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	<title>sprachkonstrukt.de &#187; zensur</title>
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		<title>2009 des Jahres</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 12:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kleiner Jahresr&#252;ckblick, sowas muss man ja eigentlich machen, oder? Foto des Jahres Los gehts mit dem Foto des Jahres, da ich dadurch &#252;berhaupt erst auf die Idee zu diesem Beitrag kam. VisuelleGedanken hat zu einer kleinen Blogparade aufgerufen, und da ich 2009 erstmals halbwegs professionell fotografierte, bin ich mal meinen Photostream durchgegangen. H&#228;ngen geblieben bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kleiner Jahresr&uuml;ckblick, sowas muss man ja eigentlich machen, oder?</em></p>
<h3>Foto des Jahres</h3>
<p>Los gehts mit dem Foto des Jahres, da ich dadurch &uuml;berhaupt erst auf die Idee zu diesem Beitrag kam. <a href="http://blog.visuellegedanken.de/index.php/2009-12-29/blogparade-euer-bestes-foto-2009/">VisuelleGedanken</a> hat zu einer kleinen Blogparade aufgerufen, und da ich 2009 erstmals halbwegs professionell fotografierte, bin ich mal meinen <a href="http://www.flickr.com/photos/iruben/">Photostream</a> durchgegangen. H&auml;ngen geblieben bin ich dabei:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/iruben/4153449641/" title="Am Sande" class="flickr-image aligncenter"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2531/4153449641_c2976b72cb.jpg" alt="Am Sande" class=""  /></a><br />
<span id="more-477"></span>Entstanden ist das Foto im Herbst in L&uuml;neburg. Mir gef&auml;llt es, weil es einfach <em>anders</em> ist, nicht nur ein schon tausendmal gesehenes Bild von einem Platz.<br />
Sch&ouml;n finde ich auch <a href="http://www.flickr.com/photos/iruben/3909589775/">Sylt Beach</a> und das <a href="http://www.flickr.com/photos/iruben/3910627720/">Runway Door</a>.</p>
<h3>Gadget des Jahres</h3>
<p><a rel="lightbox[]" href='http://sprachkonstrukt.de/wp-content/gallery/iphone-3gs/PICT3247.JPG' title='Das Display ist beim 3GS erstmals mit einer Schutzschicht &uuml;berzogen, die Fettflecken bzw. Fingerabdr&uuml;cke zwar nicht ganz verhindert, aber zumindest einschr&auml;nkt.'><img src='http://sprachkonstrukt.de/wp-content/gallery/iphone-3gs/thumbs/thumbs_PICT3247.JPG' alt='Display' class='ngg-singlepic ngg-right' /></a>F&uuml;r mich war das Gadget des Jahres ganz klar mein iPhone 3GS, das ich <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/07/12/endlich-es-ist-da/">im Juli</a> bekam. Erstaunlich finde ich, dass es noch immer kein dem <strong>iPhone</strong> wirklich ebenb&uuml;rtiges Smartphone gibt, auch HTC Hero und Motorola Milestone konnten das iPhone 2009 nicht vom Thron sto&szlig;en.<br />
Pers&ouml;nlich ging es bei mir mit dem Kauf von <a href="http://www.hombertho.de/2009/08/26/nikon-d90-und-ein-paar-objektive-zu-verkaufen/">Homberthos D90</a> endlich mit „richtigem“ Fotografieren los. Und nat&uuml;rlich ist auch mein <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/09/30/500-gigabyte-fuer-das-macbook/">MacBook</a> zu erw&auml;hnen, das ich nun im dritten Jahr nutze und das noch immer mein t&auml;glicher treuer Begleiter ist.</p>
<h3>Website des Jahres</h3>
<p><strong>Facebook</strong> konnte sich mittlerweile mit weltweit &uuml;ber 350 Millionen Nutzern gegen alle anderen sozialen Netzwerke durchsetzen &#8211; zurecht, so einen Funktionsumfang gibt es sonst nirgends. <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/12/14/google-wave-ist-cool/">Google Wave</a> wird meiner Meinung nach noch ziemlich untersch&auml;tzt. Doch dabei wird nicht ber&uuml;cksichtigt, dass es erst eine fr&uuml;he Alpha-Version ist – wenn es erstmal fertig ist, wird das noch ganz gro&szlig;. Und <strong>Twitter</strong> ist nach wie vor aktuell, auch wenn die Facebook-Statusnachrichten 2010 f&uuml;r einige Konkurrenz sorgen d&uuml;rften. Auch ich habe wieder mit dem Twittern <a href="http://twitter.com/iRuben">angefangen</a>.</p>
