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	<title>sprachkonstrukt.de &#187; konzerne</title>
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		<title>Marktkauf nimmt Kreditkarten</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 17:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich! Wurde auch Zeit, zumal Rewe schon vor einiger Zeit Kreditkartenzahlung eingef&#252;hrt hatte (und zwar ohne l&#228;cherlichen Mindestumsatz). Dort kann man sogar Bargeld an der Kasse abheben. Bei Einzelh&#228;ndlern habe ich ja Verst&#228;ndnis, wenn aus Kostengr&#252;nden darauf verzichtet wird. Aber die gro&#223;en Ketten sollten es sich doch leisten k&#246;nnen, dem Kunden diesen kleinen Service anzubieten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox[]" href='http://deyhle-webdesign.com/wp-content/gallery/verschiedenes/02062009.jpg' title=''><img src='http://deyhle-webdesign.com/wp-content/gallery/verschiedenes/thumbs/thumbs_02062009.jpg' alt='Marktkauf nimmt Kreditkarten' class='ngg-singlepic ngg-right' /></a>Endlich! Wurde auch Zeit, zumal Rewe schon vor einiger Zeit Kreditkartenzahlung eingef&uuml;hrt hatte (und zwar ohne l&auml;cherlichen Mindestumsatz). Dort kann man sogar Bargeld an der Kasse abheben.</p>
<p>Bei Einzelh&auml;ndlern habe ich ja Verst&auml;ndnis, wenn aus Kostengr&uuml;nden darauf verzichtet wird. Aber die gro&szlig;en Ketten sollten es sich doch leisten k&ouml;nnen, dem Kunden diesen kleinen Service anzubieten. Gerade bei kleinen, ungeraden Summen, wie sie im Supermarkt h&auml;ufig vorkommen, liegt eine Nutzung der Kreditkarte doch auf der Hand. Und wenn das alle machen w&uuml;rden, ginge es auch an der Kasse schneller… aber bis dahin ist es in Deutschland wohl noch ein weiter Weg. Heute erst wurde ich bei Saturn mit den Worten &#8220;Kreditkarte? Nehmen wir net!&#8221; abserviert und hatte dann statt einem sch&ouml;nen, leichten Schein wieder unz&auml;hlige schwere Centst&uuml;cke im Geldbeutel.</p>
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		<title>Nokia-Skandal?</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2008/01/24/nokia-skandal/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 09:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche k&#252;ndigte der Mobiltelefonkonzern Nokia an, sein Werk in Bochum zu schlie&#223;en und die Produktion nach Rum&#228;nien zu verlagern. Eine Meldung, die Deutschland in Aufruhr versetzte, verlieren doch 2300 Besch&#228;ftigte ihren Arbeitsplatz. Inzwischen wird sogar zum Boykott von Nokia-Produkten aufgerufen. Politiker geben ihre Handys ab. Was ist denn da los? Klar &#8211; viele Besch&#228;ftigte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/101780">Letzte Woche</a> k&uuml;ndigte der Mobiltelefonkonzern Nokia an, sein Werk in Bochum zu schlie&szlig;en und die Produktion nach Rum&auml;nien zu verlagern. Eine Meldung, die Deutschland in Aufruhr versetzte, verlieren doch 2300 Besch&auml;ftigte ihren Arbeitsplatz.<br />
Inzwischen wird sogar zum <a href="http://www.art-mix.de/boycottnokia/index.html">Boykott</a> von Nokia-Produkten <a href="http://mein-macbook.blogspot.com/2008/01/nokia-nie-wieder.html">aufgerufen</a>. Politiker <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/102000">geben ihre Handys ab</a>.<br />
Was ist denn da los? </p>
