml;her</a> war ich Facebook gegen&uuml;ber sehr skeptisch. Aber mittlerweile nutze ich das Social Network doch recht gerne. Klar, man muss wie bei allen Web2.0-Diensten gut abw&auml;gen, was man ver&ouml;ffentlicht und was nicht. Doch f&uuml;r mich &uuml;berwiegen die Vorteile, die Facebook bietet. Besonders gef&auml;llt mir die Innovation, bei der Facebook die Konkurrenz in Form von StudiVZ und Co. doch weit hinter sich l&auml;sst. Eine schon etwas &auml;ltere, aber seehr n&uuml;tzliche Funktion (v.a. in Bezug auf Privatsph&auml;re) und eine Funktion, die es erst seit gestern Abend gibt.</p>
<h3 id="lists">Selektive Sichtbarkeit von Wall-Meldungen mit Listen</h3>
<p>Immer wieder &auml;rgern sich Facebook-Nutzer &uuml;ber die Apps und Spiele, die andauernd auf die Wall posten. Es kann schonmal vorkommen, dass man auf der Startseite von Facebook mit f&uuml;nf oder mehr Farmville-Meldungen begr&uuml;&szlig;t wird. Klar kann man Nutzer blocken, um ihre Meldungen nicht mehr sehen zu m&uuml;ssen, aber das ist ja nicht im Sinne eines sozialen Netzwerks.<br />
Da ich selbst zu meiner Schande gestehen muss, dass ich recht gerne Farmville spiele, aber meine Freunde nicht zuspammen will, hier die L&ouml;sung:</p>
<p><strong>Freundeslisten.</strong> Ich habe mir eine Liste „Nicht-Farmville“ angelegt, auf die alle meine Freunde kommen, die kein Farmville spielen bzw. keine Farmville-Meldungen bekommen m&ouml;chten. Wenn Farmville dann eine Nachricht posten will, stelle ich einfach ein, dass die Liste „Nicht-Farmville“ die Nachricht nicht zu Gesicht bekommt. So kann ich hemmungslos verk&uuml;nden, dass ich das n&auml;chste Level erreicht habe und gerne Geschenke h&auml;tte – und kann sichergehen, dass die Nachricht auch nur die Leute erreicht, die es interessiert bzw. denen sie etwas bringt (man bekommt meist Geld o.&auml;., wenn man auf die Wallpostings seiner Freunde klickt). Der Rest wird nicht damit zugespammt.<br />
Dieses System ist nat&uuml;rlich beliebig ausweitbar – z.B. indem man eine Liste nur mit Arbeits- oder Studienfreunden anlegt, und dann entsprechende Statusmeldungen so nur f&uuml;r die relevante Gruppe sichtbar macht.</p>
<p class="aligncenter"><a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-1.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-1-150x150.png" alt="" title="Zuerst erstellt man die Liste" width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-493" /></a>  <a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-2.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-2-150x150.png" alt="" title="Die Einstellung zur Sichtbarkeit ist etwas versteckt…" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-495" /></a>  <a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-3.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-lists-3-150x150.png" alt="" title="Hier muss man nur noch die richtige Liste eintragen." width="150" height="150" class="alignnone size-thumbnail wp-image-496" /></a></p>
<h3 id="chat">Chat &uuml;ber XMPP/Jabber</h3>
<p>Gestern kam eine besonders erfreuliche <a href="http://blog.facebook.com/blog.php?post=297991732130">Meldung</a> herein.<br />
Der Facebook-Chat war bis jetzt eher mies. Zwar gab es in meinem Chatclient <a href="http://adium.im/">Adium</a> die M&ouml;glichkeit, den Facebook-Chat zu nutzen (also ohne auf die Seite im Browser zu gehen) – das hat allerdings, zumindest zu Beginn, eher unzuverl&auml;ssig funktioniert. Schlie&szlig;lich nutzte der Chat ein propriet&auml;res Protokoll, und der Chatclient musste einen Browser simulieren, um darauf zugreifen zu k&ouml;nnen.<br />
Damit ist jetzt Schluss: Facebook stellte auf Jabber um – damit kann nun jeder Chatclient &uuml;ber das XMPP-Protokoll auf den Chat zugreifen. Super!<br />