<h3>Film des Jahres</h3>
<p>Der Film des Jahres ist ganz klar <strong>Inglorious Basterds.</strong> Ein Tarantino-Film, der in der gleichen Liga spielt wie Pulp Fiction und Kill Bill. Grandios. Ich habe ihn im Sommer in einem kleinen Kino in Hamburg in der deutsch-englisch-franz&ouml;sischen Originalfassung gesehen und war begeistert.<br />
Ebenfalls ziemlich gut fand ich <strong>Star Trek,</strong> wo es Regisseur J.J.Abrams wider Erwarten schaffte, das schw&auml;chelnde Star-Trek-Fanchise mit einem Film wiederzubeleben, der sowohl alte Trekkies als auch normale Menschen ansprach. Und das auch noch mit dem heiklen Vorhaben, die Charaktere der ersten Star-Trek-Serie mit neuen Schauspielern zu besetzen.<br />
<a href="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/house_08-raining-pills_0611_RjwF.jpg"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/house_08-raining-pills_0611_RjwF-224x300.jpg" alt="" title="©2009 Fox Broadcasting Co." width="224" height="300" class="alignright size-medium wp-image-485" /></a>Als dritten Film des Jahres k&ouml;nnte man Avatar erw&auml;hnen, da es der erste richtig gute 3D-Film ist – aber da er erst Ende Dezember rauskam erw&auml;hne ich hier stattdessen die beste Fernsehserie des Jahres: <strong>House M.D.</strong> Im September lief die sechste Staffel an. Da viele die Serie im deutschen Fernsehen anschauen und RTL zwei Staffeln hinterherhinkt, m&ouml;chte ich jetzt nicht zu viel verraten. Aber es ist einfach gro&szlig;artig.</p>
<h3>Blogartikel des Jahres</h3>
<p>Ich habe 2009 auch mein Blog <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/10/09/aus-deyhle-webdesign-com-wird-sprachkonstrukt-de/">&uuml;berarbeitet</a> und so viele Beitr&auml;ge wie noch nie verfasst. Erw&auml;hnenswert sind meiner Meinung nach vor allem mein <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/05/16/europawahl-2009-die-parteien/">Bericht &uuml;ber die Parteiwebsites zur Europawahl</a>, die Gedanken zur <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/07/01/erleben-was-verbindet-nicht/">Handy- und Internetproviderlandschaft in Deutschland</a> und meine <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/07/20/mein-iphone-3gs-teil-1-das-geraet/">Testserie zum iPhone</a>. Am meisten kommentiert wurde interessanterweise meine Anleitung, wie man mit wenigen Handgriffen ein <a href="http://sprachkonstrukt.de/2009/06/27/gaestebuch-mit-wordpress-realisieren/">G&auml;stebuch in WordPress</a> ohne Plugins realisieren kann. Meinen Vorsatz, jede Woche mindestens einen Beitrag zu ver&ouml;ffentlichen, konnte ich (vor allem in der ersten Jahresh&auml;lfte) nicht ganz erreichen. Aber gegen Ende lief es ganz gut, daher bin ich 2010 zuversichtlich, das zu schaffen und so auch die Leserzahl weiter zu erh&ouml;hen. Am 10. November konnte ich &uuml;brigens den Jahresh&ouml;chstwert von &uuml;ber 400 Besuchern an einem Tag erreichen. Feedleserstatistiken liegen mir leider nicht vor, da ich Feedburner nicht mag. Auf Twitter habe ich 30 Follower, sch&auml;tze dass es etwas weniger Feedleser sind.</p>
<h3>FAIL des Jahres</h3>
<p>Was ist schiefgelaufen im Jahr 2009? Ganz klar die <strong>Bundestagswahl,</strong> bei der sich die Konservativen mit ihrer hilflosen, reaktion&auml;ren Politik durchsetzen konnten. Unter dem politischen Stillstand (nicht nur) in Sachen Netzpolitik werden wir noch lange leiden.<br />
Auch <strong>Obama</strong> hat f&uuml;r mich versagt, nach einem Jahr im Amt existiert Guantanamo immer noch und die amerikanischen Kriege des ersten Jahrzehnts dauern weiter an, auch wenn sie teilweise nicht mehr so genannt werden.<br />