<p>Klar &#8211; viele Besch&auml;ftigte wird Nokias Entscheidung in die Arbeitslosigkeit und Armut f&uuml;hren. Der Konzern h&auml;tte sich vor der Ank&uuml;ndigung eine L&ouml;sung f&uuml;r dieses Problem einfallen lassen sollen.<br />
Dennoch halte ich die Reaktionen f&uuml;r unangemessen. Politiker, die sich pl&ouml;tzlich gegen die Wirtschaft stellen? Ach ja, Wahlkampf. Na gut.<br />
Aber einen Boykott-Aufruf? Wie l&auml;cherlich ist das denn? </p>
<p>Wir leben im Kapitalismus. Davon mag man halten was man will, aber in einer solchen Wirtschaftsform ist es doch v&ouml;llig normal, dass ein Unternehmen seine Gewinnmaximierung im Sinn hat. Und wenn dann eben Subventionen auslaufen und sich ein Werk nicht mehr rechnet, werden die Arbeitspl&auml;tze eben in ein Niedriglohnland verlagert. Bis es dort auch wieder zu teuer wird und sich woanders Menschen gefunden haben, die f&uuml;r einen Hungerlohn Handys zusammenschrauben. Das ist hart. Das ist unfair. Das ist Kapitalismus. Das ist normal.<br />
Welches Unternehmen produziert denn heute noch in (West-)Deutschland? Diese Zeit ist ein f&uuml;r alle Mal vorbei. Jetzt gibt es von Nokia eben Entwicklungshilfe f&uuml;r Rum&auml;nien.<br />
Und nun soll also ein Boykott von ein paar beleidigten Deutschen („Wir sind doch wettbewerbsf&auml;hig!!1“) den Weltkonzern Nokia dazu bewegen, seine Entscheidung zur&uuml;ckzunehmen. </p>
<p>Nokia ist immer noch der Marktf&uuml;hrer was Handys anbelangt. Und das meiner Meinung nach nicht wegen asozialer Unternehmenspolitik, sondern weil die Produkte wirklich gut sind.<br />
Ich jedenfalls werde wegen Nokias Unternehmenspolitik nicht auf den Komfort eines Nokia-Handys verzichten. Bald habe ich das E65, Test folgt dann an dieser Stelle.</p>
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		<title>Das Leid mit den sozialen Netzen</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2007/11/19/das-leid-mit-den-sozialen-netzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 13:50:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[social networks]]></category>
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		<description><![CDATA[Allerorts t&#246;nt es &#8220;Web 2.0&#8243;, &#8220;User-Generated Content&#8221; und &#8220;Social Networking&#8221;. Was auf den ersten Blick alles verdammt sch&#246;n, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas st&#228;rker damit besch&#228;ftigt. Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die M&#246;glichkeiten, die das Web eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allerorts t&ouml;nt es &#8220;Web 2.0&#8243;, &#8220;User-Generated Content&#8221; und &#8220;Social Networking&#8221;. Was auf den ersten Blick alles verdammt sch&ouml;n, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas st&auml;rker damit besch&auml;ftigt.<br />
Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die M&ouml;glichkeiten, die das Web eigentlich schon seit Jahren bietet, auch genutzt &#8211; &uuml;berall sehen wir Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und die nun hier gleich thematisierten Social Networks.<br />
Das leider sehr sehr besorgniserregende an diesen ist die Leichtsinnigkeit, mit der deren Nutzer sich in ihnen bewegen. Es folgt eine Darstellung der Gefahren von Facebook, StudiVZ etc. &#8211; inklusive Workshop &#8220;Wie verbaue ich mir meine Zukunft&#8221;.<br />
<span id="more-64"></span></p>
