Facebook wird immer besser

Zugegeben, früher war ich Facebook gegenüber sehr skeptisch. Aber mittlerweile nutze ich das Social Network doch recht gerne. Klar, man muss wie bei allen Web2.0-Diensten gut abwägen, was man veröffentlicht und was nicht. Doch für mich überwiegen die Vorteile, die Facebook bietet. Besonders gefällt mir die Innovation, bei der Facebook die Konkurrenz in Form von StudiVZ und Co. doch weit hinter sich lässt. Eine schon etwas ältere, aber seehr nützliche Funktion (v.a. in Bezug auf Privatsphäre) und eine Funktion, die es erst seit gestern Abend gibt.

Selektive Sichtbarkeit von Wall-Meldungen mit Listen

Immer wieder ärgern sich Facebook-Nutzer über die Apps und Spiele, die andauernd auf die Wall posten. Es kann schonmal vorkommen, dass man auf der Startseite von Facebook mit fünf oder mehr Farmville-Meldungen begrüßt wird. Klar kann man Nutzer blocken, um ihre Meldungen nicht mehr sehen zu müssen, aber das ist ja nicht im Sinne eines sozialen Netzwerks.
Da ich selbst zu meiner Schande gestehen muss, dass ich recht gerne Farmville spiele, aber meine Freunde nicht zuspammen will, hier die Lösung:

Freundeslisten. Ich habe mir eine Liste „Nicht-Farmville“ angelegt, auf die alle meine Freunde kommen, die kein Farmville spielen bzw. keine Farmville-Meldungen bekommen möchten. Wenn Farmville dann eine Nachricht posten will, stelle ich einfach ein, dass die Liste „Nicht-Farmville“ die Nachricht nicht zu Gesicht bekommt. So kann ich hemmungslos verkünden, dass ich das nächste Level erreicht habe und gerne Geschenke hätte – und kann sichergehen, dass die Nachricht auch nur die Leute erreicht, die es interessiert bzw. denen sie etwas bringt (man bekommt meist Geld o.ä., wenn man auf die Wallpostings seiner Freunde klickt). Der Rest wird nicht damit zugespammt.
Dieses System ist natürlich beliebig ausweitbar – z.B. indem man eine Liste nur mit Arbeits- oder Studienfreunden anlegt, und dann entsprechende Statusmeldungen so nur für die relevante Gruppe sichtbar macht.

Chat über XMPP/Jabber

Gestern kam eine besonders erfreuliche Meldung herein.
Der Facebook-Chat war bis jetzt eher mies. Zwar gab es in meinem Chatclient Adium die Möglichkeit, den Facebook-Chat zu nutzen (also ohne auf die Seite im Browser zu gehen) – das hat allerdings, zumindest zu Beginn, eher unzuverlässig funktioniert. Schließlich nutzte der Chat ein proprietäres Protokoll, und der Chatclient musste einen Browser simulieren, um darauf zugreifen zu können.
Damit ist jetzt Schluss: Facebook stellte auf Jabber um – damit kann nun jeder Chatclient über das XMPP-Protokoll auf den Chat zugreifen. Super!
(Zur Information: Jabber ist ein offenes Chatprotokoll, für das jeder einen Server aufsetzen kann. Man ist also nicht auf einen zentralen Server wie beispielsweise ICQ angewiesen. Natürlich entfällt dieser Vorteil bei Facebook oder Google Talk. Aber immerhin ist es ein standardisiertes Protokoll. Mehr dazu hier.)
Wer den Facebook-Chat in seinem Instant-Messaging-Client einrichten möchte, findet hier alle notwendigen Informationen.

HTML5 im Einsatz

Ich schreibe normalerweise HTML-Code nach XHTML 1.0 strict – das ist der Versuch, einige Verbrechen, die HTML 4 noch erlaubte, abzuschaffen (z.B. Framesets und HTML-Elemente zur Textgestaltung) und gleichzeitig HTML in Richtung XML zu bringen.
Seit einiger Zeit ist jetzt auch HTML 5 ein Thema, lange wurde diskutiert, was darin erlaubt sein soll und was nicht. Tatsächlich gibt es nun zwei Nachfolger: XHTML 2 und HTML 5, die beide große Schritte in Richtung semantisches Web unternehmen. Zur Zeit sind beide Entwürfe noch nicht offiziell – tatsächlich kann man aber einiges schon ohne Bedenken einsetzen. Zum Beispiel einige der neuen Elemente von HTML 5 oder auch dessen genialen Doctype, der aus dem zweizeiligen Wirrwarr der Vorgängerversionen ein simples
<!DOCTYPE html> machte.
Da ich solche neuen Dinge gerne ausprobiere, läuft mein Blog hier ab sofort mit HTML 5 – zumindest so weit, wie das heute schon möglich ist.