Aber es gibt auch einen positiven Fail aus 2009: Die irrsinnige <strong>Internetzensur</strong> konnte nicht umgesetzt werden. Anfang 2010 haben wir die Situation, dass sich mittlerweile alle Parteien mit Ausnahme der CDU gegen die Zensur aussprechen, sogar die SPD (was blieb ihr auch anderes &uuml;brig). Jetzt muss nur noch die Vorratsdatenspeicherung von Karlsruhe als grundgesetzwidrig anerkannt werden.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-41617-9.html"><img src="http://sprachkonstrukt.de/wp-content/uploads/01020149610700-550x366.jpg" alt="" title="Foto: SPON (http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-41617-9.html)" width="550" height="366" class="aligncenter size-large wp-image-486" /></a></p>
<h3>Fazit des Jahres</h3>
<p>Statistisch gesehen h&auml;tte 2009 schlecht werden m&uuml;ssen: die geraden Jahre sind meistens ganz gut und die ungeraden eben nicht – zumindest 2007 war ziemlich mies. Trotzdem war 2009 ganz in Ordnung: als Student gehts einem eben gut. So viel Freiheit werde ich wohl nie wieder haben. Krank war ich auch nicht, es gab sch&ouml;ne Urlaube und ein paar nette Parties. Auch global gesehen war es ein gutes Jahr: es gab wieder keinen Weltuntergang, die Wirtschaftskrise ist schon fast wieder vorbei und die Schweinegrippe hat sich wie schon die Geschichten zuvor (BSE, Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe) als Panikmache herausgestellt, obwohl geplante Massenimpfung daran scheiterte, dass sich niemand impfen lassen wollte: trotzdem war nach der Ferienzeit nicht jeder dritte infiziert, wie es prophezeit wurde. Das Internet konnte seinen Siegeszug weiter fortsetzen und auch nicht von &auml;ngstlichen Politikern, Verlegern und Plattenfirmen aufgehalten werden. Wobei der Kampf noch nicht gewonnen ist, eines der gro&szlig;en Probleme der n&auml;chsten zehn Jahre wird sein, notwendiges technisches Grundverst&auml;ndnis unters Volk und vor allem in die Chefetagen zu bringen. </p>
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		<title>Wenn ich Internet-Provider w&#228;re, dann …</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/11/12/wenn-ich-internet-provider-waere/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 17:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[… w&#252;rde ich jedem eine 50- oder auch 100-MBit-Leitung legen, nat&#252;rlich mit genauso hohem Upstream. Wer gerne mal Videos o.&#228;. hochl&#228;dt wei&#223; warum. Wer einen Server zuhause hat auch. … w&#252;rde ich grunds&#228;tzlich IPv6 verwenden und auch meinen Kunden entsprechende Ger&#228;te geben. Sonst wird das ja nie was. … w&#252;rde ich nur auf Wunsch einen Telefonanschluss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… w&uuml;rde ich jedem eine 50- oder auch 100-MBit-Leitung legen, nat&uuml;rlich mit genauso hohem Upstream. Wer gerne mal Videos o.&auml;. hochl&auml;dt wei&szlig; warum. Wer einen Server zuhause hat auch.</p>
<p>… w&uuml;rde ich grunds&auml;tzlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipv6">IPv6</a> verwenden und auch meinen Kunden entsprechende Ger&auml;te geben. Sonst wird das ja nie was.</p>
<p>… w&uuml;rde ich nur auf Wunsch einen Telefonanschluss schalten. </p>
<p>… w&uuml;rde ich echten Service anbieten. Und insbesondere meine Vertriebsmethoden regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berdenken. Wenn jemand am Telefon „nein“ sagt, bedeutet das nicht, dass er mein Kunde werden will. Vielleicht rufe ich einfach gar nicht erst an.</p>
<p>… w&uuml;rde ich meine Kunden nicht mit Zusatzdiensten wie E-Mail, Webspace, Virenscanner, Fernsehen und Webportalen voller Werbung nerven. Lieber mit dem gesparten Geld die anderen genannten Punkte finanzieren.</p>
<p>… w&uuml;rde ich eine echte Flatrate anbieten. Ohne „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use_Policy">Fair-Use-Klausel</a>“.</p>