<p>Das wohl bekannteste und gr&ouml;&szlig;te Social Network &#8211; Facebook &#8211; machte die letzten Wochen wieder Schlagzeilen. Unser aller Lieblingskonzern, das Prestigeobjekt der freien Marktwirtschaft, Kapitalismus in Reinform, hat sich 1,6% von Facebook <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,513400,00.html">gekauft</a>. <strong>F&uuml;r 240 Millionen Dollar.</strong> Die Rede ist &#8211; nat&uuml;rlich &#8211; von Microsoft.<br />
Dies hat mich endg&uuml;ltig dazu bewogen, der Plattform meinen R&uuml;cken zu kehren &#8211; und so loggte ich mich ein und wollte mein Profil l&ouml;schen. Mit dem Ergebnis: Das ist nicht m&ouml;glich.<br />
Zwar l&auml;sst sich ein Facebook-Account problemlos deaktivieren &#8211; alle Daten &uuml;ber mich bleiben aber dennoch &ouml;ffentlich verf&uuml;gbar, und wenn ich mich einmal wieder einlogge, ist wieder alles wie vorher. &#8220;Logout&#8221; w&auml;re also ein passenderer Name f&uuml;r die Funktion.<br />
&#8220;Na gut&#8221;, dachte ich mir, &#8220;dann l&ouml;sche ich eben die Daten&#8221;. Weit gefehlt &#8211; zwar konnte ich die (sowieso schon sparsamen) Angaben &uuml;ber mich l&ouml;schen. Doch eine Namens&auml;nderung ist leider nicht m&ouml;glich. Mein Name (zusammen mit meinem Geburtstdatum) bleibt dort also bis in alle Zeit in LCD gemei&szlig;elt stehen. Erst ein l&auml;ngerer E-Mail-Verkehr mit der Leitung von Facebook f&uuml;hrte letztlich dazu, dass mein Account tats&auml;chlich gel&ouml;scht wurde. In wie weit die Daten trotzdem noch irgendwo gespeichert sind, kann ich nat&uuml;rlich nicht sagen.</p>
<p>Soweit also meine pers&ouml;nliche Erfahrung mit Facebook.</p>
<p>Sicher verbinden die meisten Menschen durchaus positive Erfahrungen mit den Social Networks. Endlich kann man seine Freunde zentral verwalten, ist immer up-to-date, was ebendiese zur Zeit machen, kann ihnen mitteilen, was man selbst gerade tut, und kann ihnen z.B. die Fotos der letzten Party zur Verf&uuml;gung stellen. Wo man fr&uuml;her m&uuml;hsam E-Mails schreiben musste oder gar CDs brennen und verschicken musste, kann man solche Aufgaben alle zusammen komfortabel z.B. mit Facebook erledigen. Aber nicht nur die bestehenden Freunde und Bekanntschaften k&ouml;nnen verwaltet werden, nat&uuml;rlich kann man auch massig neue Menschen kennenlernen und mit ihnen chatten etc. Beispielsweise kann man sich auflisten lassen, wer alles auf die gleiche Universit&auml;t geht, den gleichen Arbeitgeber hat, im gleichen Ort wohnt oder wer in den gleichen Organisationen t&auml;tig ist.<br />
Soweit klingt das ja alles sch&ouml;n und gut und ziemlich Web 2.0.</p>
<p>Leider denken die wenigsten User nun einen Schritt weiter.<br />
Denn immer wieder scheinen die Menschen zu vergessen, dass sie sich hier nicht in der Kneipe um die Ecke befinden, sondern im Internet. Das nunmal die M&ouml;glichkeit mit sich bringt, dass die preisgegebenen Informationen nicht nur dem eigentlichen Adressaten zur Verf&uuml;gung stehen, sondern weltweit &ouml;ffentlich sind. Immerhin bieten die meisten dieser Communities inzwischen Funktionen zum Schutz der Privatsph&auml;re an, und User k&ouml;nnen individuell einstellen, welche Informationen &ouml;ffentlich sind, welche nur angemeldeten Usern zur Verf&uuml;gung stehen und welche nur als &#8220;Freunde&#8221; markierte Nutzer sehen k&ouml;nnen. Doch in den Standardeinstellungen sind die meisten Informationen allen zug&auml;nglich &#8211; schlie&szlig;lich wollen die Betreiber der Webseiten ja die Transparenz der User. Wenn mehr Informationen &ouml;ffentlich sind, bilden sich eben mehr Kontakte, wodurch die Seite mehr genutzt wird.<br />
