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	<title>sprachkonstrukt.de &#187; ebooks</title>
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		<title>Ich glaube an das eBook</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 18:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die Ver&#246;ffentlichung des neuen Kindle, dem eBook-Reader von Amazon, kam die Debatte um eBooks wieder ins Rollen. Dabei ist es erstaunlich, was f&#252;r ein Gegenwind dem Kindle da entgegenweht. Scheinbar wollen alle an ihren B&#252;chern festhalten, es ist schlie&#223;lich so toll, darin zu bl&#228;ttern, sie sich ins Regal zu stellen, das Cover anzusehen. Oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_323" class="wp-caption alignleft" style="width: 134px"><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/kindle.png" alt="Amazon Kindle 2" title="kindle" width="124" height="203" class="size-full wp-image-323" /><p class="wp-caption-text">Amazon Kindle 2</p></div>
<p>Durch die Ver&ouml;ffentlichung des neuen <a href="http://www.amazon.com/kindle">Kindle</a>, dem eBook-Reader von Amazon, kam die Debatte um eBooks wieder ins Rollen. Dabei ist es erstaunlich, was f&uuml;r ein Gegenwind dem Kindle da entgegenweht. Scheinbar wollen alle an ihren B&uuml;chern festhalten, es ist schlie&szlig;lich so toll, darin zu bl&auml;ttern, sie sich ins Regal zu stellen, das Cover anzusehen. Oder in einen Buchladen zu gehen und dort in den B&uuml;chern zu bl&auml;ttern.<br />
Alles Argumente, die auf Gewohnheit basieren. Erinnern wir uns zur&uuml;ck: vor einigen Jahren war den Leuten noch v&ouml;llig schleierhaft, wie sich jemals ein Modell wie der iTunes Store durchsetzen k&ouml;nnte. Schlie&szlig;lich will man doch seine CDs zuhause haben, sie ins Regal stellen, das Cover ansehen&#8230;<br />
Und heute? Eben. <span id="more-322"></span></p>
<h2>iTunes machts vor</h2>
<p>Ich bin froh, keine CDs mehr zu besitzen. Letztlich stehen sie nur als Staubf&auml;nger im Regal. Aus einer CD-Sammlung, die fr&uuml;her mehrere Meter gef&uuml;llt h&auml;tte, wurde heute ein kleiner iPod. Oder gar nur ein kleiner Bereich auf der Festplatte des Home-Media-Servers. Dabei bietet eine ordentliche Musikverwaltungssoftware M&ouml;glichkeiten, die es bei CDs nie gab. Und wenn ich mag, kann ich mir auch alle Covers ansehen.</p>
<p>Warum soll das bei B&uuml;chern nicht auch so werden? Ist es nicht eine tolle Vorstellung, anstatt hunderter oder tausender verstaubter B&uuml;cher in meterlangen Regalen einfach eine digitale Sammlung zu haben, in der man zeit- und ortsunabh&auml;ngig st&ouml;bern kann? Oder die M&ouml;glichkeit, mehrere B&uuml;cher nach bestimmten Begriffen zu durchsuchen?<br />
Endlich keine mit Regalen vollgestellten Wohnungen mehr, keine schweren Taschen mit Fachb&uuml;chern mehr, kein aufw&auml;ndiges Suchen nach bestimmten Stellen mehr.</p>
<p>Nicht zuletzt ist das ganze auch eine Frage von Nachhaltigkeit, Umweltschutz und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen. Plastik (CDs) und Papier (B&uuml;cher) sind beides nicht die umweltfreundlichsten Rohstoffe. </p>
<h2>Probleme</h2>
<p>Nat&uuml;rlich gibt es noch einige Fragen zu kl&auml;ren, bevor wir das Buch endg&uuml;ltig in den Ruhezustand schicken. Was geschieht, wenn ein gekauftes eBook versehentlich gel&ouml;scht wird? Kein Problem, bei iTunes ist so etwas ja auch meist kein Problem mehr. Da ein elektronischer Kauf nachweisbar ist, ist es f&uuml;r den Anbieter kein Problem, bei einem Verlust einfach den Download erneut bereitzustellen. Wobei die Frage ist, ob so etwas &uuml;berhaupt sein muss &#8211; wenn man ein Buch verliert, ersetzt es einem ja auch niemand.<br />
