Urlaub 2009: Sylt

Leider hat meine Freundin dieses Jahr keinen Mallorca-Urlaub gewonnen. Da wir trotzdem nicht auf Strand und Meer verzichten wollten, ging es nach Sylt, campen.
Wir sind auf dem sehr hübschen Campingplatz in Hörnum, ganz im Süden der Insel untergekommen, wo man wunderschön in den Dünen campen kann.
Das Wetter ist allgemein recht wechselhaft auf Sylt, innerhalb von Minuten kann aus Sonnenschein ein Gewitter werden (und andersherum). Allgegenwärtig ist nur der starke Wind.
Insgesamt ist es auf jeden Fall empfehlenswert, wenn die Sonne scheint kann man auch wunderbar in der Nordsee baden. :)
Und Urlaub in Deutschland hat ja sowieso was. Nicht nur, dass es kein Problem ist, am Strand Alkohol zu trinken und nackt zu baden, man zahlt auch keine teuren Roaminggebühren und die Gefahr, von Terroristen in die Luft gesprengt zu werden, hält sich ebenfalls in Grenzen.

Apple Store in Hamburg

Da ich heute sowieso an Hamburg vorbeigefahren bin, lag es natürlich nahe, einen Abstecher in den Apple Store Alstertal zu machen, der heute eröffnet wurde. Twitter zufolge waren bei der Eröffnung fast 2000 Leute da, von denen die Hälfte ein T-Shirt als Willkommensgeschenk überreicht bekam. Zu dieser Zeit war ich aber noch dabei, das Zelt auf Sylt abzubauen, erst gegen 16:30 Uhr fuhr ich auf den Parkplatz des Alstertal-Einkaufszentrums in Hamburg-Poppenbüttel.
Eine sehr unübersichtliche Ansammlung von verschiedensten Läden, zwischen Penny-Markt, H&M und hochpreisigen Markengeschäften ist alles vertreten. Grade zu letzteren passt Apple ganz gut dazu. Hat man die silberne Ladenzeile dann einmal gefunden (ich habe ganze 15 Minuten dafür gebraucht!), ist man vielleicht erstmal enttäuscht:

Apple-Alstertal
Der Laden ist tatsächlich ziemlich klein und äußerlich nicht vergleichbar mit Prestigebauten wie dem New-Yorker Apple Store. Innen merkt man aber sofort, dass man nicht in einem normalen Computerladen wie Gravis steht. Musik, Aluminium, Klimaanlage, Designermöbel – und jede Menge Apple-Produkte. Ganz hinten eine gewaltige Genius-Bar, an der einem bei Problemen weitergeholfen werden kann. Extrem Positiv fand ich, dass sämtliche Produkte im Überfluss zum Anfassen und Testen bereitstehen (z.B. eine Reihe mit iPod nanos in allen neun Farben oder ein Tisch voll mit MacBook Pros inkl. angeschlossenem iPhone 3GS in Docks) – da kann man wirklich nach Herzenslust ausprobieren und sich entscheiden.
Die Wände sind voll mit Zubehör, vom iPod-Dock über diverse Airport-Stationen bis hin zu Software findet man hier alles. Auch das gestern erschienene Mac OS X 10.6 (Snow Leopard) stand hier zum Kauf bereit – für unschlagbare 29 Euro. Klar, dass ich das mitgenommen habe (Review folgt).
Die Kasse ist in der Mitte des Ladens und nicht direkt als solche zu erkennen. Allerdings wurde ich nach nur wenigen Sekunden von einem Mitarbeiter angesprochen, ob ich denn mit Kreditkarte zahlen wolle – das war dann problemlos inmitten des Ladens möglich, er hatte ein kabelloses Kartenlesegerät dabei. Die Rechnung schickte er mir per E-Mail zu, versicherte er mir – und schon war ich fertig und konnte gehen. Draußen fiel mir auf, dass er mich gar nicht nach meiner Adresse gefragt hatte.
Doch das war wohl auch nicht nötig. Schließlich reden wir hier von Apple, und Apple weiß alles über seine Kunden. Die Rechnung war bereits per E-Mail auf dem iPhone eingetroffen.
Da stand der Mund dann erstmal offen.

Offenbar erkannte das System mich anhand meiner Kreditkarte, die natürlich auch in meinem iTunes-Account gespeichert ist – nebst E-Mail-Adresse. Krass.
Aber bei näherer Betrachtung ziemlich cool, und passend zum von Apple an allen Ecken und Enden kommunizierten “digital lifestyle”.
Genau mein Ding.

Endlich Urlaub

Oh ich hab solche Sehnsucht,
ich verliere den Verstand,
ich will wieder an die Nordsee,
ich will zurück nach Westerland.

Farin Urlaub (Die Ärzte)

Nachdem ich gestern schon durch die ganze Republik gefahren bin und nun bei meiner Freundin in Lüneburg angekommen bin, gehts heute noch weiter nach Norden. Infos und Fotos wird es per Twitter geben.
Teil 4 meiner iPhone-Blogserie wird nach dem Urlaub kommen. Eine Woche ohne Mac und nur mit iPhone – einen besseren Härtetest kann man sich kaum vorstellen. Ich hoffe nur, auf dem Campingplatz gibt es ein einigermaßen gutes Handynetz.