Dies bringt uns zu der Intention der Anbieter. Einige Web-2.0-Dienste starteten sicher einmal als innovative Website, die dem Selbstzweck diente. Die Gr&uuml;nder der Dienste hatten sicher teilweise noch Visionen und ihr Ziel war es, eine lebhafte Community zu erschaffen, in der Menschen ihre sozialen Kontakte pflegen k&ouml;nnen. So jemand war z.B. einmal Mark Zuckerberg, der Gr&uuml;nder von Facebook.<br />
Doch heute ist der Sinn dieser Dienste garantiert ein anderer &#8211; schlie&szlig;lich l&auml;sst sich mit Werbung im Internet ein Verm&ouml;gen verdienen. Deswegen ist Zuckerberg inzwischen Multimillion&auml;r. Das alleine w&auml;re ja noch kein Problem &#8211; da hatte eben einer eine Idee, hat diese umgesetzt und hatte Erfolg damit. Warum sollte er also nicht die Chance nutzen, damit auch Geld zu verdienen.<br />
Doch der &#8220;Wert&#8221; dieser Plattformen bel&auml;uft sich mittlerweile schon lange nicht mehr auf die Werbeeinblendungen. Der Wert sind die User &#8211; und ihre Daten.</p>
<p>Auf den Betrachter zugeschnittene Werbung ist ja nichts Neues. <a href="http://www.google.com/adsense">Google machte es vor</a> und wohin das f&uuml;hrt, sahen wir schon in <a href="http://german.imdb.com/title/tt0181689/">Minority Report</a>. Und an sich ist da ja auch nichts Schlimmes daran, wenn ich Werbung zu Gesicht bekomme, von der ein Computer &uuml;berzeugt ist, dass sie zu mir passt, da er diverse Daten &uuml;ber mich hat. Es mag zwar nerven, aber das tut Werbung schon immer &#8211; und besser sehe ich doch Werbung, die vielleicht auch interessant f&uuml;r mich ist.<br />
Doch es zeigt sich dabei, wie einfach es ist, mit diversen Daten Pers&ouml;nlichkeitsprofile zu erstellen, die ein gewisses Bild einer Person schaffen. Einem typischen Facebook-Profil l&auml;sst sich neben dem Namen und dem Geburtsdatum einer Person normalerweise auch noch entnehmen, wo sich die Person zur Zeit aufh&auml;lt, was sie dort macht, au&szlig;erdem Hobbies und politische Einstellungen. Mit wem die Person wie gut befreundet ist und in welchen &#8220;Gruppen&#8221; sie aktiv ist, ist genauso transparent wie ihre Gespr&auml;che mit Freunden und Bekanntschaften. Au&szlig;erdem lassen sich hochgeladene Bilder ansehen, auf denen die Person zu sehen ist &#8211; interessant ist hier die M&ouml;glichkeit, Bilder von anderen Leuten hochzuladen und darauf hinzuweisen, dass sie auf dem Bild zu sehen sind. Ich kann also ein Partybild hochladen und genau sagen, wer hier nun so glasig in die Kamera schaut und grade sein zehntes Bier leert.</p>
<p>Dass solche Informationen in den falschen H&auml;nden ein h&ouml;chst fragw&uuml;rdiges Bild einer Person zeichnen, <a href="http://www.fixmbr.de/karrierekiller-studivz/">ist klar</a>. Vor allem f&uuml;r potentielle zuk&uuml;nftige Arbeitgeber stellen sich die sozialen Netze immer wieder als Goldgrube heraus, um die Schattenseiten eines Bewerbers herauszufinden.<br />
