Farin Urlaub, Sänger der Ärzte und seit einiger Zeit solo aktiv, war am Samstag in meiner Fast-Heimatstadt Esslingen zu Gast. Klar, dass ich mir das nicht entgehen lassen konnte.
Gleichzeitig war das Konzert der erste große Feldeinsatz für mein iPhone, mit dem einige Fotos und Videos entstanden sind. Diese wurden zum Leidwesen meiner Mit-Konzertgänger (“jetzt lass doch mal dein iPhone in der Tasche”) teilweise natürlich auch direkt getwittert.
Hier meine Fotos:
Und “Unter Wasser” als Video (mit der Lautstärke war das iPhone-Mikrofon leider etwas überfordert):
Einen ausführlicheren Bericht gibt es bei verenita, die mit ihren Klausuren schon fertig ist und daher mehr Zeit hat…
Mando Diao, die wohl zur Zeit angesagteste schwedische Band, veröffentlichte am 13. Februar ihr inzwischen fünftes Album, »Give Me Fire«.
Mein erstes Album der Band war »Ode to Ochrasy« 2006, die darauf enthaltene Single »Long Before Rock ‘n’ Roll« der erste große internationale Erfolg und wohl der Titel, den man von Mando Diao kennt, auch wenn man sonst nichts mit der Band am Hut hat. Das Album fand ich ziemlich gut, wobei sich viele Titel für mich ähnlich anhörten.
Den Durchbruch bei mir schaffte die Band dann schließlich mit »Never Seen the Light of Day«, das 2007 erschien. Interessanterweise ist das das am meisten kritisierte Album der Band – vermutlich, weil es anders klingt. Insgesamt etwas ruhiger, teilweise mit Orchesterunterstützung, oft akustische statt elektrischer Gitarren und Geigen. Trotzdem meiner Meinung nach ein akustisches Meisterwerk, das vom ersten bis zum letzten Titel überragend ist – jedoch merkt man, dass die Band gerne experimentiert, und daher klingt es schon anders als das, was bis dahin bekannt war. Dass es Mando Diao ist, hört man aber trotzdem.
Mando-Diao Konzert am 26.02.08 in Stuttgart
Aber jetzt zum aktuellen Album: die erste Single »Dance with Somebody« schaffte es schon bis auf Platz 2 der deutschen Charts und stellt damit die erfolgreichste Veröffentlichung der Band dar. Die Single war in Ordnung, haute mich aber nicht um. Interessanterweise ist der Titel auf dem Album in einer extended Version vorhanden, enthält ein ziemlich geniales Intro und geht über 5 Minuten lang. Seit ich diese Version kenne, gefällt mir das Lied. Auch der Rest ist gut bis sehr gut hörbar. »Gloria« hat definitiv das Zeug zum Hit und wird wohl auch die zweite Singleauskopplung. Der namengebende Titel »Give Me Fire« in Verbindung mit dem Intro-Track »A Decent Life« ist ebenfalls großartig.
Aber auch experimentell gibt sich die Band wieder: »Mean Street« klingt nach 60ies, »The Shining« und die Ballade »Crystal« enthalten auch Elemente, die mir neuartig vorkamen.
Insgesamt – das wird die meisten Fans freuen – klingt aber Mando Diao wieder so wie auf den älteren Alben. Und damit immer noch ziemlich gut – kein Wunder, dass »Give Me Fire« (iTunes-Affiliate-Link) zur Zeit auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ist.
Zum Abschluss noch das Video der aktuellen Single »Dance with Somebody«:
Bis vor einiger Zeit kannte ich von Marilyn Manson nur das, was die meisten mit ihm verbinden: Skandale und Coversongs (wie z.B. Tainted Love).
Auf dem diesjährigen Southside-Festival bot sich mir dann das erste Mal die Möglichkeit, den bösen Mann live zu sehen. Er schien zwar (trotz Messermikro) nicht wirklich Lust zu haben (worauf er dezent hinwies, indem er ein herzhaftes “Well F*** YOU!!” in die Menge rief, deren Textsicherheit ihm nicht genügte), trotzdem rockte er ordentlich – etwas schade fand ich nur, dass ich fast nur seine Coversongs kannte.
Doch dann stieß ich auf sein neues Album mit dem schönen Titel “Eat Me, Drink Me”. Der Versuch einer Kritik.Den ganzen Beitrag lesen »