Endlich! Wurde auch Zeit, zumal Rewe schon vor einiger Zeit Kreditkartenzahlung eingeführt hatte (und zwar ohne lächerlichen Mindestumsatz). Dort kann man sogar Bargeld an der Kasse abheben.
Bei Einzelhändlern habe ich ja Verständnis, wenn aus Kostengründen darauf verzichtet wird. Aber die großen Ketten sollten es sich doch leisten können, dem Kunden diesen kleinen Service anzubieten. Gerade bei kleinen, ungeraden Summen, wie sie im Supermarkt häufig vorkommen, liegt eine Nutzung der Kreditkarte doch auf der Hand. Und wenn das alle machen würden, ginge es auch an der Kasse schneller… aber bis dahin ist es in Deutschland wohl noch ein weiter Weg. Heute erst wurde ich bei Saturn mit den Worten “Kreditkarte? Nehmen wir net!” abserviert und hatte dann statt einem schönen, leichten Schein wieder unzählige schwere Centstücke im Geldbeutel.
Letzte Woche kündigte der Mobiltelefonkonzern Nokia an, sein Werk in Bochum zu schließen und die Produktion nach Rumänien zu verlagern. Eine Meldung, die Deutschland in Aufruhr versetzte, verlieren doch 2300 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.
Inzwischen wird sogar zum Boykott von Nokia-Produkten aufgerufen. Politiker geben ihre Handys ab.
Was ist denn da los?
Klar – viele Beschäftigte wird Nokias Entscheidung in die Arbeitslosigkeit und Armut führen. Der Konzern hätte sich vor der Ankündigung eine Lösung für dieses Problem einfallen lassen sollen.
Dennoch halte ich die Reaktionen für unangemessen. Politiker, die sich plötzlich gegen die Wirtschaft stellen? Ach ja, Wahlkampf. Na gut.
Aber einen Boykott-Aufruf? Wie lächerlich ist das denn?
Wir leben im Kapitalismus. Davon mag man halten was man will, aber in einer solchen Wirtschaftsform ist es doch völlig normal, dass ein Unternehmen seine Gewinnmaximierung im Sinn hat. Und wenn dann eben Subventionen auslaufen und sich ein Werk nicht mehr rechnet, werden die Arbeitsplätze eben in ein Niedriglohnland verlagert. Bis es dort auch wieder zu teuer wird und sich woanders Menschen gefunden haben, die für einen Hungerlohn Handys zusammenschrauben. Das ist hart. Das ist unfair. Das ist Kapitalismus. Das ist normal.
Welches Unternehmen produziert denn heute noch in (West-)Deutschland? Diese Zeit ist ein für alle Mal vorbei. Jetzt gibt es von Nokia eben Entwicklungshilfe für Rumänien.
Und nun soll also ein Boykott von ein paar beleidigten Deutschen („Wir sind doch wettbewerbsfähig!!1“) den Weltkonzern Nokia dazu bewegen, seine Entscheidung zurückzunehmen.
Nokia ist immer noch der Marktführer was Handys anbelangt. Und das meiner Meinung nach nicht wegen asozialer Unternehmenspolitik, sondern weil die Produkte wirklich gut sind.
Ich jedenfalls werde wegen Nokias Unternehmenspolitik nicht auf den Komfort eines Nokia-Handys verzichten. Bald habe ich das E65, Test folgt dann an dieser Stelle.
Allerorts tönt es “Web 2.0″, “User-Generated Content” und “Social Networking”. Was auf den ersten Blick alles verdammt schön, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas stärker damit beschäftigt.
Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die Möglichkeiten, die das Web eigentlich schon seit Jahren bietet, auch genutzt – überall sehen wir Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und die nun hier gleich thematisierten Social Networks.
Das leider sehr sehr besorgniserregende an diesen ist die Leichtsinnigkeit, mit der deren Nutzer sich in ihnen bewegen. Es folgt eine Darstellung der Gefahren von Facebook, StudiVZ etc. – inklusive Workshop “Wie verbaue ich mir meine Zukunft”.
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Bei meinem heutigen Blogrundgang bin ich auf ein neues Hertie-Logo gestoßen. “WTF?”, dachte ich mir, “Hertie? So hieß doch der Karstadt mal früher?” – richtig. Und bald wird er auch wieder so heißen, zumindest manche Filialen. Grund genug für mich, mal etwas über den in letzter Zeit vermehrt auftretenden Trend der andauernden Unternehmens-Namensänderungen zu berichten. Den ganzen Beitrag lesen »