Schaut man sich die Privatsph&auml;reneinstellungen bei einer Reihe von Profilen an, sieht man schnell, dass die meisten Benutzer ziemlich freigiebig mit Informationen &uuml;ber ihre Person sind. Nat&uuml;rlich, denn man m&ouml;chte ja auch von anderen Leuten gefunden werden. Wenige scheinen dar&uuml;ber nachzudenken, dass sich jeder im Handumdrehen ein Profil anlegen kann und so kann man die Informationen auch gleich auf ein Schild schreiben und damit durch die Stra&szlig;en laufen.<br />
Die zwanghaften Versuche, den Eindruck von Sicherheit zu erwecken, erscheinen mehr als blau&auml;ugig, wenn man aufmerksam die Nachrichten verfolgt. Es geh&ouml;rt heute scheinbar zum guten Ton eines sozialen Netzwerkes, dass die Datenbank schon mal kompromittiert wurde. Also dass sie ausgelesen und m&ouml;glicherweise auch ver&auml;ndert wurde. Immer wieder h&ouml;rt man auch von Crawlern, also kleinen Computerprogrammen, die Profile abgrasen und die relevanten Daten speichern. Eine sch&ouml;ne <a href="http://studivz_crawler.6x.to/">Machbarkeitsstudie</a> wurde z.B. von Studenten der Stuttgarter Merz-Akademie durchgef&uuml;hrt.<br />
Denn &#8211; das sollte jedem, der im Internet unterwegs ist, bewusst sein &#8211; alles, was ich auf irgendeiner Website schreibe, wird in einer zentralen Datenbank gespeichert. Es ist eine einfache Tabelle, in der z.B. alle Profileintr&auml;ge aller angemeldeten User einer solchen Seite gespeichert sind. Eine weitere Tabelle enth&auml;lt alles, was irgendjemand irgendwo in ein Forum geschrieben hat etc. Normalerweise sind diese Tabellen nat&uuml;rlich nicht &ouml;ffentlich, und nur das System hinter einer Website greift darauf zu, um die Daten auf der Website anzuzeigen, wenn z.B. jemand ein Profil anschaut.<br />
Aber was ist, wenn jemand diese Tabellen einfach kopiert?<br />
Er hat pl&ouml;tzlich eine umfangreiche Tabelle mit Daten &uuml;ber Menschen, die diese z.B. nur ihren engsten Freunden zur Verf&uuml;gung stellen wollten. Dies ist in der Vergangenheit schon mehrfach passiert. Und diese Daten sind der eigentliche Wert dieser sozialen Netze. Nicht nur f&uuml;r <a href="http://www.infoweek.ch/news/NW_single.cfm?news_ID=16648&#038;sid=0">Unternehmen</a>, sondern auch f&uuml;r <a href="http://www.infoshop.org/inews/article.php?story=20060609105313825">Regierungsorganisationen</a>. </p>
<p>Bisher habe ich mich haupts&auml;chlich auf Facebook bezogen. Hierzulande ist StudiVZ wohl bekannter und beliebter &#8211; doch letztlich ist es das gleiche. Urspr&uuml;nglich entstand es ja, weil es Facebook nicht auf Deutsch gab. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/StudiVZ#Vorw.C3.BCrfe_des_Plagiarismus">Dies</a> erkl&auml;rt auch die verbl&uuml;ffende &Auml;hnlichkeit in Aufbau und Struktur der beiden Dienste. Inzwischen wurde StudiVZ an den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgruppe_Holtzbrinck">Holtzbrinck-Konzern</a> verkauft und mutierte innerhalb k&uuml;rzester Zeit zur wohl gr&ouml;&szlig;ten Datenbank deutscher Studenten. Kaum jemand, der in Deutschland studiert, ist nicht dort angemeldet. Millionen Studenten vertrauen tagt&auml;glich ihr Leben einer betont auf ein legeres Erscheinungsbild getrimmten Website an, die einem der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Medienkonzerne geh&ouml;rt. Teilen ihr mit, was sie wann mit wem gerne tun oder tun w&uuml;rden, was sie bevorzugen, was nicht, was sie w&auml;hlen und wen sie nicht m&ouml;gen.<br />
