So wird’s gemacht: Redesign bei Barilla


Ende letzten Jahres kamen die ersten Einheiten in die Supermarktregale, inzwischen hat Barilla seine gesamte Produktpalette auf ein neues Design umgestellt. Dabei wurde offenbar auf einen hohen Wiedererkennungswert und einen eleganteren, hochwertigeren Look geachtet. Das Logo verlor dabei seinen 3D-Effekt, ein Trend, der von Mercedes gestartet und mittlerweile zahlreich adaptiert wurde. Die Schrift verlor ihre angedeuteten Serifen und wurde etwas schlanker, auch ein beliebter Designtrend unserer Tage (was man schon allein an meinen Artikelüberschriften sieht).
Die Gabel auf den Nudelpackungen, die kaum als „Serviervorschlag“ bezeichnet werden konnte, wich einem kompletten Gericht, das sich über die Seite nach hinten ausdehnt, wo das zugehörige Rezept zu finden ist. Die großflächige Eigenwerbung auf der Rückseite ist verschwunden, lediglich ein kleiner Hinweis auf die Nudelsaucen aus dem gleichen Hause ist geblieben. Schön ist, dass die Nährwerttabelle von der Seite verschwunden ist, die Packung sieht daher auch seitlich im Regal stehend hübsch aus und die Sorte ist auch seitlich sofort erkennbar.
Besonders hervorzuheben ist aber das neue Verpackungsdesign der Nudeln: Das Fenster ist verschwunden. Eine vernünftige Entscheidung, bei getrockneten Nudeln ist eine visuelle Qualitätsprüfung ohnehin von zweifelhaftem Sinngehalt. Die Form der Nudel ist durch die prominente Einzelabbildung auch ohne Fenster leicht erkennbar – und man kann die leere Packung nun endlich guten Gewissens ins Altpapier werfen (oder hat wirklich jemand die Plastikfolie herausgepopelt?
Positiv ist auch der Ersatz der seitlichen Öffnung, die nicht sehr groß und schon gar nicht wiederverschließbar war. Stattdessen kann nun die Oberseite aufgerissen und per Lasche wieder verschlossen werden.
Bei den Soßen wurde leider keine Packungsänderung vorgenommen, die kleinen Pestogläschen lassen sich immer noch nur schwierig restlos entleeren.
Die deutsche Website wurde leider noch nicht an das neue Design angepasst.


Alles in Allem ein souveränes Produkt-Redesign.

Wie Apple die Welt verführt…

… erfährt man im aktuellen Spiegel leider nicht. Dabei wird das doch auf dem Cover unter dem Titel „Der iKult“ versprochen!

Stattdessen findet man 3,80 € später nur mal wieder die Lebensgeschichte von Steve Jobs, illuster dargestellt von diversen mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die (angeblich) aus dem Dunstkreis von Apple und Steve Jobs stammen. Dabei wird, zugegeben, recht schön das Bild des genialen, aber auch auch diabolischen Alleinherrschers gezeichnet. Zum Schluss wird ein kleiner Blick in die Zukunft gewagt, wo Apple noch ein Jahrzehnt gute Geschäfte und der anschließende Absturz prophezeit werd, da das Unternehmen laut Spiegel-Meinung ohne seinen Chef untergehen würde (dass dies nicht so ist, dürfte schon das halbe Jahr bewiesen haben, in dem Tim Cook während Jobs’ Krankheit die Geschäfte sehr gut führte).

Es bleibt die Enttäuschung über den Artikel, denn tatsächlich erfährt man nichts wirklich Neues. Über die Wirkung von Apple auf die Gesellschaft, wie es der Titel verspricht, steht nichts in der Titelgeschichte. Dabei gäbe es da so viel zu schreiben:

Was unterscheidet Apple von anderen Unternehmen? Sicher nicht die Geheimhaltungspolitik. Alle großen Unternehmen vermeiden zu frühe Einblicke in ihre Pläne. Auch die Fans nicht, es gibt viele Unternehmen mit fanatischen Fans – man denke nur an Automarken, Kamerahersteller oder auch Fußballvereine.
Was Apple von anderen Unternehmen unterscheidet, ist die Vision. Man mag denken, Apple sei ein gewinnorientiertes Unternehmen wie alle anderen, vielleicht sogar eines der schlimmsten. Doch bei Apple scheint der Gewinn nicht Selbstzweck zu sein, Geld ist ohnehin genug da – Apple hat die Vision der perfekten Welt der Technik, wie Steve Jobs es mal formulierte. Perfektion. Danach strebt Apple, das Geld ist das notwendige Mittel dafür. Und das ist auch der Grund, warum Apple so erfolgreich ist.
Die Menschen wollen keine technischen Geräte, die von Informatikern für Informatiker entwickelt wurden. Sie wollen technische Geräte, die funktionieren, und zwar ohne, dass man darüber nachdenken muss. Außerdem wollen sie technische Geräte, die nicht hässlich sind.
Apple hat das erkannt und schafft es, dieses Ziel immer wieder zu erreichen.