<p>… w&uuml;rde ich keine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DNS-Spoofing">DNS-Server</a> <a href="http://zensurprovider.de/">modifizieren</a>. Niemals.</p>
<p>… w&uuml;rde ich mich grunds&auml;tzlich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit&auml;t">Netzneutralit&auml;t</a> verschreiben und von Deep Packet Inspection und &auml;hnlichem Bl&ouml;dsinn die Finger lassen. Peer to Peer ist nicht illegal, sondern effizient und schnell.</p>
<p>… w&uuml;rde ich meine Kunden einfach das Internet nutzen lassen. Denn <strong>nur</strong> das ist die Aufgabe eines Internet-Providers.</p>
<p>Leider bin ich aber kein Internet-Provider. Und so stehen wir in Deutschland weiter vor dem Problem, nur das kleinste &Uuml;bel w&auml;hlen zu k&ouml;nnen, anstatt Qualit&auml;t.</p>
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		<title>Petition gegen Internetzensur</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/05/04/petition-gegen-internetzensur/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 13:09:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Online-Demo gegen die staatliche Internetzensur vor zwei Wochen, die ein durchschlagender Erfolg wurde, folgt nun etwas, was tats&#228;chlich eine &#196;nderung herbeif&#252;hren k&#246;nnte: die Online-Petition. Jedoch nicht von einem Blog initiiert, sondern hochoffiziell auf der Plattform des Bundestages, die ich dadurch erst kennenlernte: Auf epetitionen.bundestag.de stellt die Regierung die M&#246;glichkeit zur Verf&#252;gung, online Petitionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der <a href="http://www.spreeblick.com/protest-gegen-internetsperren/">Online-Demo</a> gegen die staatliche Internetzensur vor zwei Wochen, die ein durchschlagender <a href="http://www.spreeblick.com/2009/04/23/auswertung-die-spreeblick-online-demo-gegen-internetsperrren/">Erfolg</a> wurde, folgt nun etwas, was tats&auml;chlich eine &Auml;nderung herbeif&uuml;hren k&ouml;nnte: die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860#">Online-Petition</a>.<br />
Jedoch nicht von einem Blog initiiert, sondern hochoffiziell auf der Plattform des Bundestages, die ich dadurch erst kennenlernte: Auf <a href="https://epetitionen.bundestag.de/">epetitionen.bundestag.de</a> stellt die Regierung die M&ouml;glichkeit zur Verf&uuml;gung, online Petitionen zu starten und zu unterzeichnen. So kann man unkompliziert politisch aktiv werden und hat &#8211; neben der Wahl &#8211; ein weiteres Mittel, um zumindest ansatzweise mitzuentscheiden. Super!</p>
<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860"><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/epetitionen_screenshot.jpg" alt="epetitionen_screenshot" title="epetitionen_screenshot" width="585" height="148" class="alignnone size-full wp-image-356" /></a></p>
<p>Also: wer denken kann und daher gegen die staatliche Sperrung unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Kinderpornografie ist (Argumente gibt es <a href="http://deyhle-webdesign.com/2009/04/17/der-anfang-vom-ende/">hier</a>, <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">hier</a> und <a href="http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm">hier</a>), sollte jetzt aktiv werden.</p>
<p>F&uuml;r die erfolgreiche Teilnahme muss man sich <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=register">registrieren</a>, doch das sollte es einem schon wert sein. Und der Staat kennt Name und Adresse ja sowieso.<br />
Leider sind die Server zur Zeit aufgrund des Ansturms etwas langsam, aber dann muss man es eben sp&auml;ter nochmal versuchen. </p>
<p>Finden sich bis zum 16. Juni 50.000 Unterzeichner, wird die Sache vom Petitionsausschuss des Bundestages beraten und es besteht eine Chance, dass doch noch die Vernunft &uuml;ber den Wahnsinn siegt. Also los!</p>
<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860#">Link zur Online-Petition</a></p>
