2009 des Jahres

Kleiner Jahresrückblick, sowas muss man ja eigentlich machen, oder?

Foto des Jahres

Los gehts mit dem Foto des Jahres, da ich dadurch überhaupt erst auf die Idee zu diesem Beitrag kam. VisuelleGedanken hat zu einer kleinen Blogparade aufgerufen, und da ich 2009 erstmals halbwegs professionell fotografierte, bin ich mal meinen Photostream durchgegangen. Hängen geblieben bin ich dabei:

Am Sande
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Wenn ich Internet-Provider wäre, dann …

… würde ich jedem eine 50- oder auch 100-MBit-Leitung legen, natürlich mit genauso hohem Upstream. Wer gerne mal Videos o.ä. hochlädt weiß warum. Wer einen Server zuhause hat auch.

… würde ich grundsätzlich IPv6 verwenden und auch meinen Kunden entsprechende Geräte geben. Sonst wird das ja nie was.

… würde ich nur auf Wunsch einen Telefonanschluss schalten.

… würde ich echten Service anbieten. Und insbesondere meine Vertriebsmethoden regelmäßig überdenken. Wenn jemand am Telefon „nein“ sagt, bedeutet das nicht, dass er mein Kunde werden will. Vielleicht rufe ich einfach gar nicht erst an.

… würde ich meine Kunden nicht mit Zusatzdiensten wie E-Mail, Webspace, Virenscanner, Fernsehen und Webportalen voller Werbung nerven. Lieber mit dem gesparten Geld die anderen genannten Punkte finanzieren.

… würde ich eine echte Flatrate anbieten. Ohne „Fair-Use-Klausel“.

… würde ich keine DNS-Server modifizieren. Niemals.

… würde ich mich grundsätzlich der Netzneutralität verschreiben und von Deep Packet Inspection und ähnlichem Blödsinn die Finger lassen. Peer to Peer ist nicht illegal, sondern effizient und schnell.

… würde ich meine Kunden einfach das Internet nutzen lassen. Denn nur das ist die Aufgabe eines Internet-Providers.

Leider bin ich aber kein Internet-Provider. Und so stehen wir in Deutschland weiter vor dem Problem, nur das kleinste Übel wählen zu können, anstatt Qualität.

Petition gegen Internetzensur

Nach der Online-Demo gegen die staatliche Internetzensur vor zwei Wochen, die ein durchschlagender Erfolg wurde, folgt nun etwas, was tatsächlich eine Änderung herbeiführen könnte: die Online-Petition.
Jedoch nicht von einem Blog initiiert, sondern hochoffiziell auf der Plattform des Bundestages, die ich dadurch erst kennenlernte: Auf epetitionen.bundestag.de stellt die Regierung die Möglichkeit zur Verfügung, online Petitionen zu starten und zu unterzeichnen. So kann man unkompliziert politisch aktiv werden und hat – neben der Wahl – ein weiteres Mittel, um zumindest ansatzweise mitzuentscheiden. Super!

epetitionen_screenshot

Also: wer denken kann und daher gegen die staatliche Sperrung unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Kinderpornografie ist (Argumente gibt es hier, hier und hier), sollte jetzt aktiv werden.

Für die erfolgreiche Teilnahme muss man sich registrieren, doch das sollte es einem schon wert sein. Und der Staat kennt Name und Adresse ja sowieso.
Leider sind die Server zur Zeit aufgrund des Ansturms etwas langsam, aber dann muss man es eben später nochmal versuchen.

Finden sich bis zum 16. Juni 50.000 Unterzeichner, wird die Sache vom Petitionsausschuss des Bundestages beraten und es besteht eine Chance, dass doch noch die Vernunft über den Wahnsinn siegt. Also los!

Link zur Online-Petition

via stylespion.de

Der Anfang vom Ende…

…des Internets.

Zumindest das Ende des Internets, wie wir es kennen – nichts geringeres wird zur Zeit eingeleitet. Und es fängt mit Kleinigkeiten an, die für sich betrachtet ersteinmal harmlos erscheinen:
t-online-navigationshilfe
Vor einigen Tagen führte der größte deutsche Internetprovider T-Online die sogenannte »T-Online Navigationshilfe« ein. Gibt mal als Telekom-Kunde eine Internetadresse falsch ein, bekommt man nicht die übliche, vom Browser generierte Fehlerseite, sondern wird auf eine Seite der Telekom umgeleitet, die eine Suchfunktion für die richtige Adresse bereitstellt – und vor allem viel Werbung.
Dazu kommt noch, dass dieses Feature nicht groß angekündigt wurde, sondern einfach kommentarlos bei allen T-Online-Kunden aktiviert wurde (sonst würde es wohl auch niemand benutzen…). Hier maßt sich also ein Provider an, sich zwischen das Internet und den Benutzer zu stellen und den Internetverkehr nach eigenem Interesse zu kontrollieren bzw. zu ändern. Glücklicherweise lässt sich der Dienst deaktivieren.

Aber auch von anderer Seite weht ein rauerer Wind. Den ganzen Beitrag lesen »