So hat sich ein Instrument entwickelt, mit dessen Hilfe sich be&auml;ngstigend umfangreiche Daten &uuml;ber die k&uuml;nftige arbeitende Generation sammeln lassen. Ein Schelm, wer B&ouml;ses dabei denkt.</p>
<p>Aber was soll man tun? Schlie&szlig;lich ist es doch hip, bei StudiVZ zu sein. Und man m&ouml;chte ja auch mit seinen Freunden in Kontakt bleiben.<br />
Nat&uuml;rlich. Aber man sollte sich immer bewusst sein, welche Informationen man hier jedem zur Verf&uuml;gung stellt.<br />
Gerade in Zeiten, wo jeder Angst vor dem &Uuml;berwachungsstaat hat &#8211; <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/46/42/lang,de/">zurecht</a> &#8211; ist es geradezu absurd, wenn man auf der anderen Seite bereitwillig f&uuml;r sich selbst Big Brother spielt.</p>
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		<title>Modernes (de-)Marketing</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2007/01/31/17/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 16:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei meinem heutigen Blogrundgang bin ich auf dieses neue Hertie-Logo gesto&#223;en. "WTF?", dachte ich mir, "Hertie? So hie&#223; doch der Karstadt mal fr&#252;her?" - richtig. Und bald wird er auch wieder so hei&#223;en, zumindest manche Filialen. Grund genug f&#252;r mich, mal etwas &#252;ber den in letzter Zeit vermehrt auftretenden Trend der andauernden Unternehmens-Namens&#228;nderungen zu berichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: italic">Bei meinem heutigen <a href="http://designtagebuch.de/" title="Designtagebuch" >Blogrundgang</a> bin ich auf ein <a href="http://www.designtagebuch.de/so-sieht-hertie-also-zukuenftig-aus/" title="Designtagebuch: So sieht Hertie also zuk&uuml;nftig aus" >neues Hertie-Logo</a> gesto&szlig;en. &#8220;WTF?&#8221;, dachte ich mir, &#8220;Hertie? So hie&szlig; doch der Karstadt mal fr&uuml;her?&#8221; &#8211; richtig. Und bald wird er auch wieder so hei&szlig;en, zumindest manche Filialen. Grund genug f&uuml;r mich, mal etwas &uuml;ber den in letzter Zeit vermehrt auftretenden Trend der andauernden Unternehmens-Namens&auml;nderungen zu berichten.<span id="more-17"></span></p>
<p>Eines der bekanntesten Beispiele d&uuml;rfte der Elektronikmarkt <a href="http://medimax.de/" title="MediMax" >MediMax</a> sein. Vor einem Jahr hie&szlig; er noch MakroMarkt, und davor ProMarkt. Wie kommt es zu solchen verwirrenden Namens&auml;nderungen? Ein Marketinggag? Wohl kaum, da es doch eher zur Verwirrung der Kunden dient.</p>
<p>ProMarkt war urspr&uuml;nglich eine eigenst&auml;ndige Elektrofachmarktkette der Gebr. Wegert. <a href="http://www.pro-markt.de/" title="Pro-Markt" >ProMarkt</a> war (und ist immer noch) aber auch eine Elektrofachmarktkette des <a href="http://rewe-group.com/" title="REWE" >REWE-Konzerns</a>. Auch diverse andere Unternehmen nannten sich ProMarkt &#8211; woraufhin DER ProMarkt sich in MakroMarkt umbenannte. Parallel dazu existierte <a href="http://promarkt.de/" title="ProMarkt" >ProMarkt.de</a> als Onlineh&auml;ndler weiter. Dann ging es MakroMarkt aber nach und nach schlechter. Ob dies auf Dieter Bohlen als Werbetr&auml;ger zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, sei nun mal dahingestellt. Jedenfalls wurden dann einige MarkoM&auml;rkte zu Elektronikdiscountern unter dem Namen YPSO, w&auml;hrend andere verkauft wurden &#8211; an MediMax. Einige verblieben auch im Besitz von ProMarkt, nun aber auch unter dem Namen MediMax. Wah.</p>