(Zur Information: Jabber ist ein offenes Chatprotokoll, f&uuml;r das jeder einen Server aufsetzen kann. Man ist also nicht auf einen zentralen Server wie beispielsweise ICQ angewiesen. Nat&uuml;rlich entf&auml;llt dieser Vorteil bei Facebook oder Google Talk. Aber immerhin ist es ein standardisiertes Protokoll. Mehr dazu <a href="http://www.fixmbr.de/jabber-die-sichere-alternative/">hier</a>.)<br />
<a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-chat.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/facebook-chat-550x393.png" alt="" title="Der Facebook-Chat kann jetzt auch XMPP" width="550" height="393" class="aligncenter size-large wp-image-494" /></a>Wer den Facebook-Chat in seinem Instant-Messaging-Client einrichten m&ouml;chte, findet <a href="http://www.facebook.com/sitetour/chat.php">hier</a> alle notwendigen Informationen.</p>
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		<title>Google Chrome Beta f&#252;r OS X</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/12/08/google-chrome-beta-fuer-os-x/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 22:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Google-Browser Chrome gibt es jetzt auch in einer offiziellen Betaversion f&#252;r Mac OS X. Und das ist ziemlich cool, muss ich sagen. Ich nutze ja seit ich einen Mac habe Safari. Der Apple-Browser passt gut zum System und ist schnell. Zumindest schneller als Firefox und Opera, die beide gut 10-20 Sekunden zum Starten brauchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-468" title="chrome-logo" src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/chrome-logo.png" alt="chrome-logo" width="269" height="260" />Den Google-Browser Chrome gibt es jetzt auch in einer <a href="http://www.google.com/chrome">offiziellen Betaversion</a> f&uuml;r <a href="http://clk.tradedoubler.com/click?p=3469&#038;a=1744273&#038;g=17982018&#038;url=http://store.apple.com/de/go/product/MC223">Mac OS X</a>. Und das ist ziemlich cool, muss ich sagen.</p>
<p>Ich nutze ja seit ich einen Mac habe Safari. Der Apple-Browser passt gut zum System und ist schnell. Zumindest schneller als Firefox und Opera, die beide gut 10-20 Sekunden zum Starten brauchen und auch beim Surfen gerne etwas l&auml;nger verweilen. Gegen Opera spricht zudem das unpassende Design, das so gar nicht zu OS X passen will.</p>
<p>Chrome nutzt wie auch Safari die Webkit-Engine und stellt Websites daher standardkonform dar – beim <a href="http://acid3.acidtests.org/">Acid-3-Test</a> bekommen beide 100 von 100 Punkten, wie auch Opera. Firefox schafft es nur auf 93 Punkte, vom IE fange ich gar nicht erst an. Der aktuelle IE8 kommt auf  24 Punkte, die erste Vorversion von IE9 schafft im Acid-3-Test 32 Punkte (der schreckliche, aber immer noch sehr verbreitete IE6 schafft &uuml;brigens grade mal 1 von 100 Punkten).<br />
Auch die Javascript-Geschwindigkeit ist in den gleichen Regionen wie Safari. Einen Vorteil hat Chrome zus&auml;tzlich: <span id="more-467"></span>jeder Tab l&auml;uft in einem eigenen Prozess, st&uuml;rzt also einer ab, sind die anderen davon unbehelligt. Das soll bei Safari 4 unter Snow Leopard zwar angeblich auch so sein, wenn da etwas h&auml;ngt, h&auml;ngt aber trotzdem immer gleich der ganze Browser. Und das kommt leider recht h&auml;ufig vor.</p>
<p><a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/chrome-menubar.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/chrome-menubar-300x101.png" alt="chrome-menubar"  title="Google Chrome mit Tabs-on-Top" width="300" height="101" class="aligncenter size-medium wp-image-469" /></a><br />
Sch&ouml;n ist auch, dass Chrome auf den OS-X-Schl&uuml;sselbund zugreift, man muss also nicht alle gespeicherten Passw&ouml;rter neu eingeben – die meisten werden erkannt und automatisch genutzt.<br />