<p><small>via <a href="http://stylespion.de/petition-internet-keine-indizierung-und-sperrung-von-internetseiten/4035/">stylespion.de</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Anfang vom Ende…</title>
		<link>http://sprachkonstrukt.de/2009/04/17/der-anfang-vom-ende/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 20:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;des Internets. Zumindest das Ende des Internets, wie wir es kennen – nichts geringeres wird zur Zeit eingeleitet. Und es f&#228;ngt mit Kleinigkeiten an, die f&#252;r sich betrachtet ersteinmal harmlos erscheinen: Vor einigen Tagen f&#252;hrte der gr&#246;&#223;te deutsche Internetprovider T-Online die sogenannte »T-Online Navigationshilfe« ein. Gibt mal als Telekom-Kunde eine Internetadresse falsch ein, bekommt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;des Internets.</p>
<p>Zumindest das Ende des Internets, wie wir es kennen – nichts geringeres wird zur Zeit eingeleitet. Und es f&auml;ngt mit Kleinigkeiten an, die f&uuml;r sich betrachtet ersteinmal harmlos erscheinen:<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/t-online-navigationshilfe.jpg" alt="t-online-navigationshilfe" title="t-online-navigationshilfe" width="585" height="147" class="alignnone size-full wp-image-346" /><br />
Vor einigen Tagen f&uuml;hrte der gr&ouml;&szlig;te deutsche Internetprovider T-Online die sogenannte <a href="http://www.aptgetupdate.de/2009/04/16/t-online-navigationshilfe-nicht-mit-mir/">»T-Online Navigationshilfe«</a> ein. Gibt mal als Telekom-Kunde eine Internetadresse falsch ein, bekommt man nicht die &uuml;bliche, vom Browser generierte Fehlerseite, sondern wird auf eine Seite der Telekom umgeleitet, die eine Suchfunktion f&uuml;r die richtige Adresse bereitstellt – und vor allem viel Werbung.<br />
Dazu kommt noch, dass dieses Feature nicht gro&szlig; angek&uuml;ndigt wurde, sondern einfach kommentarlos bei allen T-Online-Kunden aktiviert wurde (sonst w&uuml;rde es wohl auch niemand benutzen…). Hier ma&szlig;t sich also ein Provider an, sich zwischen das Internet und den Benutzer zu stellen und den<strong> Internetverkehr nach eigenem Interesse zu kontrollieren</strong> bzw. zu &auml;ndern. Gl&uuml;cklicherweise l&auml;sst sich der Dienst deaktivieren.</p>
<p>Aber auch von anderer Seite weht ein rauerer Wind. <span id="more-344"></span>Heute fielen die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619533,00.html">Urteile im Pirate-Bay-Prozess</a>: Mit einem Jahr Haft und knapp 3 Millionen Euro Strafe bewies Schweden, dass es sich der Film- und Musikindustrielobby unterstellt und zu deren Werkzeug wurde.<br />
<img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/piratebay.jpg" alt="piratebay" title="piratebay" width="275" height="293" class="alignright size-full wp-image-347" />Zur Sache: <a href="http://thepiratebay.org/">thepiratebay.org</a> ist eine spezialisierte Suchmaschine f&uuml;r Torrent-Dateien (die &uuml;brigens nach wie vor in Betrieb ist). An sich ist daran nichts auszusetzen, die Peer-to-Peer-Technik ist eine der sinnvollsten Techniken, die das Internet hervorgebracht hat (unter anderem der Fernsehdienst <a href="http://zattoo.com/de">zattoo</a> basiert darauf) – und auch Torrent ist an sich nichts Schlechtes und daher ist die Argumentation der Pirate-Bay-Betreiber schl&uuml;ssig. Schlie&szlig;lich bieten sie nur eine Suchmaschine an &#8211; und &uuml;ber Google lassen sich genauso illegale Informationen finden. Nat&uuml;rlich wei&szlig; aber auch jeder, dass der Gro&szlig;teil der &uuml;ber das Torrent-Netz »getauschten« Daten urheberrechtlich gesch&uuml;tzt ist. Trotzdem ist das nicht den Betreibern von Torrent-Suchmaschinen in die Schuhe zu schieben: vielmehr sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden und diejenigen sollten zur Rechenschaft gezogen werden, die die Urheberrechte tats&auml;chlich verletzen indem sie das Material online zug&auml;nglich machen. Nun m&uuml;ssen also die Pirate-Bay-Macher ihre K&ouml;pfe herhalten, w&auml;hrend all die anderen Torrent-Suchmaschinen (von denen es im Internet sch&auml;tzungsweise fast so viele wie Pornoseiten gibt) weitermachen wie bisher und das <strong>Problem &uuml;berhaupt nicht bek&auml;mpft wird.</strong> Zu kl&auml;ren w&auml;re auch, ob das Problem nicht viel eher sowieso an den zu restriktiven Rechteinhabern liegt&#8230;</p>