Twitter und kein Ende

Eben wurde im Radio Twitter erklärt. Erstaunlich, dass es immer noch Menschen gibt, die nicht wissen, was Twitter ist – zumal es in den letzten Tagen dank Airbus-Notwasserung und Hessen-Wahl eigentlich kaum eine Möglichkeit gab, den Siegeszug von Twitter nicht zu spüren zu bekommen.
Vor einiger Zeit hatte ich ja auch mal getwittert, es dann aber wieder eingestellt, da ich nie so recht wusste, was ich schreiben sollte. Außerdem – meine Leser wissen das – fällt es mir doch recht schwer, mich beim geschriebenen Wort kurz zu fassen. Für mich ist es immer noch nicht mehr als eine Art “Blog light” und daher unnötig, wenn man ein “richtiges” Blog hat.
Trotzdem interessant, dass kein Ende des Twitter-Hypes in Sicht ist, wie das zu Beginn vielerorts prognostiziert wurde. Mittlerweile aber hat sich Twitter als feste Instanz des Webs etabliert und ist wohl nicht mehr totzukriegen.

Vielleicht fange ich auch irgendwann wieder damit an, natürlich schön ins Blog integriert, wie z.B. hier. Momentan bin ich schon froh, wenn ich Ideen für mein Blog habe.

Ins StudiVZ (anstatt ins soziale Abseits)

Ich habe mich immer erfolgreich dagegen gewehrt, Mitglied von StudiVZ zu werden. Bis zum Wochenende. Die Langeweile war wohl zu groß… jedenfalls bin ich jetzt auch bei dem Zirkus zu finden.

Meine bisherigen Vorbehalte dagegen (“Jeder-weiß-alles-über-jeden”-Politik; Richtige Namen; Datensammelwut; E-Mail-Benachrichtigungsspam; aggressives Design; dumm klingender Name) wurden kurzerhand unterdrückt und einige waren nach der Registrierung auch hinfällig. Beispielsweise finde ich das mit den richtigen Namen nicht mehr so schlimm. Und die E-Mail-Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren. Erfreulich ist auch, dass ich zumindest einstellen kann, dass nicht jeder beliebige Besucher mein komplettes Profil sieht und dass ich verhindern kann, dass es angezeigt wird, wessen Profil ich angesehen habe.

Aber warum habe ich mich nun wirklich angemeldet? Den ganzen Beitrag lesen »

Gravatar

Gravatar-LogoWieder mal konnte ich mich für einen Web-2.0-Dienst begeistern: Gravatar.
Gravatar bietet die Möglichkeit, einen Avatar “global” zu verwenden. Ich kann also ein Bild auf gravatar.com hochladen, und z.B. überall, wo ich einen Blog-Kommentar hinterlasse, wird mein grAvatar automatisch eingefügt. Positiv an Gravatar finde ich, dass es mal ein Dienst ist, der keine Datensammelwut hat. Die Avatare werden lediglich über die E-Mail-Adresse verlinkt. Überall, wo ich mit dieser E-Mail-Adresse kommentiere, wird der entsprechende Gravatar angezeigt. Zumindest, wenn das zugrundeliegende System die Gravatars (oder Gravatare?) implementiert hat. Dank der Kooperation von Gravatar mit Wordpress sind die Gravatare schon auf vielen Blogs zu finden. Seit heute auch auf meinem - dank einem hübschen Plugin.
Wer also künftig das grüne Männchen neben seinen Kommentaren hier durch ein eigenes Bild ersetzen möchte, registriere sich auf gravatar.com.

Edit: das ist mein erster Beitrag, der mit dem neuen Admin-Interface von Wordpress 2.5 geschrieben wurde. Ziemlich cool.

Edit2: Soeben habe ich herausgefunden, dass Gravatare in Wordpress 2.5 standardmäßig unterstützt werden. Das Plugin war also gar nicht nötig.