Teilweise merkt man schon noch, dass es erst eine Beta-Version ist: die Schlie&szlig;en-Buttons der Tabs sind noch auf der falschen Seite, die Tabs lassen sich noch nicht – wie in der Windows-Version – festpinnen und die Symbolleiste l&auml;sst sich nicht anpassen. Auch das Design der Lesezeichenleiste gef&auml;llt mir nicht so, die blauen Ordnersymbole m&uuml;ssten nicht sein. Als Startseite bietet Chrome eine visuelle &Uuml;bersicht &uuml;ber oft genutzte Seiten an, wie Safari mit seinen Top Sites.<br />
Super finde ich, dass die Tabs oben sind, wie es bei der Safari-4-Beta auch eine zeitlang war. Ich verstehe nur nicht, warum dar&uuml;ber noch einige Pixel verschenkt werden, sie d&uuml;rften ruhig ganz oben sitzen. Sch&ouml;n auch, dass die Statusleiste nur eingeblendet wird, wenn sie was zum Anzeigen hat, das st&ouml;rt mich bei Safari schon immer. </p>
<p><a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/chrome-statusleiste.png"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/chrome-statusleiste-300x89.png" alt="chrome-statusleiste" title="Die Statusleiste wird nur bei Bedarf eingeblendet." width="300" height="89" class="aligncenter size-medium wp-image-470" /></a><br />
Ansonsten fehlen noch ein paar erweiterte Features, unter anderem die M&ouml;glichkeit von Such-Codes, wie es bei Safari <a href="http://www.machangout.com/">Glims</a> bereitstellt, und nat&uuml;rlich ein Werbeblocker. Da es inzwischen jedoch auch eine Add-on-Schnittstelle f&uuml;r Chrome gibt, wird man darauf nicht mehr lange warten m&uuml;ssen.</p>
<p>Achja, Chrome hat noch immer einen schlechten Ruf wegen seiner engen Bindung and Google. Dazu:<br />
<a href="http://stadt-bremerhaven.de/welche-daten-sendet-google-chrome/">Welche Daten sendet Google Chrome?</a> – ist gar nichts schlimmes, au&szlig;erdem l&auml;sst sich fast alles deaktivieren.<br />
Au&szlig;erdem hat SPON erst gestern einen ausf&uuml;hrlichen Beitrag verfasst, in dem erkl&auml;rt wird, wie man diverse Datensammeldienste von Google zu deaktivieren kann: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,665613,00.html">Wie Sie sich vor Google verstecken</a> – das ist n&auml;mlich unabh&auml;ngig vom Browser.<br />
Nat&uuml;rlich muss jeder f&uuml;r sich selbst entscheiden, was er von Google h&auml;lt. Ich sehe es vor allem als das innovativste IT-Unternehmen unserer Zeit (ja, noch vor Apple) – schlie&szlig;lich haut es ja einen Knaller nach dem anderen raus. Dank Google Mail muss sich niemand mehr mit <a href="http://sprachkonstrukt.de/email/#provider">miesen Webmail-Anbietern</a> rumschlagen. Dank Kalender und Adressbuch muss ich mein <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/10/14/synchronisation-von-mail-kalender-und-adressen-auf-iphone-und-mac-ueber-google/">iPhone zum synchronisieren</a> nicht mehr per USB anschlie&szlig;en. Dank Google Maps finden wir nicht nur den Weg nach &uuml;berall, sondern auch das n&auml;chste Café. Dank Text&#038;Tabellen bzw. neuerdings Google Wave k&ouml;nnen wir gemeinsam gleichzeitig an Dokumenten arbeiten. Und dann gibt es nat&uuml;rlich noch Google Reader, News, YouTube, Analytics, AdSense und all die anderen innovativen Google-Dienste. Die meisten davon nutze ich, und bin sehr zufrieden damit. &Uuml;brigens stellt Google mit <a href="https://www.google.com/dashboard/">Dashboard</a> gerade f&uuml;r Leute wie mich eine sch&ouml;ne &Uuml;bersicht zur Verf&uuml;gung, auf der jeder sich ansehen kann, welche personenbezogenen Daten Google von einem hat. Nat&uuml;rlich muss letztlich jeder selbst wissen, wem er traut.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> sieht alles sehr vielversprechend aus, insbesondere die ruckelfreie Bedienung im Gegensatz zu Safari gef&auml;llt. Einige Kleinigkeiten halten mich zur Zeit noch von der dauerhaften Benutzung ab, aber bei der Finalversion k&ouml;nnte gut sein, dass ich komplett von Safari auf Chrome umsteige.</p>