<p>Und auch in Deutschland favorisiert man Scheinl&ouml;sungen, die das eigentliche Problem &uuml;berhaupt nicht angehen: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Fuenf-Provider-unterzeichnen-Vertrag-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136327">heute</a> wurde der Weg f&uuml;r die Zensur des Internets auch in Deutschland geebnet.<br />
<a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">Eigentlich hat zu diesem Thema die c&#8217;t schon alles gesagt &#8211; netterweise ist der Artikel der aktuellen Ausgabe aber auch online zu finden.</a> Doch ich werde die Kernpunkte hier nochmal kurz aufgreifen:</p>
<p>Die CDU-Familienministerin v.d. Leyen befand zu Beginn des Jahres pl&ouml;tzlich die Kinderpornografie als gro&szlig;es Problem und h&auml;tte das Internet wohl am liebsten sofort abgestellt – der armen Kinder wegen. Nat&uuml;rlich ist das ein wunder Punkt, niemand wird bestreiten wollen, dass Kinderpornografie etwas b&ouml;ses ist und bek&auml;mpft geh&ouml;rt. Jedoch wurde laut c&#8217;t-Informationen seitens Kriminalexperten die Lage geh&ouml;rig &uuml;bertrieben, denn es w&auml;ren nicht pl&ouml;tzlich sehr viel mehr Kinderpornos aufgetaucht. &Uuml;berhaupt g&auml;be es <strong>gar keine »Kinderpornoindustrie«</strong>, vielmehr handele es sich bei 98% des Materials um jahre- bis jahrzehntealtes Material, das auch meist auf analogem Wege getauscht und weitergegeben w&uuml;rde, und zwar gratis unter Gleichgesinnten.<br />
Nat&uuml;rlich gibt es auch einschl&auml;gige Webseiten – jedoch gibt es hier schon einen Weg, diese abzuschalten. N&auml;mlich den, den es bei jeder Webseite mit illegalem Material gibt, seien das nun Kinderpornos, Bombenbauanleitungen oder Gewaltvideos: den Weg des Rechtsstaats, bei dem ein Richter innerhalb kurzer Zeit eine solche Website vom Netz nehmen kann. Doch das reicht der schwarzen Regierung offenbar nicht, die <strong>Websites sollen »gesperrt« werden</strong>, wie das in Skandinavien schon der Fall ist (und in China).<br />
<div id="attachment_345" class="wp-caption aligncenter" style="width: 247px"><a href="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/1.png" rel="lightbox"><img src="http://deyhle-webdesign.com/wp-content/uploads/1-237x300.png" alt="So soll die Sperrseite des BKA aussehen." title="bka-sperrseite" width="237" height="300" class="size-medium wp-image-345" /></a><p class="wp-caption-text">So soll die Sperrseite des BKA aussehen.</p></div><br />
Hierf&uuml;r gibt es mehrere M&ouml;glichkeiten. Die simpelste ist eine<strong> Sperrung auf DNS-Ebene</strong>, gewisse Domains werden also einfach umgeleitet und f&uuml;hren nicht mehr zu ihrem eigentlichen Bestimmungsort, sondern z.B. auf eine Seite, die &uuml;ber die Sperrung informiert. Dies ist eine Sperre, die &uuml;berhaupt nichts bringt, und die innerhalb von Sekunden <strong>selbst von unbedarften Nutzern umgangen</strong> werden kann (indem einfach ein ungefilterter DNS-Server im Router oder im System eingetragen wird, wie das geht kann man bei Youtube in 30 Sekunden lernen).<br />
Es k&ouml;nnen aber anstatt der Domains auch einfach die IP-Adressen von entsprechenden Servern gesperrt werden, sodass diese nicht mehr erreichbar sind. Auch das ist relativ einfach zu umgehen. Beide Systeme haben das Problem, dass sie eine <strong>hohe Fehlerquote </strong>haben. Meistens liegen auf Servern unz&auml;hlige Websites nebeneinander &#8211; wird dann eine davon gesperrt, sind auch alle anderen nicht mehr erreichbar.<br />