Das Problem ist nun, dass die Konkurrenz das nicht schafft. Sie hat keinen Geschmack, sagte Steve Jobs einmal. Und vor allem kümmert sie sich nicht um Usability, um Benutzbarkeit – eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Dadurch ist Apple in fast allen seinen Geschäftsgebieten die Nummer eins. Will man das beste verfügbare Gerät in einem dieser Bereiche (Laptop, Desktop, Mobiltelefon, MP3-Player, Tablet), so muss man Apple kaufen. Das führt zu Abhängigkeit.
Wobei diese Abhängigkeit kein Problem ist, wenn man sich komplett auf Apple einlässt. Nur wenn man etwas nicht genau so benutzen will, wie das von Apple vorgesehen ist, bekommt man Probleme. Das ist vor allem für die etwas Technik-affineren Menschen schwierig, die gewohnt sind, alles konfigurieren zu können. Andererseits: ein Großteil der Apple-Kundschaft wird das nicht als störend empfinden. Weil eben alles von Haus aus gut funktioniert. Vielleicht kaufen auch viele gerade bei Apple, weil man nicht so viel konfigurieren kann. Und damit ist Apple sicher auf einem richtigen Weg, weg von den komplizierten Geräten für Technik-Nerds, hin zu einfachen, schönen Geräten für alle.

Mit Verführung hat das nichts zu tun. Sondern mit Qualität, die in der Form die Konkurrenz nicht liefern kann. Und diese Position nutzt Apple aus, um seine eigenen Regeln zu etablieren – alle mit dem Ziel, noch größer, noch erfolgreicher zu werden, um noch mehr Geschäftsbereiche näher an die Perfektion bringen zu können. So ist das nunmal möglich im Kapitalismus.
Und für den Konsumenten ist das erstmal auch gut, wer sich für Apple entscheidet, profitiert.
Doch die Konkurrenz sollte an sich arbeiten, weniger auf schnellen Erfolg und mehr auf wirklich gute Produkte setzen. Wenn wir mehrere Unternehmen wie Apple hätten, könnte Apple selbst uns nicht mehr so gut vorschreiben, was wir kaufen und wie wir es nutzen sollen, wenn wir gute Produkte wollen. Dann wären wir der perfekten Welt der Technik wirklich ein Stück näher, wenn nicht nur unser Computer und unser Handy, sondern auch alle anderen technischen Geräte einfach funktionieren würden.

Mein Desktop…

…sieht im Moment folgendermaßen aus:
Bildschirmfoto GeekTool Coffee Beans

So ein Foto habe ich neulich in irgendeinem Onlineshop als Kunstdruck gesehen – aber das ist ja auch schnell selbst gemacht. Und die zusätzlichen Informationen kommen durch das GeekTool auf den Desktop. Damit kann man automatisiert Terminal-Befehle ausführen lassen und das Ergebnis auf dem Desktop festkleben. Ein paar Skripte im Hintergrund erledigen den Rest.
Das Foto gibts übrigens hier oder in voller Größe als Wallpaper.

Umzug

AngekommenDa meine Studentenbude der ersten beiden Semester von Anfang an bis August 2009 beschränkt war, bin ich jetzt ins Wohnheim umgezogen.
Mein kleines Zimmerchen, das Teil einer 2er-WG ist, muss natürlich noch ziemlich bearbeitet werden. Momentan erinnert es eher an eine Gefängniszelle als an das Zimmer eines Medieninformatikers.
Ich würde gerne alles in schwarz-weiß einrichten, so ähnlich wie hier. Dummerweise sind die vorhandenen Möbel hellbraun. Aber vielleicht lässt sich da ja was mit Folie o.ä. machen… jedenfalls geht es bald mal zu IKEA und ich denke dann wird das hier alles schon viel wohnlicher aussehen.
Und obwohl ich ein Stockwerk tiefer eine Bar habe, möchte ich auch eine kleine Bar in meinem Zimmer haben – also einfach einen etwas erhöhten Tisch mit Barhockern. Ich mag nämlich auch nicht immer am Schreibtisch essen, und wenn Besuch da ist, ist eine Sitzgelegenheit auch schön.
Ich bin mal gespannt, was sich aus den ca. 12qm alles herausholen lässt…

Aus dem Fenster90cmAirport Express

Korrekte und falsche Striche

Es dürfte wohl der typischen Standard-PC-Tastatur und dem Desinteresse der PC-Nerds der ersten Stunde geschuldet sein, dass wir heute – insbesondere im Internet – fast überall gravierende typografische Fehler zu Gesicht bekommen.

Typografie ist im weitesten Sinne alles was mit Schrift zu tun hat, und ist daher eigentlich eng mit der Orthografie verwandt. Während letztere in der Schule gelehrt wird und glücklicherweise auch in breiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert ist und auch angewandt wird, lernt man typografische Grundregeln normalerweise erst im Zuge einer einschlägigen Ausbildung. Dabei ist die korrekte Anwendung gewisser typografischer Regeln fast genauso wichtig für eine mühelose Kommunikation in Schriftform, wie eine korrekte Orthografie. Auch ich war mir der meisten dieser Regeln bis vor einiger Zeit nicht bewusst und machte die gleichen Fehler wie die meisten. Dabei ist es gar nicht so schwierig. Den ganzen Beitrag lesen »