<p><strong>Link:</strong> <a href="http://www.google.com/chrome">http://www.google.com/chrome</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ins StudiVZ (anstatt ins soziale Abseits)</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2008/06/03/ins-studivz/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 17:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe mich immer erfolgreich dagegen gewehrt, Mitglied von StudiVZ zu werden. Bis zum Wochenende. Die Langeweile war wohl zu gro&#223;… jedenfalls bin ich jetzt auch bei dem Zirkus zu finden. Meine bisherigen Vorbehalte dagegen (&#8220;Jeder-wei&#223;-alles-&#252;ber-jeden&#8221;-Politik; Richtige Namen; Datensammelwut; E-Mail-Benachrichtigungsspam; aggressives Design; dumm klingender Name) wurden kurzerhand unterdr&#252;ckt und einige waren nach der Registrierung auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich immer erfolgreich dagegen gewehrt, Mitglied von StudiVZ zu werden. Bis zum Wochenende. Die <a href="http://deyhle-webdesign.com/2008/06/01/serverprobleme/">Langeweile</a> war wohl zu gro&szlig;… jedenfalls bin ich jetzt auch bei dem Zirkus zu finden.<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/bild-3.png" alt="" title="StudiVZ-&quot;Immatrikulation&quot; (von mir ge&auml;ndert ;))"class="size-full wp-image-103" /><br />
Meine bisherigen Vorbehalte dagegen (&#8220;Jeder-wei&szlig;-alles-&uuml;ber-jeden&#8221;-Politik; Richtige Namen; Datensammelwut; E-Mail-Benachrichtigungsspam; aggressives Design; dumm klingender Name) wurden kurzerhand unterdr&uuml;ckt und einige waren nach der Registrierung auch hinf&auml;llig. Beispielsweise finde ich das mit den richtigen Namen nicht mehr so schlimm. Und die E-Mail-Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren. Erfreulich ist auch, dass ich zumindest einstellen kann, dass nicht jeder beliebige Besucher mein komplettes Profil sieht und dass ich verhindern kann, dass es angezeigt wird, wessen Profil ich angesehen habe.</p>
<p>Aber warum habe ich mich nun wirklich angemeldet? <span id="more-94"></span><br />
Tats&auml;chlich sah ich mich beinahe dazu gen&ouml;tigt. Allerorts wird man gefragt &#8220;Bist du auch bei Studi?&#8221; &#8211; eine Verneinung l&ouml;st beim Fragenden meist Irritation und Schubladendenken aus. Tats&auml;chlich ist es so, dass es in ICQ etc. in letzter Zeit immer ruhiger wird, es ist ganz klar eine Abwanderung von etablierten Systemen wie Instant Messaging hin zu Communities wie StudiVZ zu beobachten. Man f&uuml;hlt sich beinahe ausgegrenzt, wenn man sich nicht der Masse anschlie&szlig;t und wild in der Gegend herumgruschelt. Nachdem ich dann freundlicherweise die Gelegenheit bekommen habe, mir einen StudiVZ-Account &#8220;von innen&#8221; anzusehen, stand meine Entscheidung eigentlich schon fest. Und jetzt, da ich dabei bin, bleibe ich wohl auch dort (obwohl Abmelden einfacher geht <a href="http://deyhle-webdesign.com/2007/11/19/das-leid-mit-den-sozialen-netzen/">als bei Facebook</a>). Wer will, findet mich und darf mir auch gerne einen Freundschaftsantrag stellen. Und ja, ich bin unter meinem richtigen Namen angemeldet.</p>
<p>Aber wie ist es nun? <strong>Meine Bewertung…:</strong></p>
<ul>
<li>Die Atmosph&auml;re ist angenehmer als ich dachte. Das von Microsoft-Produkten bekannte &#8220;Wir sind b&ouml;se, unsere User interessieren uns einen Dreck und das lassen wir auch raush&auml;ngen&#8221;-Gef&uuml;hl stellt sich wider erwarten nicht ein, obwohl letztlich eine vergleichbare Philosophie dahintersteckt. Man f&uuml;hlt sich fast wohl auf der Seite, auch wenn das Rot doch sehr gew&ouml;hnungsbed&uuml;rftig ist.</li>
