DHL ist unfähig, in eine Packstation zu liefern?!

Ich finde die Idee der Packstationen von DHL eigentlich klasse. Dadurch kann ich das Paket empfangen, wann ich will, und bin auch nicht der Willkür des Postboten ausgeliefert, der Pakete auch gerne mal irgendwo anders abgibt. Oder einfach einen halben Tag vor der Tür stehen lässt, so geschehen mit meinem iPhone seinerzeit.
Nur kommt DHL offenbar mit dem eigenen System nicht zurecht. Ein Erfahrungsbericht.

Ich habe am 13. Januar in einem Onlineshop, den ich hier nicht nennen möchte, eine Bestellung getätigt. Danach vergingen fünf Tage, bis ich am 18. Januar die Nachricht erhielt, dass das Paket verschickt wurde – mit DHL, direkt an meine Packstation-Adresse. Soweit alles in Ordnung. Fünf Tage Bearbeitungszeit sind zwar in Zeiten von Amazon mittlerweile ungewohnt, aber ok. Ich ging davon aus, das Päckchen am nächsten Tag abholen zu können.
Doch es kam einfach keine Benachrichtigung, dass etwas für mich in der Packstation sei. Auch am nächsten Tag und dem Tag danach nicht. Eine Sendungsverfolgungsnummer wurde mir von dem Onlineshop leider auch nicht gegeben – erst nachdem ich einige Tage später mal nachgehakt habe. Tja, und als ich diese Nummer dann bei DHL eingegeben habe, bot sich mir folgendes Bild:

Offenbar konnte DHL aus irgendwelchen Gründen nicht an die (DHL-) Packstation liefern und hat das Paket zurückgeschickt. Hallo? Wenn die Station voll ist, müsste an eine andere Station oder an eine Postfiliale geliefert werden. Warum die Post allerdings gleichzeitig der Meinung ist, das Paket sei an meine Familie oder meine Nachbarn ausgeliefert worden, ist mir schleierhaft.
Der Hammer aber ist der Eintrag vom 22.01.10 um 17:29 unter der Bezeichnung „Zustellung“, wonach anscheinend mit mir eine Rücksendung vereinbart worden war, da ich angeblich im Urlaub sei. Oder ist mit „Empfänger“ die Packstation gemeint? Wie kann eine Packstation im Urlaub sein?

Jedenfalls ist meine Bestellung nun 13 Tage alt und wurde innerhalb von 9 Tagen von DHL durch 10 Paketzentren geschleust und letztlich offenbar wieder an den Absender zurückgegeben. Klasse Aktion. Inzwischen wurde das Paket nochmals abgeschickt und ich habe netterweise direkt eine neue Sendungsverfolgungsnummer erhalten. Wohin die Reise wohl diesmal geht?

Nicht das erste Mal

Ich bin noch nicht lange Packstation-Kunde. Aber dafür hatte ich schon erstaunlich viel Ärger: ein Paket konnte nicht zugestellt werden, weil es nicht über DHL, sondern über UPS verschickt wurde (auf der Packstation-Website wird mit keinem Wort erwähnt, dass die Zustellung nur duch DHL erfolgen kann). Ein anderes Paket war laut Sendungsverfolgung eingeliefert, ich konnte es aber nicht abholen und hatte auch keine Benachrichtigung bekommen. Ein Anruf bei DHL ergab, dass der Mensch, der die ID-Nummern der Kunden offenbar manuell in die Packstation eingibt, einen Zahlendreher drin hatte. Es hätte also jemand völlig anderes das Paket holen können. Tatsächlich konnte ich erst zwei von fünf Paketen direkt ohne Probleme bei der Packstation abholen. Keine gute Quote.

Briefmarken online kaufen: Internetmarke

Ein fertiger Brief mit Internetmarke

InternetmarkeVor ziemlich genau einem Jahr habe ich StampIt Web getestet, den Onlinedienst der Post, um sich Briefmarken zu drucken. Diesen gibt es inzwischen nicht mehr — stattdessen hat jetzt der neuere Dienst »Internetmarke« das Feld übernommen.
Und das ist durchaus eine Verbesserung: während StampIt noch ziemlich umständlich war, ist mit dem neuen Dienst in kürzester Zeit ein Brief oder ein Päckchen frankiert.
Man wählt den Wert aus, gibt optional Empfänger- und Absenderadresse ein, wählt ein Papierformat und eine Bezahlmethode aus und bekommt dann ein PDF zum Ausdrucken angeboten.
Glücklicherweise funktioniert das alles nun in allen verbreiteten Browsern (StampIt hatte Probleme mit Safari); auch das PDF lässt sich nun mit jedem PDF-Reader öffnen und bei einem Fehldruck auch problemlos nochmals drucken (was leider immer noch ab und zu vorkommt, gerade bei Briefumschlägen).
Wer nicht direkt auf einen Umschlag drucken will, wählt einfach ein A4-Einlegeblatt, das perfekt für Fensterumschläge ist. Ansonsten kann auch auf einschlägige Etikettenbögen gedruckt werden.
Bezahlt wird mit einer existierenden StampIt-Portokasse oder einfach per PayPal oder Überweisung (GiroPay).

Fazit: Geht doch. Der Dienst ist super benutzbar und gut umgesetzt. Lediglich eine Marke als PNG- oder JPG-Datei würde ich mir noch wünschen, die könnte man dann direkt in der Textverarbeitung nutzen.
Positiv ist auch, dass man sich nicht extra anmelden muss, lediglich beim Bezahlen ist ein Login erforderlich.
Link: https://internetmarke.deutschepost.de/

Briefmarken zum Selbstdrucken

Edit: Der hier getestete Dienst wurde mittlerweile eingestellt. Online-Briefmarken gibt es nun beim neuen Post-Dienst „Internetmarke“.

Neulich musste ich einige Dokumente verschicken – auf analogem Wege, da gedruckte Originale verlangt waren. Der Haken am etablierten Prepaid-System (Briefmarken…) ist, dass es eher auf Power-User ausgelegt ist. Es lohnt sich für mich aber nicht, Briefmarken zuhause zu haben, da ich nicht so oft etwas verschicke und wenn, dann meist nicht zum Standardpreis von 55 Cent. Die Alternative wäre ein Briefmarken-Automat oder der Postschalter. Beides nicht ideal.
Tatsächlich bietet die Post aber auch einen Online-Frankierdienst an, der auf den klingenden Namen Stampit Web hört. Genau das richtige für mich, dachte ich mir, und habe mich gleich mal angemeldet.


Doch schon beim ersten Anmelden auf der Post-Webseite macht sich Ernüchterung breit. Den ganzen Beitrag lesen »