Brisant wird das vor allem, weil nicht vorgesehen ist, dass gewisse Seiten, die einmal gesperrt sind, nachher nochmal &uuml;berpr&uuml;ft und gegebenenfalls wieder freigegeben werden. Wird also eine Website z.B. gehackt und mit Kinderpornos gef&uuml;llt, besteht keinerlei Chance, die Website nocheinmal zu nutzen. Tats&auml;chlich soll es sogar <strong>verboten</strong> werden, den<strong> Inhalt der Sperrliste einzusehen und zu &uuml;berpr&uuml;fen</strong>.<br />
Eine dritte M&ouml;glichkeit der Zensur ist die wirkungsvollste: eine <strong>Filterung von Inhalten</strong>. Anstatt also ganze Domains und Server abzuschie&szlig;en, m&uuml;ssten &uuml;bertragene Fotos und Videos &uuml;berpr&uuml;ft und mit einer Liste abgeglichen werden. Im Fall des Falles k&ouml;nnen dann gezielt diese Inhalte blockiert werden. Um diese einzig sinnvolle Variante so umsetzen zu k&ouml;nnen, dass die allgemeine Internetgeschwindigkeit nicht auf 28k-Modem-Niveau zur&uuml;ckf&auml;llt, br&auml;uchte man jedoch einen <strong>sehr hohen Hardwareaufwand</strong> und daher scheidet diese M&ouml;glichkeit auch aus.<br />
Dazu kommt noch, dass das meiste Material, das sich auf diesen Sperrlisten befindet, einer n&auml;heren Pr&uuml;fung nicht standhalten w&uuml;rde, zumindest konnte das in den skandinavischen L&auml;ndern festgestellt werden. <strong>Vieles wird also als Kinderporno abgestempelt, ist aber gar keiner.</strong> Aber es ist nat&uuml;rlich viel einfacher, etwas auf Verdacht hin auf eine Liste zu setzen, als einen Prozess anzustrengen, indem vermutlich herauskommen w&uuml;rde, dass es sich gar nicht um illegale Inhalte handelt.</p>
<p>Nun wurden also die gr&ouml;&szlig;ten deutschen Provider heute dazu gebracht, entsprechende Vertr&auml;ge zu unterschreiben, in denen sie sich zur Zensur verpflichten. Wie geplant soll das BKA eine Sperrliste erstellen und diese t&auml;glich an die Provider schicken. Diese sollen dann entsprechende Websites auf DNS-Ebene sperren – ohne M&ouml;glichkeit der &Uuml;berpr&uuml;fung von unabh&auml;ngiger Seite und ohne M&ouml;glichkeit der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung. Ob das mit dem Rechtsstaat vereinbar ist? Offensichtlich nicht, doch in den n&auml;chsten Wochen sollen die entsprechenden Gesetze ge&auml;ndert werden. Grundrechte, wohlgemerkt.<br />
Offenbar scheint es hier aber <strong>nicht um den Kampf gegen Kinderpornografie</strong> zu gehen &#8211; daf&uuml;r sind die Ma&szlig;nahmen zu dilettantisch umgesetzt. Vielmehr scheint es um die <strong>Zensurm&ouml;glichkeit an sich</strong> zu gehen. Der Bundesverband der Musikindustrie regte schon an, man k&ouml;nne ja auch unliebsame Peer-to-Peer-Websiten oder eben Seiten wie <strong>Pirate Bay auf die Liste setzen</strong> (&auml;hnliche Vorst&ouml;&szlig;e ereigneten sich auch schon in Schweden und D&auml;nemark, wo schon l&auml;nger zensiert wird).<br />
Und es geht noch weiter, auch gewaltverherrlichende Inhalte und Gl&uuml;cksspielseiten sollen auf die Liste kommen. Und vielleicht auch noch radikale politische Aussagen?<br />
Dann noch ein Gesetz, das das Umgehen der Sperre unter Strafe stellt, und fertig ist das <strong>perfekte Zensurwerkzeug.</strong></p>
<p>Wir werden uns also vom Internet, wie wir es kennen, verabschieden m&uuml;ssen. Die Zukunft ist kontrolliert und zensiert und zweifelhafte Downloadquellen wird es auch nicht mehr geben. Nach fast 40 Jahren beginnen Politik, Staat und Medienindustrie, das Internet f&uuml;r sich zu entdecken.</p>
<p><small>Weitere Informationen: <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">»Verschleierungstaktik«, c&#8217;t 9/09</a></small></p>
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