<li>Die Bedienung ist komfortabel. Alle Funktionen sind selbsterkl&auml;rend und intuitiv zu finden. Wo man eine Funktion braucht, ist auch ein Link zu ihr. Dass die Privatsph&auml;reeinstellungen so versteckt sind, dass sie kaum jemand findet, wie vielerorts kritisiert, kann ich nicht best&auml;tigen.</li>
<li>Zur Werbung bzw. deren Aufdringlichkeit kann ich nichts sagen. Mein <a href="http://safariadblock.sourceforge.net/">Werbeblocker</a> funktioniert zuverl&auml;ssig &#8211; ich habe noch kein einziges Werbebanner entdeckt. Personalisierte Werbung ist nat&uuml;rlich trotzdem deaktiviert.</li>
<li>Der Funktionsumfang ist &#8211; gelinde gesagt &#8211; armselig. Ich hatte mir sehr viel mehr erwartet. Zum Beispiel l&auml;sst sich das Profil kaum personalisieren. Man hat nirgends eine &Uuml;bersicht, was seine &#8220;Freunde&#8221; gerade treiben. Die St&auml;rke einer Freundschaft l&auml;sst sich nicht spezifizieren. Bei manchen Angaben muss aus den vorgegebenen Optionen gew&auml;hlt werden. Besonders fehlt mir die M&ouml;glichkeit, RSS-Feeds im Profil anzuzeigen sowie Benachrichtigungen per RSS-Feed oder Instant-Messenger zu empfangen. Die einzige M&ouml;glichkeit besteht darin, sich E-Mails zusenden zu lassen. Zumindest per IM w&auml;re aber wirklich kein Problem und ich wei&szlig; wirklich nicht, warum eine solche Funktion fehlt.</li>
<li>Es wird zwar angezeigt, wie man jemanden kennt (Freund von Freund etc.), jedoch nur eindimensional. Hier w&auml;re eine mehrdimensionale Visualisierung sch&ouml;n, die genau anzeigt, mit wem meiner Freunde eine Person befreundet ist (stattdessen wird bei mehreren ein beliebiger ausgew&auml;hlt).</li>
<li>Es gibt keine Applications wie bei Facebook. Jedoch <a href="http://www.heise.de/newsticker/Open-Social-Anwendungen-fuer-studiVZ--/meldung/107799/from/rss09">soll sich das &auml;ndern</a> &#8211; ich bin gespannt.</li>
<li>Es gibt keine (!) mobile Version der Seite oder zumindest ein f&uuml;r mobile Endger&auml;te angepasstes Design.</li>
<li>Und zuletzt der einzige Grund, der wirklich ausschlaggebend daf&uuml;r ist, StudiVZ zu benutzen*: Kein anderer Dienst hat so viele Nutzer. Locker 90% der Menschen in meinem Alter finde ich bei StudiVZ. Tats&auml;chlich habe ich noch niemanden, den ich gesucht habe, nicht gefunden. Das ist einerseits be&auml;ngstigend, andererseits aber schon auch cool. </li>
</ul>
<p><small>____________________<br />
*nat&uuml;rlich sollten einem immer die Auswirkungen seines Handelns bewusst sein. Wer mit seinem Drogenkonsum angeben will, ist selbst schuld. Und dass die Privatsph&auml;reeinstellungen nur vordergr&uuml;ndig nutzen, versteht sich auch von selbst.<br />
Dazu habe ich ja <a href="http://deyhle-webdesign.com/2007/11/19/das-leid-mit-den-sozialen-netzen/">schon mal was geschrieben</a>, daher gehe ich darauf in diesem Beitrag nicht mehr ein.</small></p>
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		<title>Das Leid mit den sozialen Netzen</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2007/11/19/das-leid-mit-den-sozialen-netzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 13:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
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		<description><![CDATA[Allerorts t&#246;nt es &#8220;Web 2.0&#8243;, &#8220;User-Generated Content&#8221; und &#8220;Social Networking&#8221;. Was auf den ersten Blick alles verdammt sch&#246;n, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas st&#228;rker damit besch&#228;ftigt. Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die M&#246;glichkeiten, die das Web eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allerorts t&ouml;nt es &#8220;Web 2.0&#8243;, &#8220;User-Generated Content&#8221; und &#8220;Social Networking&#8221;. Was auf den ersten Blick alles verdammt sch&ouml;n, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas st&auml;rker damit besch&auml;ftigt.<br />
Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die M&ouml;glichkeiten, die das Web eigentlich schon seit Jahren bietet, auch genutzt &#8211; &uuml;berall sehen wir Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und die nun hier gleich thematisierten Social Networks.<br />
Das leider sehr sehr besorgniserregende an diesen ist die Leichtsinnigkeit, mit der deren Nutzer sich in ihnen bewegen. Es folgt eine Darstellung der Gefahren von Facebook, StudiVZ etc. &#8211; inklusive Workshop &#8220;Wie verbaue ich mir meine Zukunft&#8221;.<br />
<span id="more-64"></span></p>
<p>Das wohl bekannteste und gr&ouml;&szlig;te Social Network &#8211; Facebook &#8211; machte die letzten Wochen wieder Schlagzeilen. Unser aller Lieblingskonzern, das Prestigeobjekt der freien Marktwirtschaft, Kapitalismus in Reinform, hat sich 1,6% von Facebook <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,513400,00.html">gekauft</a>. <strong>F&uuml;r 240 Millionen Dollar.</strong> Die Rede ist &#8211; nat&uuml;rlich &#8211; von Microsoft.<br />
Dies hat mich endg&uuml;ltig dazu bewogen, der Plattform meinen R&uuml;cken zu kehren &#8211; und so loggte ich mich ein und wollte mein Profil l&ouml;schen. Mit dem Ergebnis: Das ist nicht m&ouml;glich.<br />
Zwar l&auml;sst sich ein Facebook-Account problemlos deaktivieren &#8211; alle Daten &uuml;ber mich bleiben aber dennoch &ouml;ffentlich verf&uuml;gbar, und wenn ich mich einmal wieder einlogge, ist wieder alles wie vorher. &#8220;Logout&#8221; w&auml;re also ein passenderer Name f&uuml;r die Funktion.<br />
&#8220;Na gut&#8221;, dachte ich mir, &#8220;dann l&ouml;sche ich eben die Daten&#8221;. Weit gefehlt &#8211; zwar konnte ich die (sowieso schon sparsamen) Angaben &uuml;ber mich l&ouml;schen. Doch eine Namens&auml;nderung ist leider nicht m&ouml;glich. Mein Name (zusammen mit meinem Geburtstdatum) bleibt dort also bis in alle Zeit in LCD gemei&szlig;elt stehen. Erst ein l&auml;ngerer E-Mail-Verkehr mit der Leitung von Facebook f&uuml;hrte letztlich dazu, dass mein Account tats&auml;chlich gel&ouml;scht wurde. In wie weit die Daten trotzdem noch irgendwo gespeichert sind, kann ich nat&uuml;rlich nicht sagen.</p>
<p>Soweit also meine pers&ouml;nliche Erfahrung mit Facebook.</p>
<p>Sicher verbinden die meisten Menschen durchaus positive Erfahrungen mit den Social Networks. Endlich kann man seine Freunde zentral verwalten, ist immer up-to-date, was ebendiese zur Zeit machen, kann ihnen mitteilen, was man selbst gerade tut, und kann ihnen z.B. die Fotos der letzten Party zur Verf&uuml;gung stellen. Wo man fr&uuml;her m&uuml;hsam E-Mails schreiben musste oder gar CDs brennen und verschicken musste, kann man solche Aufgaben alle zusammen komfortabel z.B. mit Facebook erledigen. Aber nicht nur die bestehenden Freunde und Bekanntschaften k&ouml;nnen verwaltet werden, nat&uuml;rlich kann man auch massig neue Menschen kennenlernen und mit ihnen chatten etc. Beispielsweise kann man sich auflisten lassen, wer alles auf die gleiche Universit&auml;t geht, den gleichen Arbeitgeber hat, im gleichen Ort wohnt oder wer in den gleichen Organisationen t&auml;tig ist.<br />
Soweit klingt das ja alles sch&ouml;n und gut und ziemlich Web 2.0.</p>
<p>Leider denken die wenigsten User nun einen Schritt weiter.<br />
Denn immer wieder scheinen die Menschen zu vergessen, dass sie sich hier nicht in der Kneipe um die Ecke befinden, sondern im Internet. Das nunmal die M&ouml;glichkeit mit sich bringt, dass die preisgegebenen Informationen nicht nur dem eigentlichen Adressaten zur Verf&uuml;gung stehen, sondern weltweit &ouml;ffentlich sind. Immerhin bieten die meisten dieser Communities inzwischen Funktionen zum Schutz der Privatsph&auml;re an, und User k&ouml;nnen individuell einstellen, welche Informationen &ouml;ffentlich sind, welche nur angemeldeten Usern zur Verf&uuml;gung stehen und welche nur als &#8220;Freunde&#8221; markierte Nutzer sehen k&ouml;nnen. Doch in den Standardeinstellungen sind die meisten Informationen allen zug&auml;nglich &#8211; schlie&szlig;lich wollen die Betreiber der Webseiten ja die Transparenz der User. Wenn mehr Informationen &ouml;ffentlich sind, bilden sich eben mehr Kontakte, wodurch die Seite mehr genutzt wird.<br />