Oder man denkt noch etwas weiter: in Zeiten von mobilem Breitbandinternet und omnipr&auml;sentem Onlinezugang k&ouml;nnte man sich auch vorstellen, dass eBooks &#8220;in der Wolke&#8221; gespeichert sind, und sie bei Bedarf einfach schnell auf das jeweilige Leseger&auml;t heruntergeladen werden.<br />
Hier stellt sich das Problem des Datenschutzes und der Datensicherheit, schlie&szlig;lich begibt man sich in ein komplettes Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber dem Anbieter. Das ist das einzige, was es wirklich wert ist, im Bereich der eBook-Debatte diskutiert zu werden.</p>
<h2>Was Amazon alles falsch macht</h2>
<p>Wir sehen also: eigentlich sind eBooks super und haben durchaus das Potential, die iPod&#038;iTunes-Erfolgsgeschichte zu wiederholen. Warum geht es aber dann zur Zeit so schleppend voran? Warum sitzen die Jugendlichen nicht mit ihren Kindles am Bahnhof und zeigen sich gegenseitig ihre coolen eBook-Reader? Warum verkaufen die Superm&auml;rkte noch keine Guthaben-Karten f&uuml;r digitale Buchl&auml;den? Warum hat Microsoft noch nicht erfolglos versucht, das eBook-Konzept zu kopieren?<br />
Die Hauptschuld daran tr&auml;gt wohl Amazon selbst. Zwar war der Onlineshop der erste, der &uuml;berhaupt etwas in Richtung eBooks f&uuml;r den Massenmarkt unternahm, aber wie?<br />
Das Leseger&auml;t ist ersteinmal viel zu teuer. Sicher, die faszinierende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Papier">e-paper-Technologie</a> ist nicht billig. Aber mit so einem hohen Einstiegspreis kauft sich eben kaum jemand einen der Reader.<br />
Vermarktet wird das eBook auch nicht richtig. In Deutschland ist der Amazon Kindle ja noch nicht einmal erh&auml;ltlich, und in den USA geht der Verkauf auch eher langsam vonstatten. Es fehlt einfach der »Style«, den Apple dem iPod damals von Anfang an mit auf den Weg gegeben hatte.<br />
Und nicht zuletzt fehlt einfach das Angebot an eBooks. Sind B&uuml;cher im herk&ouml;mmlichen Umfang &uuml;berhaupt noch zeitgem&auml;&szlig;? Der digitale Markt k&ouml;nnte den Buchverlagen ganz neue M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnen. Wie w&auml;re es mit Kurzgeschichten? Kurzen literarischen Abhandlungen? Essays? Kolumnen? Solche Textformen, die von den Buchverlagen immer zugunsten des 900 Seiten starken Romans vernachl&auml;ssigt wurden, k&ouml;nnten als Download <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,606593,00.html">gut funktionieren</a>.<br />
W&uuml;rde »Lesen« nicht mehr automatisch bedeuten, sich stundenlang mit einem Buch zur&uuml;ckzuziehen, sondern kurze, interessante Geschichten mal eben in der Bahn oder in der Kaffeepause auf dem eBook-Reader zu lesen, w&uuml;rden vielleicht auch wieder mehr Menschen lesen, vor allem auch j&uuml;ngere.</p>
<p>Jedoch scheinen die Buchverlage den gleichen Fehler zu machen, wie vor ihnen die Musik- und Filmindustrie: sie verschlafen das digitale Zeitalter v&ouml;llig und wundern sich dann irgendwann, wenn das Geld ausbleibt, weil die Menschen gr&ouml;&szlig;tenteils eben doch mit der Zeit gehen. Auch wenn sie vielleicht einmal gro&szlig;e, staubige B&uuml;cherregale gemocht haben.</p>
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