Naziaufmarsch in Lüneburg

Gestern morgen bin ich aufgewacht und befand mich inmitten der Sicherheitszone, die die Polizei für den Aufmarsch von Neonazis in Lüneburg eingerichtet hatte. Nur Bewohner wurden noch durchgelassen – und Nazis. Viele kamen allerdings nicht, nur ca. 100 Glatzköpfe versammelten sich am Vormittag hier, 200 Meter von der Haustür meiner Freundin entfernt. Die Polizei war mit ungefähr dreimal so vielen Einsatzkräften vertreten.
Im Vorfeld hatte die Stadt Lüneburg die Demonstration verboten, da es bei einer ähnlichen Veranstaltung am 11. April bereits zu Ausschreitungen seitens der Nazis gekommen war, die versucht hatten, eine Polizeisperre zu durchbrechen. Das Verwaltungsgericht hob dieses Verbot dann jedoch wieder auf, da es aufgrund der strikten räumlichen Trennung (Nazis im Osten, Gegenveranstaltungen in der Innenstadt) diesesmal keine Ausschreitungen erwartete und ein Verbot in Hinsicht auf die Versammlungsfreiheit für unverhältnismäßig hielt.

Die eigentliche Veranstaltung hatte dann eher lächerlichen Charakter, was wohl auch an der Route lag, die zwischen einer verlassenen Kaserne und einem eher spärlich bewohnten Wohngebiet vorbeiführte. Die Nazis durften einmal um den Block laufen und ein paar Parolen schreien, vor und hinter ihnen lief eine Hundertschaft der Polizei. Das war es dann auch schon wieder.
Einige Mitglieder der linken Szene waren auch vor Ort, hatten jedoch aufgrund des krassen Polizeiaufgebotes keine Chance, den Marsch zu stoppen, wie es am 11. April geschehen war. Als Erfolg für die Nazis kann die Aktion jedoch trotzdem nicht verbucht werden: dass sie unerwünscht sind, war nicht nur bei den Anwohnern deutlich zu spüren.
Zur Gegenveranstaltung in der Innenstadt kamen über 1000 Leute.

Weitere Informationen bei Indymedia.

Ikea: Außergewohnlicher Dienstag – Überlebensstrategie

Gestern war bei Ikea „außergewohnlicher Dienstag“, an dem jede Woche ein bestimmtes Produkt extrem günstig verhökert wird. Gestern gab es das Bettsofa Klamby für 59 Euro. Und da meine Freundin das haben wollte und ich Zeit hatte, machte ich mich gegen halb 10 auf zu Ikea. Kein Problem, dachte ich mir, du gehst da rein, suchst das Teil und legst dich mal zum Testen drauf. Ist es einigermaßen bequem, guckst du wo es steht, lädst es auf und gehst zur Kasse.
Am Eingang war auch gleich ein Plakat, auf dem stand, dass das Sofa in der Möbel-SB-Halle bereitsteht. Vor mir standen ca. 30 andere Leute, die gemächlich die Ausstellungsflächen betraten, als eine Ikea-Verkäuferin die Türen öffnete. Ich ging also durch die Ausstellung durch und kam nach ca. 5 Minuten in der SB-Halle an – diese war gefüllt mit ca. 100 Leuten und etwa genauso vielen leeren Wägen. Weiter vorne konnte ich ein Ausstellungsstück des Sofas sehen, umringt von einigen leeren Euro-Paletten. Ich weiß nicht, wie die Leute alle so schnell hierher gekommen sind, aber offenbar war ich nicht der einzige, der das Sofa kaufen wollte – und die erste Ladung war schon weg. Irgendwie schaffte ich es dann, mich mit dem Wagen bis zu dem Ausstellungsstück durchzuschlagen, das bereits ziemlich mitgenommen aussah. Jedoch schien es recht bequem zu sein, und ich beschloss, es auf jeden Fall zu kaufen, wenn es noch eines gibt.
Gab es auch. Allerdings am Ende eines Ganges, in dem mindestens 300 Leute standen. Ich lies meinen Wagen zurück, da die Sofas direkt aus dem LKW auf Wägen geladen und direkt den Kunden gegeben wurden, und stellte mich an. Spontan wurde ich an Szenen der iPhone-Einführung erinnert. Erstaunlich, mit welchen Tricks die Leute versuchen, ein Schnäppchen zu machen – der Klassiker war wohl »Ich habe schon eines, ich will hier nur raus«, oft gehört auch »Ich möchte nur zu meiner Frau da vorne…«. Zwar war es nicht ganz so schlimm, wie bei der berühmten Media-Markt-Eröffnung (Video), aber Ausdauer und Ellenbogen brauchte man schon.
Hatte ich auch. Nach nur 30 Minuten Anstehen hatte ich das Sofa, und da ich – im Gegensatz zu vielen anderen – ein genügend großes Auto dabeihatte, musste ich auch nicht nochmal beim Transportservice anstehen.
Die Qualität ist übrigens wirklich in Ordnung, und für den Preis sehr gut. (Gibt es überhaupt irgendwo Bettsofas für unter 60 Euro?)
Folgende Punkte gilt es jedoch für Interessenten des außergewohnlichen Dienstags zu beachten:

  • Um 9:30 da sein. Man kommt da schon rein, weil ab da das Restaurant offen ist, man muss also nicht im Kalten stehen.
  • So schnell wie möglich in die Möbel-SB-Halle gehen, möglichst ohne Umweg durch die Ausstellung
  • Ist noch was da, schnell einen Wagen nehmen und aufladen – hier ist es günstig, wenn man zu zweit kommt
  • Ansonsten keinen Wagen holen, sondern sich nach dem Lager umsehen (evtl. Personal fragen) – oder einfach einer langen Schlange
  • Wer noch andere Dinge kaufen möchte, sollte zuerst das Dienstags-Angebot holen und kaufen, und anschließend nochmal von vorn anfangen. Die Gefahr ist sonst zu groß, dass man zu spät kommt oder das schon ergatterte Stück wieder vom Wagen „geklaut“ wird.

Nächsten Dienstag gibt es eine Kommode. Dann allerdings ohne mich.