Dies bringt uns zu der Intention der Anbieter. Einige Web-2.0-Dienste starteten sicher einmal als innovative Website, die dem Selbstzweck diente. Die Gr&uuml;nder der Dienste hatten sicher teilweise noch Visionen und ihr Ziel war es, eine lebhafte Community zu erschaffen, in der Menschen ihre sozialen Kontakte pflegen k&ouml;nnen. So jemand war z.B. einmal Mark Zuckerberg, der Gr&uuml;nder von Facebook.<br />
Doch heute ist der Sinn dieser Dienste garantiert ein anderer &#8211; schlie&szlig;lich l&auml;sst sich mit Werbung im Internet ein Verm&ouml;gen verdienen. Deswegen ist Zuckerberg inzwischen Multimillion&auml;r. Das alleine w&auml;re ja noch kein Problem &#8211; da hatte eben einer eine Idee, hat diese umgesetzt und hatte Erfolg damit. Warum sollte er also nicht die Chance nutzen, damit auch Geld zu verdienen.<br />
Doch der &#8220;Wert&#8221; dieser Plattformen bel&auml;uft sich mittlerweile schon lange nicht mehr auf die Werbeeinblendungen. Der Wert sind die User &#8211; und ihre Daten.</p>
<p>Auf den Betrachter zugeschnittene Werbung ist ja nichts Neues. <a href="http://www.google.com/adsense">Google machte es vor</a> und wohin das f&uuml;hrt, sahen wir schon in <a href="http://german.imdb.com/title/tt0181689/">Minority Report</a>. Und an sich ist da ja auch nichts Schlimmes daran, wenn ich Werbung zu Gesicht bekomme, von der ein Computer &uuml;berzeugt ist, dass sie zu mir passt, da er diverse Daten &uuml;ber mich hat. Es mag zwar nerven, aber das tut Werbung schon immer &#8211; und besser sehe ich doch Werbung, die vielleicht auch interessant f&uuml;r mich ist.<br />
Doch es zeigt sich dabei, wie einfach es ist, mit diversen Daten Pers&ouml;nlichkeitsprofile zu erstellen, die ein gewisses Bild einer Person schaffen. Einem typischen Facebook-Profil l&auml;sst sich neben dem Namen und dem Geburtsdatum einer Person normalerweise auch noch entnehmen, wo sich die Person zur Zeit aufh&auml;lt, was sie dort macht, au&szlig;erdem Hobbies und politische Einstellungen. Mit wem die Person wie gut befreundet ist und in welchen &#8220;Gruppen&#8221; sie aktiv ist, ist genauso transparent wie ihre Gespr&auml;che mit Freunden und Bekanntschaften. Au&szlig;erdem lassen sich hochgeladene Bilder ansehen, auf denen die Person zu sehen ist &#8211; interessant ist hier die M&ouml;glichkeit, Bilder von anderen Leuten hochzuladen und darauf hinzuweisen, dass sie auf dem Bild zu sehen sind. Ich kann also ein Partybild hochladen und genau sagen, wer hier nun so glasig in die Kamera schaut und grade sein zehntes Bier leert.</p>
<p>Dass solche Informationen in den falschen H&auml;nden ein h&ouml;chst fragw&uuml;rdiges Bild einer Person zeichnen, <a href="http://www.fixmbr.de/karrierekiller-studivz/">ist klar</a>. Vor allem f&uuml;r potentielle zuk&uuml;nftige Arbeitgeber stellen sich die sozialen Netze immer wieder als Goldgrube heraus, um die Schattenseiten eines Bewerbers herauszufinden.<br />
Schaut man sich die Privatsph&auml;reneinstellungen bei einer Reihe von Profilen an, sieht man schnell, dass die meisten Benutzer ziemlich freigiebig mit Informationen &uuml;ber ihre Person sind. Nat&uuml;rlich, denn man m&ouml;chte ja auch von anderen Leuten gefunden werden. Wenige scheinen dar&uuml;ber nachzudenken, dass sich jeder im Handumdrehen ein Profil anlegen kann und so kann man die Informationen auch gleich auf ein Schild schreiben und damit durch die Stra&szlig;en laufen.<br />