<p>Ein weiteres Beispiel, bei dem die allm&auml;chtige <a href="http://rewe-group.com/" title="REWE" >REWE-Group</a> mitspielt, w&auml;re die Supermarktkette HL. Alle HL-M&auml;rkte wurden, zusammen mit einigen anderen, regionalen Supermarktketten, 2005 in Minimal umbenannt. Nun hat aber die REWE-Leitung entschieden, ihre Ketten erneut durchzuw&uuml;rfeln, und keinen Unterschied mehr zu machen zwischen den &#8220;Rewe&#8221;-M&auml;rkten, die bisher von selbstst&auml;ndigen Kaufleuten gef&uuml;hrt worden waren, und den direkt zur REWE-Group geh&ouml;renden Minimal-M&auml;rkten (teilweise ehemalige HLs). Und so kam es, dass es nun nur noch <a href="http://www.rewe.de/" title="Rewe" >Rewe-M&auml;rkte</a> gibt. Zus&auml;tzlich zur Discount-Marke <a href="http://www.penny.de/"  title="Penny">Penny-Markt</a>, die bisher keiner Umbenennung zum Opfer gefallen ist. Bisher.</p>
<p>Doch nicht nur Ladengesch&auml;fte bekommen im Zuge der allgemeinen Umbenennungswut ab und zu ein neues <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity" title="Corporate Identity" >CI</a> verpasst. Auch die <a href="http://www.bw-bank.de/" title="BW-Bank" >BW-Bank</a>, die Baden-W&uuml;rttembergische Bank, hie&szlig; nicht immer so. Bis 1999 waren die heutigen Filialen n&auml;mlich der damaligen Landesgirokasse (LG) zugeh&ouml;rig. Dann wurde daraus die LBBW, die LandesBankBadenW&uuml;rttemberg. Dieser Name schien aber auch recht unbeliebt zu sein, und so kam es g&uuml;nstig, dass die LBBW 2005 die BW-Bank &uuml;bernahm &#8211; und deren Namen gleich all ihren Filialen applizierte. Immerhin blieb die Bankleitzahl in all den Jahren immer die gleiche. Aber alleine jedes Mal all die Onlinebanking-Engines anzupassen&#8230;</p>
<p>Zur&uuml;ck zu Hertie. Lange Zeit einer der f&uuml;hrenden Kaufhauskonzerne in Deutschland &#8211; bis die Kette 1993 von <a href="http://www.karstadtquelle.com/" title="KarstadtQuelle" >Karstadt</a>, einem anderen f&uuml;hrenden Kaufhauskonzern in Deutschland, &uuml;bernommen wurde. Und umbenannt. Der Markenname inklusive <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Hertie_Tuete_DB.jpg" title="Hertie-T&uuml;te" >schickem Logo im 70er-Jahre-Stil</a> gingen ersteinmal unter &#8211; bis jetzt. Einige kleinere Karstadt-Filialen wurden n&auml;mlich nun vom Mutterkonzern abgetrennt &#8211; unter dem gro&szlig;artigen Namen <a href="http://www.karstadt-kompakt.de/"  title="Karstadt Kompakt">Karstadt Kompakt</a>. Bei diesem Namen soll es aber nicht bleiben &#8211; die Marketingabteilung grub n&auml;mlich den h&uuml;bschen Namen &#8220;Hertie&#8221; wieder aus, samt Image des kleinen, sympathischen, gem&uuml;tlichen Kaufhauses um die Ecke. Der Name &#8220;Hertie&#8221; ist &uuml;brigens die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &#8220;Hermann Tietz&#8221;, die im dritten Reich eingef&uuml;hrt werden musste, da der Name &#8220;Tietz&#8221; j&uuml;discher Abstammung war.<br />
Ab 1. M&auml;rz werden also aus einigen Karstadt-Filialen wieder Herties &#8211; wie fr&uuml;her. Jedoch nur die Kleineren, die schon gar nicht mehr zu Karstadt geh&ouml;ren. Die Esslinger Filiale bleibt erstmal ein Karstadt, was die Esslinger in Anbetracht zahlreicher Erfahrungen mit HL/Minimal/Rewe sowie ProMarkt/MakroMarkt/MediMax sicher begr&uuml;&szlig;en werden.</p>
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