Die zwanghaften Versuche, den Eindruck von Sicherheit zu erwecken, erscheinen mehr als blau&auml;ugig, wenn man aufmerksam die Nachrichten verfolgt. Es geh&ouml;rt heute scheinbar zum guten Ton eines sozialen Netzwerkes, dass die Datenbank schon mal kompromittiert wurde. Also dass sie ausgelesen und m&ouml;glicherweise auch ver&auml;ndert wurde. Immer wieder h&ouml;rt man auch von Crawlern, also kleinen Computerprogrammen, die Profile abgrasen und die relevanten Daten speichern. Eine sch&ouml;ne <a href="http://studivz_crawler.6x.to/">Machbarkeitsstudie</a> wurde z.B. von Studenten der Stuttgarter Merz-Akademie durchgef&uuml;hrt.<br />
Denn &#8211; das sollte jedem, der im Internet unterwegs ist, bewusst sein &#8211; alles, was ich auf irgendeiner Website schreibe, wird in einer zentralen Datenbank gespeichert. Es ist eine einfache Tabelle, in der z.B. alle Profileintr&auml;ge aller angemeldeten User einer solchen Seite gespeichert sind. Eine weitere Tabelle enth&auml;lt alles, was irgendjemand irgendwo in ein Forum geschrieben hat etc. Normalerweise sind diese Tabellen nat&uuml;rlich nicht &ouml;ffentlich, und nur das System hinter einer Website greift darauf zu, um die Daten auf der Website anzuzeigen, wenn z.B. jemand ein Profil anschaut.<br />
Aber was ist, wenn jemand diese Tabellen einfach kopiert?<br />
Er hat pl&ouml;tzlich eine umfangreiche Tabelle mit Daten &uuml;ber Menschen, die diese z.B. nur ihren engsten Freunden zur Verf&uuml;gung stellen wollten. Dies ist in der Vergangenheit schon mehrfach passiert. Und diese Daten sind der eigentliche Wert dieser sozialen Netze. Nicht nur f&uuml;r <a href="http://www.infoweek.ch/news/NW_single.cfm?news_ID=16648&#038;sid=0">Unternehmen</a>, sondern auch f&uuml;r <a href="http://www.infoshop.org/inews/article.php?story=20060609105313825">Regierungsorganisationen</a>. </p>
<p>Bisher habe ich mich haupts&auml;chlich auf Facebook bezogen. Hierzulande ist StudiVZ wohl bekannter und beliebter &#8211; doch letztlich ist es das gleiche. Urspr&uuml;nglich entstand es ja, weil es Facebook nicht auf Deutsch gab. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/StudiVZ#Vorw.C3.BCrfe_des_Plagiarismus">Dies</a> erkl&auml;rt auch die verbl&uuml;ffende &Auml;hnlichkeit in Aufbau und Struktur der beiden Dienste. Inzwischen wurde StudiVZ an den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgruppe_Holtzbrinck">Holtzbrinck-Konzern</a> verkauft und mutierte innerhalb k&uuml;rzester Zeit zur wohl gr&ouml;&szlig;ten Datenbank deutscher Studenten. Kaum jemand, der in Deutschland studiert, ist nicht dort angemeldet. Millionen Studenten vertrauen tagt&auml;glich ihr Leben einer betont auf ein legeres Erscheinungsbild getrimmten Website an, die einem der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Medienkonzerne geh&ouml;rt. Teilen ihr mit, was sie wann mit wem gerne tun oder tun w&uuml;rden, was sie bevorzugen, was nicht, was sie w&auml;hlen und wen sie nicht m&ouml;gen.<br />
So hat sich ein Instrument entwickelt, mit dessen Hilfe sich be&auml;ngstigend umfangreiche Daten &uuml;ber die k&uuml;nftige arbeitende Generation sammeln lassen. Ein Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt.</p>
<p>Aber was soll man tun? Schlie&szlig;lich ist es doch hip, bei StudiVZ zu sein. Und man m&ouml;chte ja auch mit seinen Freunden in Kontakt bleiben.<br />
Nat&uuml;rlich. Aber man sollte sich immer bewusst sein, welche Informationen man hier jedem zur Verf&uuml;gung stellt.<br />
Gerade in Zeiten, wo jeder Angst vor dem &Uuml;berwachungsstaat hat &#8211; <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/46/42/lang,de/">zurecht</a> &#8211; ist es geradezu absurd, wenn man auf der anderen Seite bereitwillig f&uuml;r sich selbst Big Brother spielt.</p>
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